Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1073942
244. 
Renaissance-Decoration. 
Stein und Metall. 
der allerschönsten Arabesken, Capitlile etc. von einem Monument der 
aBlüthezeit.  In der Kirche Araceli ist das Grabmal Gio. Batt. 
Savelli (1498, im Chor, links) sowohl plastisch als decorativ aus- 
gezeichnet; am Sarcopheg Genien mit Fruchtschnüren, unten Sphinxe. 
b  In S. Maria sopra Minerva (Capella Oarata) zeigt sich der späte 
Pirro Ligorio als tüchtigen Decorator an dem Grabe Pauls IV, 
während in zahlreichen Grabmälern des XV. Jahrhunderts die da.- 
malige Zierweise verewigt ist; in dieser Beziehung eins der besten 
cdas des Petrus Ferrix (starb 1478) im ersten Klosterhof.  In SS. 
dApostoli enthält der Chor das prächtige Grab des Nepoten Pietro 
Riario (starb 1474), decorativ dem Grab Savelli ähnlich.  Eine An- 
ezahl Grabmäler in dem bedeckten Hof hinter S. Maria. di Monserrato. 
f- In S. Pietro in Montorio contrastirt das schöne Grabmal links von 
der Thür (1510, von Dosio) mit den bloss plastischen Denkmälern 
Ammanatfs, welche den Querban einnehmen;  ebenso in S. Maria 
Edella Pace das Ornament der beiden links stehenden Grabmäler 
Ponzetti (1505 und 1509), beinahe von sansovinischer Schönheit, mit 
hden späten überladenen Arabesken, womit Simone Mosca um 1550 
die Fronte der 2. Oapelle rechts überzog. Im Kreuzgang bei der 
iPace das decorativ vortreffliche Grab des Bischofs Bocciaccio (starb 
1497).  Unter den Gräbern in S. Clemente hat das einfache des 
kBrusato (rechtes Seitensehiff) die schönsten Arabesken.  Andere 
Grabmäler in vielen altern Kirchen zerstreut. 
Schon lange vor der Mitte des XVI. Jahrhunderts hört diese 
reiche Marmorornamentik an den römischen Gräbern fast völlig auf 
und macht einer Verbindung von blosser Architektur und Sculptur- 
Platz. Bei Anlass der letztern werden wir darauf ziuückkommen. 
So weniges Neapel an vollständigen Bauten der Blüthezeit mo- 
derner Baukunst aufzuweisen hat, so reich ist es dagegen an de co- 
rativen Einzelheiten, zum Theil der besten Renaissance, vom Triumph- 
bogen des Alfons an. 
l Eine ganze Schule dieses Styles gewährt die Crypta, des 
Domes (1492), eine kleine unterirdische Basilica von drei gleich 
hohen ilachgedeckten Schiffen, über und über mit Ürnamenten be-
        

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