Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1075042
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Architektur von 1540 bis 1580. 
der Säulen bekommen die Intervalle durchgängig ein leichteres, das 
Ganze ein reicheres Ansehen; die untere Vorhalle ist mit Seitenhallen 
versehen und nicht so lang wie dort, der Aufblick in den Hof freier; 
die Doppeltrelape hinter dem Hof scheint sich in luftige Höhen zu 
verlieren. Mit besonnerer Benützung der Mauer hinter dem öbern 
Garten liesse sich die Wirkung noch steigern. 
Andere Paläste aus verschiedenen Zeiten, an welchen wenigstens 
die Disposition der untern Theile den Architekten interessiren wird: 
a An Strada S. Caterina (von der Piazza. delle Fontane amorose 
nach der Acquasola) Pal. Fransoni N. 22;  Pal. Pessagno N. 306, 
einer von den iiltern, mit Aussendecoration von Andrea Semini;  
Pal. Spinola N. 13, einer der Wichtigsten von den älter-n, der Hof mit 
Schöner Doppelhalle, die Treppe noch seitwärts. (S. 287, 293, h.) 
1, Auf Piazza delP Annunziata: Pal. Negrotto, die Halle eine Nach- 
ahmung derjenigen von Pal. Carega, das Äussere mit unglücklicher 
neuerer Pilasterverzierung. 
c An Strada nuova: Pal. Raggio, mit ovalem Vestibul und einem 
sehr glücklich im Barockstyl gedachten Brunnen im Hofe, wo Licht 
und Wasser gemeinschaftlich von oben einfallen (sollten), während 
vorn eine schattenwerfende Balustrade herurngeht. Die Stuccobild- 
werke sind allerdings in solchem Zustande, dass man darin schwer 
Phaetons Fall erkennen wird.  Die beiden Pal. Brignole baulich nur 
durch Grösse ausgezeichnet. 
d An Strada Balbi hauptsächlich Bauten der spätem Zeit, mit einem 
Platzaufwand, den man einem Galeazzo noch nicht gegönnt hatte: 
Pal. Balbi (der zweite links, von unten kommend), mit Durchblick 
durch Säulenhallen in den Orangengarten;  Pal. Durazzo (der dritte) 
emit einfachem Siiulenhof;  Pal. Reale (ehemals Marcello Durazzo, 
der vierte) mit reicher, aber in den Verhältnissen ganz schlechter 
Fassade, mit Rusticapilastern zwischen eng gedrängten Fenstern und 
einem zu den letztern doppelt unpassenden Riesenthor; auf der See- 
seite mit prächtigen Altanbauten, deren mittlere Verbindung als Bogen 
fmit einer Fontaine drüber den Hauptproslaect bildet.  Pal. Filippo 
Durazzo (der erste rechts), von Bartol. Bianco, mit gewaltigem Thor, 
Balcon und Altanhallen; die schöne Treppe (hinten, links) von Taglia- 
{ico zu Ende des vorigen Jahrhunderts erbaut.
        

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