Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1073356
Siena. 
Benedetto da Majano. 
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Eindruck des Leichten und schwebenden hervorzubringen strebte.  
Der Pa-lazzo del lliagniüeo ist der Lage wegen etwas formlos; dena 
Pal. de' Diavoli (vor Porto. Cainollia.) kenne ich nicht.  Von denh 
Kirchen soll die Osservanza (I 2 Stunde vor'P0rta Ovile) ganz vonc 
Oeeeo erbaut sein; in der Stadt gehören ihm die köstlichen kleinen 
Fassaden von S. Caterina und Madonna delle Nevi an. Died 
Sacristei im Carmine kenne ich nicht. 
Das Kirchlein Fontegiusta  zwölf Kreuzgewölbe von viere 
Säulen und acht XVandsäulen gestützt, mit einem obern Stockwerk, 
das innen nicht sichtbar ist  rührt von Franc. Fedeli aus Como 
(1479) her.  In Ceccds spätern Jahren war vielleicht der junge- 
Baldassare Pernzzi sein Schüler. 
Von irgend einem treffliehexi Meister gegen 1500 muss die De- 
coration des obern Oratoriums in S. Bernardino herrühren. Pilastenf 
Friese und Flachdecke gehören zum Geschmackvollsten der Blüthe- 
zeit.  Die Decoration im nntern Raum von S. Caterina etwas späterg 
und nicht mehr so rein. 
Das Resultat zu ziehen aus der speciell toscanischen Palastbau- 
kunst war indess nicht den Bauherren von Siena, sondern dem Flo- 
rentiner Benedetto da M ajano bestimmt. Nach seinem Entwurf 
(ob noch bei seinen Lebzeiten, ist. ungewiss) begann 1489 der Bau des 
Palazzo Strozzi. Mit Ausnahme des ausser aller Linie stehenden h 
Pa]. Pitti ist dieses majestätische Gebäude die letzte und höchste 
Form, welche ein Steinlmus ohne verbindende und übcrleitende Glie- 
der durch den blossen Oontrastin der Fllächenbehandlung erreichen 
kann. Dieser Contrast_ ist hier ohne Vergleich glücklicher gehand- 
habt und die Fenster zu den Flächen besser vertheilt als am Pal. 
Riccardi; das weltberühmte Kranzgesimse (nur an der hintern Seite 
und an einem Theil der Nebenfassaden ganz ausgeführt) und der bei 
aller Enge und Tiefe doch schöne Hof wurden später nach Oronacais 
Entwurf hinzugefügt.  
Es folgte das ältere Brüderpaar Giuliano und Antonio di San 
Gallo, deren Ruhm durch die ausgebreitetere Thäitigkeit ihres Neffen, 
des jiingern Antonio, mit Unrecht etwas in den Schatten geräth. Dem
        

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