Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1073470
Neapel. 
Genua. 
197 
Von den zeitlich spätem Renaissencekirchen (die doch noch dem 
Styl des XV. Jahrhunderts folgen) verdient S. Caterina a For-a 
mello, 1523 von Antonio Fiorentino (aus 1a Ceva) erbaut, 
auch S. Maria 1a nuova (gleichzeitig, obwohl das Datum der Voll- 11 
endung später lautet) wenigstens einen Blick. Merkwürdiger als beide 
ist S. IMaria. delle Grazie, bei den Incurabili, erbaut 1500 (eherß 
später) von Giaeomo de' Santi, welcher noch Ciecionäs Schüler 
gewesen sein soll; die Capelleneingänge zu beiden Seiten des Schiffes 
haben nämlich die Gestalt antiker Triumphbogen und sind fast über 
und über mit reichen und schon ziemlich sehwiilen Zierrathen bedeckt. 
Die obern Mauern u. s. w. gehören einem Umbau an. 
Die wenigen 'l'hü1'1ne dieses Styles, z. B. der von S. Lorenzo (da- d 
tirt 1487) sind höchst einfach; glatte Wände, an den Ecken Pilaster, 
die Entwicklung nach oben fast null. Die obern Theile des 'I'hurmese 
von S. Chiara, aus welchen die Neapolitaner ihre Prinritiit in der Re- 
naissance beweisen wollten, sind nicht vom jüngern hflasuecio  XIV. 
Jahrhundert  sondern frühstens aus dem XVI. Jahrhundert. 
In Gen ua nehmen die Bauten des XV. Jahrhunderts überhaupt 
keine bedeutende Stelle ein; was man davon sieht, ist überdiess nicht 
frei von lange nachwirkender Gothik, wie z. B. die Capelle Johannisf 
d. T. im Dom beweist, ein Werk der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. 
 Ein artiger Säulen-lief der Frührenaissanee in Pal. Centurioneg 
(unweit links von S. Nlatteo, N. 138.) 
Von Kirchen zeigt S. 'l'e0d0r0 die verkleisterten Anfänge einer h 
gntgemeinten Innendecoration (links vom Eingang); S. Caterina. ami 
Hospital Pammatone, vom Jahr 1520, könnte sogar vor der Vergypsung 
eine hübsche Kirche dieses Styles gewesen sein; das Portal mit schö- 
nen Medaillonköpfen ist von einfacher lombardiseher Renaissance. 
Von kleinem Privathäusern ist noch eine recht ansehnliche 
Zahl in den iiltern Stadttheilen erhalten. Es Wäre fruchtlos, in dem 
Gewirr von Gässchen Strassennarnen anzugeben, die kein Plan ent- 
hält und die nur der Nachbar Weiss; selbst die Hausnummern sind 
zum Theil am Erlöschen, als gingen sie einer ("baldigen Erneuerung 
entgegen. Ich kann dem Architekten nur rathen, die ganze Umge-
        

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