Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1074165
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Renaissance-Decoration in Holz. 
nur zu selten angewandt findet.  In allen nicht gewölbten Kirchen 
wurden dann fortwährend stattliche und prächtige Decken angebracht, 
allein der Barockstyl verriith sich ausser dem Detail auch in der oft 
bizarren, der wirklichen (und vom Auge verlangten oder voraus- 
gesetzten) Balkenlage widersprechenden Eintheilung; die bunte Be- 
malung (ansser dem Gold mit Blau und Roth) vollendet den schweren 
Eindruck. 
a Meist um das Jahr 1600: die Decken in S. Maria in Trastevere, 
S. Crisogono, Araceli, Lateran, S. Cesareo, S. Martino a' inonti etc. 
Weit erquicklicher erscheinen die farblosen und auf die Holzfarbe 
hberechneten Decken, z. B. in S. Lorenzo fuori le mura (hinten), und 
Cdie sehr stattliche im grossen vordern Saal des Pal. Farnese. 
Neapel ist reich an stattiichem Stuhl- und Schrankwerk etc. 
aus der Barockzeit, besitzt aber doch auch Einiges aus der frühen 
und schönen Renaissance, lsowohl Intarsia als Schnitzarbeit. Dahin 
dgehören die Chorstühle von Monte Oliveto, namentlich aber eine An- 
zahl von Thürfliigeln, deren Behandlung für den Architekten wenigstens 
enicht ohne Interesse ist. So diejenigen von Monte Oliveto, die Thür 
Welche in S. Severino nach der Sacristei führt, die Thiir an S. Arpino 
(Strada Trinita), die einfachem Pforten mehrerer Paläste (Colobrano- 
Carafa, della Pianura in einer Seitengasse rechts neben S. Paolo, 
f u. a.  Die Pforten der Crypta im Dom sind von Erz gegossen, 
wahrscheinlich nach Angabe des Architekten. 
Den Übergang in das Barocke bildet auch hier Giovanni da 
gNola mit den ungemein reichen Sacristeischränken der Anmmziata. 
(um 1540). Das Schnitzwerk, Welches die ganze Geschichte Christi 
darstellt, ist eine mühselige und styllose Zugabe zu dem schon sehr 
unreinen Ornament. 
h In der Provinz Salerno enthält die Carthause S. Lorenzo di Pa- 
dulla ein sehr umfangreiches Chorgestühl mit lauter biblischen Ge- 
schichten in Intarsia. (Mittheihmg eines Freundes.) 
i In Genua ist das Stuhlwerk des Domchors eine sehr bedeutende 
Arbeit aus dem Anfang des XVI. Jahrhunderts, von dem Bergamasken
        

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