Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1074036
veneuig. 
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Hände geweltet haben, ausgenommen etwa. an der Basis der Madonna, 
welche Leopardds nicht unwürdig wäre.) 
Für alles Übrige werden bestimmte Namen überhaupt nicht oder 
doch ohne genügende Sicherheit genannt, bis mit Guglielmo Ber- 
gamasco und J. Sansovino eine näher documentirte Reihe  
freilich von geringerm ornamentalem Interesse  beginnt. 
Im Dogenpalast enthalten die Sala de' Busti und die Carnera. a.a 
letto noch prächtige liiarmorkamine aus der Schule "der Lombardi; 
über gewundenen Säulchen und herrlichen Consolen etwas zu schwere 
Friese (sogar ein doppelter) und neuere Aufsätze. 
Die Brunnen gaben in Venedig als blosse Cisterxienmündungen 
kein geeignetes Motiv zu besonderm Schmucke her; doch musste den 
beiden im Hof des Mfarcuspalastes eine Gestalt verliehen werden, dieb 
mit der Umgebung in Harmonie stand, was allerdings erst zur Zeit 
der beginnenden Barockformen (1556 und 1559, durch Oonti und 
Alberghetti) geschah. Der eine ist ein vorzügliches Denkmal 
phantastisch reicher Decoration in der Art des Benvenuto Cellini, mit 
glücklicher Mischung des Zierrathes und des Figiirlichen.  Von Sa- 
cristeibrunnen hat derjenige bei den Frari einen guten Marmorfriesc 
 Ein ganz einfacher und sehr guter ist in der Hofhalle der Academie 
eingemnuert. 
Von Altären sind die beiden des Pietro Lombardo im Quer-d 
schiif von S. Marco decorativ wohl die zierliehsten. 
An Grabmälern hat Wohl etwa der Sarcophag eine gute 
Rankenverzierung (Grab Soriano in S. Stefano, links vom Portnhc 
u. a.  dagegen sind die Arabesken der baulichen Einfassung, wie 
bemerkt, selten mehr als mittelmässig. Die Einfassung selbst ist als 
grosses Gerüst in der Frührennissance meist sehr gut gedacht; ja. 
man könnte Denkmäler wie die Dogengräber im Chor von S. Gio-f 
vanni e Paolo (Vendramin 1478, von Ales s. Leopard o) und von 
S. Maria de' Frari (Denkmal Tron 1472, von den Bregni) harmo-g 
nischer linden als die Kirchenfassadeu desselben Styles, zu welchen 
die organisireude Kraft nicht ausreichte; die genannten Gräber sind 
überdiess auch im Ornament gut.  Aber mit dem XVI. Jnhrhimdert 
wird dieses Gerüst auilixllend einfacher, grösser und derber, mit vor- 
tretenden Säulen, Simsen und Giebeln; die Einzeldecoration muss
        

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