Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1073311
Paläste. 
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auf ältern Pfeilern, welche zum Theil Würfelcapitäle tragen; die 'I'rcppe 
mit ihrem Geländer von ionischen Säulchen gewährt einen malerischen 
Anblick. (Der Ausbau gegen den Garten XVI. Jahrhundert.)  Der 
einfach malerische Hof von Pal. Cerchi (borgo S. Jacopo N. 1762). -a 
Derjenige von Pal. Casamurata (Via delle Pinzochere, N. 7717). -b 
Aus späterer Zeit und sehr stattlich: Pal. Magnani, ehemals Ferronie 
(Via de" Serragli N. 2797).  Etwa gegen 1500: der Hof des Pal. 
Cepperello (Corso, N. S14) mit Weit gespannten dünnen Bogen auf d 
Composita-Säulen und zartem Detail.  Ungefähr aus derselben Zeit 
der Hof des Pal. Ineontri (Via de Pucei N. 6118).  Ebenso PaLc 
Ginori (Via de' Ginori N. 5145), dessen Aussenseite schon dem untenf 
zu xiennenden Pal. Guadagxii entspricht 1). 
Die im Ganzen vorherrschende Form ist: Säulenbau um den Hof 
oder um einen Theil desselben; an der WVand Consolen, in deren Bil- 
dung jeder Architekt neu zu sein suchte; an einer Seite des Hofes 
ein vorgewölbter Gang im ersten Stock; die Gesimse, eines über den 
Bogen und eines unter den Fenstern, sehr massig; ihr Zwischenraum 
oft mit Medaillons, WVappen u. dgl. verziert und ebenso auch die B0- 
genfüllungen über den Säulen; die Fenster der obern Stockwerke bis 
zu Anfang des XVI. Jahrhunderts fast durchgängig halbrund; die 
Treppen mit lbnnengewölben und fortlaufenden Gesimsen; alle Aus- 
läufe von einzelnen Gewölbekuppen durch das ganze Gebäude auf 
Consolen gestützt. (Dies gilt auch von den Klosterbautcn). Durchgän- 
gig ist das Bedeutende mit mässigen Mitteln geleistet. 
Als einzelnes kleines Prachtgebäude ist hier einzuschalten die streng- 
schöne Grabcapelle des Cardinals von Portugal  1459), von A n t o  
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Brianza und um Varese (nördlich von Mailand) im Ganzen ein schöner, echt 
ländlicher Styl zugestanden werden. Es ist überhaupt ein Irrthum zu glau- 
ben, dass die malerische Bauweise in Italien südwärts unbedingt zunehme; 
die subalpinen Thäler und Ortschaften enthalten schon hlanches, das südlich 
nicht nnehr schönergznd nicht hiiuiig so schön vorkömmt, 
 Der alte unvollendete Palast in der Via delle Terme, vorgeblich von Bru-ß 
nellesco begonnen, ist erst im vorigen Jahrhundert zum Palazzo de] Com- 
mune gemacht worden.
        

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