Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1074138
Pisa. 
1111008. 
Sieua. 
263 
Pisa hat einige zwar späte, aber vorzügliche Arbeiten, zumal 
Intarsien aufzuweisen. 
Im Dom ist zunächst der Bischofsstuhl gegenüber der Kanzel 1536 a 
von Giov. Batt. Cervellesi (bei Vasari: Cervelliera) gearbeitet, 
ein Prachtstück der durch die Antike besonnen gewordenen Intarsia, 
das gerade in dieser Art seines Gleichen sucht.  Das Stuhlwerk im 
untern Theil des Ohores ist etwas älter (angeblich von Giul. da Ma- 
jano) ebenfalls lauter reiche Intarsie, mit Propheten, baulichen An- 
sichten, Musikinstrumenten, Thieren n. s. W. Die plastisch trefflichen 
geschnitzten Ausläufe lassen auf den Meister des Stuhlwerkes der 
Badia in Florenz rathen.  Die beiden Throne über den Chorstufen 
stattlich im beginnenden Barockstyl um die Mitte des Jahrhiniderts 
Von geschnitzten Decken ist die sehr glänzende und noch streng 
eingetheilte des Domes vom Ende des XVI. Jahrhunderts. Ausge- 
arteter und schon mehr als ein freies Prachtstück behandelt: diejenige b 
von S. Stefano de' Oavalieri (nach 1600). 
In Lucca: der Orgellettner rechts im Dom vom Jahr 1481, derb c 
geschnitzt; ausser der Holzfarbe Gold und Blau. (Allerlei neuere Zu- 
thatexi.) 
Die drei vordern Thiiren des Deines, die mittlere von grösster 
Vortrefflichkeit. (In der Sacristei fünf Intarsiatafehi.) 
Die Thiir des erzbischöflichen Palastes, älter und einfacher. (Innen d 
eine treifliche Balkendecke auf geschnitzten Consolen.) 
Der Orgellettner links im Dom, gute Berockarbeit, von Santee 
Landucci 1615. 
In Siena gehört das Stuhlwerk der obern Capelle des Palazzof 
pubblico, von Domenico di Niccolö (1429), der frühsten Renais- 
sance an; die Intarsia an den Wänden stellt Figuren mit den Artikeln 
des christlichen Glaubens dar. (Die Orgeleinfassung später und sehr 
schön.)  Aus der Blüthezeit des Styles sind die Intarsien des Frag 
Giov. da. Verona (1503) zu erwähnen; Welche, aus einer andern 
Kirche entlehnt, in die Rücklehnen der Stühle zu beiden Seiten der 
Chornische des Domes eingelassen sind; sie stellen theils heilige Ge- 
räthschaften und Symbole, theils Ansichten von Gebäuden und Gassen
        

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