Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1074370
Perin de! Vage. und Schule. 
Giulio Romano. 
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Gewölbe, theils farblose Stueoatureni). Die Wände, mit Ausnahme der 
Galerie, waren sämintlieh auf Behängung mit Teppichen berechnet. 
Perino fand in Genua. selbst eine nicht unbeträchtliche Nachfolge, 
die ihn aber doch nirgends erreichte und ihm nur die Effecte absah. 
Das Umstündlichste in dieser Art ist die innere Decoration des Pala 
Spinola (Strada S. Caterina); auch das Erdgeschoss von Pal. Palla- 
vieini (Piazza Fontane amorose). Sonst wiederholt sich in den un-l, 
tern Hallen und an den Treppen der altern Paläste ein System etwas 
magerer Arabesken und sparsamer Phantasiefiguren auf weissem Grunde, 
wie diese meist etwas dunkeln Räume es verlangten; oft dienen die 
Decorationen als Einfassungen um mythologische und historische Mittel- 
bilder; andere Male herrscht sogar das Gemälde mehr als für diese 
Räume billig vor und namentlich mehr in historisch wirklicher Raum- 
behandlung, als die Deckenmalerei leicht verträgt. 
Von den ältern und bessern Arabesken geben folgende Gebäude 
an den untern Hallen, Treppen und ober11 Vorsiilen einen Begriff: 
Pal. Imperiali (Piazza Campetto);  Pal. Spinola (Str. S. Caterinac 
N. 13);  Pal. Lercari (jetziges Casino, Str. nuova);  Pal. Oaregad 
(jetzt Cataldi, gegenüber). 
In der aus Stuceaturen und Malereien gemischten Gewölbever- 
zierung der Kirchen geht Montorsoli init der Deeoration von S.e 
Matteo voran; auch hier war Perin del Vage, speeiell die Galcria des 
Pal. Doria, Anhalt und Vorbild. Die schwebenden Putten womit Luca 
Cambiaso die Felder der Nebenschiifgewölbe bemalte, sind an sich 
zum Theil trefflich, aber viel zu gross für die kleinen Räume, an 
deren Rändern sie sich bei jeder Bewegung stossen müssten.  Eine 
ganz endlose Pracht von Gewölbeverzierwigen und grossen histori- 
sehen, daher schwer lastenden und ohnediess nur improvisirten Ge- 
wölbfresken verdankt dann Genua der Künstlerfamilie der Carloni 
und ihren Nachtretern. Das Ornamentale ist und bleibt durchgängig 
um einen Grad besser als in Neapel. 
Parallel mit der Thütigkeit Perinds geht die des G-iulio Ro- 
mano, der in seinem berühmten Hauptbaii, dem Palazzo del Te in f 
Mantua, ein nicht minder glänzendes System von Decorationen aller 
1) Fü 
Stuccoarheit 
überhaupt 
brauch 
te Peri 
n den 
Silvio Cosi 
aus Fiesolc.
        

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