Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1075558
Villen und Gärten. 
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turen fast bedeckt ist. Hinter demselben, von Eichenterrassen umge- 
ben, folgt der tiefliegende Prunkgarten und dann eine noch tiefere 
Fläche, welche ehemals in dichter Laubnacht eine wunderbare Fülle 
von springenden Wassern längs einer Terrasse und eines Teatro ent- 
hielt, gegenwärtig aber durch eine höchst unglückliche englische Partie 
ersetzt wird. Zu beiden Seiten dieser Hauptanlage, namentlich rechts, 
dehnen sich die mehr ländlichen, aber noch immer in einfachen ar- 
chitektonischen Gesammtlinien gegebenen grossen Nebenpartien aus: 
die Anemonenwiese und das Thal mit dem Laghetto; den Abschluss 
macht jener berühmte Pinienhain, der an gleichartiger Macht der Biiume 
und Kronen in Italien wohl seines Gleichen sucht. 
Villa Conti (jetzt 'l'0r10nia) bei Frascati macht vielleicht von! 
allen den reinsten und vvohlthuendsten Eindruck, Während sie an 
Ausdehnung und Zahl der Motive von vielen andern Gärten über- 
troffen Wird. Nur eine obere (dichte) und eine untere (lichte) Eichen- 
terrasse, aber von den herrlichsten Wasserwerken belebt und mit der 
schönsten Aussicht. 
Villa Ludovisi auf Monte Pincio, von Le Notre angeleggb 
mit einzelnen grandiosen Partien (vorn) und angenehmen Schatten- 
giingen. Die neucrn Theile von buntestem sog. englischem Styl. 
Der Garten des Pal. Barberini in Rom, ehemals herrlich. c 
Aus dem XVIII. Jahrhundert stammt zunächst der Garten Cor- d 
sini am Abhang des Janiculus; nur Ein Motiv ist von strcngerin 
Styl, dieses aber erhaben schön, nämlich die Cascade mit Fontaine 
zwischen den Ahcrnbäumen. 1 
Villa Alb ani vor Porta Salara, Gebäude und Garten angelegte 
von Carlo M archionne unter der Leitung des Oardinals Alessan- 
dro Albani; direktes Übergewicht der architektonischen Linien und 
der Architektur selbst, unter bedeutender und hier einzig durchgän- 
giger Mitwirkung antikcr Sculpturen; die Eichen nur als Abschluss und 
Hintergrund; Einzelnes schon mit rein malerischer Absicht angelegt; 
der Blick auf das Sabinergebirge sehr mit in Rechnung gebracht, und 
desshalb die vordern Theile ganz licht mit blossen Cypressezihecken. 
Der Garten des Priorato di Malta auf dem Aventiu mit einem f 
einfachen Laubgang, der direkt auf die Kuppel von S. Peter gerichtet 
ist. Vielleicht von Piranesi, der wenigstens die Gebäulichkeiten angab.
        

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