Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1074967
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Architektur von 1540 bis 1580. 
awerk: der Dreieinigkeitsbrücke. Die edle, für das Auge über- 
aus wohlt-huende Spannung der drei Bogen, welche mit dem denkbar 
angemessensten Detail bekleidet sind, soll nach Ansicht derer, welche 
den Arno kennen, zugleich die technisch zweekmässigste sein. 
Eine ganze tüchtige Generation von Architekten schloss sich an 
die beiden genannten an und hielt die schlimmern Excesse des Ba- 
rockstyls längere Zeit von Florenz ferne. Giov. Antonio Dosio 
(geb. 1533) wurde bereits erwähnt (Seite 318).  Von dem Bildhauer 
b Giov. da B 010 gn a (1524_1GOS) ist die S. Antoninscapelle in Slilarco 
(links), eingeleitet durch zwei einfache Bogen auf Säulenstellungen, 
eine der besten Bauten dieser Art (vgl. S. 29O,d).  Bern. Buonta- 
clenti (1536-1608), bisweilen überaus nüchtern, wie z. B. am gross- 
herzoglichen Palast in Siena, erhebt sich doch z. B. in der Fassaden- 
d halle des Spitals S. Maria 1a nuova in Florenz zum Grossartig-Iaeichten; 
das Obergeschoss, dessen Fenster zu nahe an das Gesimse stossen, 
eist später so verändert worden. Am Unterbau des Palazzo non iinito 
(1592) führt er den beginnenden Barockstyl mit einem eigenen pla- 
fstisehen Ernst ein, während sein Pal. Ricardi (Via cle' Servi N. 6280), 
gvom Jahre 1565, noch der Spätrenaissance angehört.  Blatteo Ni- 
hgetti,  1649) hat zwar die sehr barocke Fassade von Ognissanti, 
aber auch den niedlichen Säulenhof vorn links bei den Carnaldulensern 
igeschaHcn; was an SS. Michele e Gaetano (1604-48) Gutes ist, ge- 
hört gewiss eher ihm als seinem Mitarbeiter Don Giovnnni Medici; an 
kder Capella Mcdicea bei S. Lorenzo (wovon unten) ist freilich gar 
nichts Gutes; und hier wird der Prinz wohl das Übergewicht gehabt 
haben.  Der Maler Luigi Cigoli (1559-1613) begann in Vasariis 
lGeist den perspectivisch trefflich beabsichtigten Siiulenhof des Pal. non 
finito, und noch ganz spät hat Gherardo Silvani (1579-1675) in 
m seinem Seminar bei S. Frediano den alten Styl der Klosterhöfe getreulich 
n nachgeahmt. Von ihm ist auch der stattliche Situlenhof bei den Camal- 
dulensern vorn rechts; wie er im Fassadenbau den Ammanati repro- 
oducirt, zeigen Pal. Fcnzi (Via S. Gallo N. 5966) und der einst durch 
Pseine (jetzt veräusserte) Galerie berühmte Pal. Rinuccini. 
Allerdings war gleichzeitig mit den Bemühungen der Genannten
        

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