Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1073866
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Renaissance-Decoration. 
Stein und Metall. 
ihre Marmorarbeiten, kaum auf ihre Rechmmg kommen. (Eher auf 
adie eines gewesenen Bilggiano, von welchem der Brummen in der Sa- 
grestia vecchia und der Reliefmedaillon Brunellescds ebenda herriihrt.) 
 Dem Giuliano da San Galle werden die beiden schönen Grä- 
bber der Capelle Sassetti in S. Trinita zugeschrieben. Sie sind vielleicht 
die schönsten des (S. 233,h) bei Anlass des Simone di Donatello erwähn- 
ten Typus und überdiess durch zierliche Reliefs interessant. (Copien 
nach Motiven antiker Sarcophage etc.) 
Von unbekannten Meistern sind die Zierarbeitezi der Certosa. Sehr 
ausgezeichnet und früh, ja an diejenigen Brunellescds erinnernd: der 
cBrunnen des dritten Hofes als Sarcophag auf verschlungenen Drachen 
druhend; das Lesepult im Refectorium. 
Den Auslauf der Marmordecoration in das Derbe, Sehattige und 
Kräftige zeigen hier die Arbeiten des Benedetto da Rovezzano: 
e die zu seinen Reliefs" in den Ufiizien (Gang der toskanischen Sculp- 
ftur) gehörenden Einfassungen, das Iienotaphiilm des Pietro Soderini 
 1522) im Chor des Carmine, das Kamin im Saal des Pal. Roselli 
h del Turco und das Grabmal des Oddo Altoviti in der nahen Kirche 
SS. Apostoli (linkes Seitenschiß). Die Arabeske sucht mit der nachdrück- 
licher gewordenen architektonischen Profilirung Schritt zu halten; sie 
vereinfacht sich und verstärkt ihr Relief.  Von Benedetto ist auch 
die Decoration der Kirchthiir.  Noch eher der Frührenaissance zu- 
igewandt: die ebenfalls dem Benedetto zugeschriebene Thiir der Badia 
(gegen den Pal. del Podesta hin). 
Auch ganz späte Arbeiten sind nicht zu übersehen. So beweisen 
k die beiden marmornen Orgellettner in der Annunziata  reiche Balustra- 
den mit Consolen über Triumphbügen  dass selbst die Detailformen 
der Friihrenaissance zu solchen Zwecken bis gegen Ende des XVI. 
Jahrhunderts hie und da wiederholt wurden, als es daneben längst 
ein neues (aber freudloseres) Ornament gab.  Dagegen giebt das 
lPiedestal von Benv. CellinPs Perseus an der Loggia de' Lanzi 
den beginnenden Barockstyl in seiner zierlichsten Gestalt.  Bandi- 
mnelli in den decorativen Thcilen seiner Basis vor S. Lorenzo ver- 
fahrt ungleich schöner und massiger.
        

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