Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1074021
252 
Renalssance-Decoration. 
Stein und Metall. 
a Die Portalpilaster an S. Zaecaria.  In S. Maria de' miracoli 
bhauptsächlich die Arabesken an der Balustrade über den Chorstufen, 
an den Basen der Ohorpilaster (mit Sirenen und Putten hübsch iigu- 
rirt) und am Gesanglettner; die Friese der Chorschranken; die Pilaster 
der Thüren; das Übrige hat an sich nur mittlern WVerth, hilft aber 
mit zum Eindruck eines in seiner Art einzigen Reichthums.  An der 
cScuola di S. Marco alle horizontalen und bogenförmigen Bauglieder 
mit dem schönsten Rankenwerk, auch die (zum Theil restaurirten) 
durchbrochenem Zierrathen und die Akroterien vorzüglich; die meisten 
dPilaster kaum mittelmässig.  Am Vorhof von S. Giovanni Ev. das 
e Wenige sehr schön.  Am Hinterbau des Dogenpalastes (von Bregno 
und Scarpagnin o) das Beste wohl die Arabeskenilächen im zweit- 
obersten Stockwerk, die Pfeiler über der Riesentreppe und wahr- 
scheinlich auch viele Fcnsterpilaster; wenigstens sind diejenigen an 
der Canalseite, welche man in der Sala dello Scudo und in der Sala de' 
Rilievi genau betrachten kann, die bestornamentirten in Venedig, von 
einem fast reinen Gleichgewicht des Ornamentalen und Figürlichen. 
f- An der Scuola di S. Rocco ist das reiche Ornament durchgängig 
gunrein, zumal an der Treppe.  Eine schöne Thiir ist aussen am 
hGebäude der Academie (Westseite) eingemauert.  An S. Michele; 
die Pilaster der Pforte, die Basen der Ohorpilaster, u. A. in. 
Als nicht sehr frühe und doch noch ganz primitive Renaissance 
iist die marmorne Chbreinfasstmg in den Frari (1475) geschichtlich 
bemerkensweith. 
In der Decoration und im Entwurf einzelner Denkmäler ist 
offenbar Alessandro Leopardo der erste und der allein mit den 
kFlorentinern vergleichbare. Seine Basis der Reiterstatue des Feld- 
herrn Coleoni bei S. Giovanni e Paolo, datirt 1495, ist mit bewun- 
dernswerthem Takt componirt; leicht und schlank, mit sechs vorge- 
lehnt-en Säulen, mit schöniigurirtem Fries und Sockel, hebt sie das 
ihr anvertraute, nichts weniger als colossale Bildwerk ausserordent- 
lich, ohne doch durch allzugrosse eigene Ansprüche den Blick zu zer- 
lstreuen. Weltberühmt sind dann Leopardds drei eherne candelaber- 
artige Fussgestelle für die Flaggenmaste auf dem Marcnsplatz, ebenfalls 
von glücklicher Composition und vortrefflichem Styl des Einzelnen. 
m(Bei den Ornamenten der Capella Zeno in S. Marco möchten andere
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.