Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1073921
242 
Renaissance-Decoration. 
Stein und Metall. 
dieses Styles bedeckt. (Etwa. um 1500.) Nur als Speeimen merk- 
würdig; das Gemalte, z. B. die Engel und Putten der obern Lunette 
passen durch ihren grössern hlassst-ab nicht zu den WVandstatuetten 
der liladonna. und der beiden anbetenden Engel. 
a Im Dom von Spello der Tabernakel des Hauptaltars, eine Kuppel 
auf vier Säulen, in graziöser imd früher Renaissance. 
h Im Dom von Narni, rechts, eine Altarnische summt dem zunächst 
davor stehenden Bogen, beide als Triumphbogen in Stucco behandelt; 
noch XV. Jahrhundert. 
In Rom beginnt, abgesehen von einigen frühem Arbeiten des 
Filarete und Anderer, der reichere Luxus des liiarmorornamentes mit 
den 1460er Jahren und erreicht ein Jahrzehnd später eine unbe- 
schreibliche Fülle und Pracht. Ich bin nicht im Stande, das Beste 
und Reinste aus dem Gedächtniss näher zu bezeichnen, oder die Ent- 
wicklung dieses Zweiges der Ornamentik historisch zu verfolgen, 
glaube aber, dass das grösste Verdienst, wenn nicht der Erfindung, 
doch der Verbreitung dieser eleganten Formen dem Mino da Fie.- 
sole angehört, welcher damals (s. unten) in Rom eine ganze Anzahl 
von marmornen Gräbern u. a. Prachtarbeiten schuf. Man beachte, 
dass von seinem Hauptwerke, dem Grabmal Pauls II., nur die figür- 
lichen Theile (in der Crypta von S. Peter) gerettet, die decorativen 
dagegen untergegangen sind. -Unter den Grabmälern sind diejenigen 
spanischer Prälaten, welche durch Calixt III. und wohl noch durch 
Alexander VI. nach Rom gezogen worden sein mögen, vorzüglich 
zahlreich.  Pollajuolds Arbeiten wurden schon genannt. 
c Von Portaleinfassungen ist diejenige au S. Marco des Glu- 
d liano da Majano (S. 192) selber würdig. Auch diejenige an S. Giacomo 
degli Spagnuoli sehr schön. 
e Die Sällgertribune der Capella Sistina, mit ihrer edeln, ern- 
sten Pracht, ist für diese gegebene Stätte und Ausdehnung ein voll- 
kommen vortreiiliches Werk zu nennen. Auch die Marmorsehranken, 
Welche den Vorraum vom Hauptraum trennen, sind vom Besten; 
f ebenso die Balustrade der Capella Carafa in S. Maria sopra Minerva.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.