Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1074992
Genua. 
Montorsoli. 
Castallo. 
349 
Auf Montorsoli folgte der Bergamaske Grio. Bett. Oastello. 
Sein Pal. Imperiali (Piazza. Campetto), erbaut 1560, giebt einen voll-a 
ständigen Begriff von der gemischten Compositionsweise der auf Hoch- 
bau in engen Strassen laereehneten genuesisehen Paläste; Reichthum 
der Ausstattung muss hier die strengem Verhältnisse ersetzen, die man 
von unten doch nicht gewahr würde. (Bemalung mit bronzefarbenen 
und colorirten Figuren, Putten und Laubwerk in Relief etc.) Die 
untere Halle, der Hof und die malerisch seitwärts angelegte Treppe 
offenbaren zuerst ohne Rückhalt die Herzlosigkeit der genuesischen 
Sänlenbildung und Proiilirnug, die nach Florenz und Rom das Auge 
empfindlich berührt.  An Pal. Carega (jetzt Cataldi, Str. nuovaQb 
versuchte Csstello noch einmal eine durchgängige Pilasterbekleidnng 
und bei den nicht ullzusehmalen Fensterintervallen ging es damit noch 
ziemlich glücklich; Spätere wagten bei den liehtbediirftigen, hochfenstri- 
gen Fassaden dasselbe nicht ungestraft; ihre Pilaster wurden eine 
magere Decoration, die iiberdiess sinnlos ist, weil der enge Mauer- 
pfeiler schon an sich wie ein Pilaster wirkt. Das Vestibul, von sehr 
schöner Anordnung, ist eines der frühesten von denjenigen, welche 
die beiden Anfänge der Doppeltreppe zum Hauptmotiv haben. An 
vielen andern Palästen dauert indess die einfache, seitwärts, etwa. 
neben oder hinter dem Hof angebrachte Treppe fort.  Als glückli- 
chen Decorator (in Verbindung mit Montorsoli) erwies sich Castello 
bei der zierlichen innern Ausschmiiekung von S. Matteo; eine der "WC-c 
nigen mittelalterlichen Kirchen, welche bei solchen Anlässen gewonnen 
haben. 
Von Rocco Pennone, ebenfalls einem Lombarden, sind die 
ältern Theile des Pal. Ducale, hauptsächlich die (ehemals stattlichen)d 
Doppelhallen der Seitenhöfe, die hintere Fronte und, wie man annimmt, 
auch die berühmte Treppe. Darf man sie in der That in die Zeit 
bald nach 1550 setzen, so ist sie die erste von den ganz sanft ge- 
neigten, ungeheuer breiten; sie hätte dann auch vorzugsweise die Be- 
geisterung der Genuesen (und des Auslandes) für diesen Theil des 
Palastbaues geweckt. 
Halle 
gelangt; die 
gewölben. 
mit 
etwas 
schweren Säulen 
und lauter kleinen Kuppel-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.