Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1073265
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Frührenalssance. 
Brlmellasco. 
Hallen und Höfe. 
aVOII Brunellesco's Nachfolgern geworden. (Ginliano da. San Gallo 
ahmte sie u. a. nach in der Madonna. dclle Carceri zu Prato.) Höchst 
anmuthig ist die Vorhalle, ein Tonnengewölbe auf Säulen, in der 
Mitte durch einen I-Iauptbogen und eine Kuppel mit glasirten Casset- 
hten unterbrochen. (Sie gab u. a. Ventura Vitoni das Motiv zur Vor- 
halle der Umilta in Pistoja.) Obwohl vernachlässigt und unvollendet 
wird dieses Gebäude, abgesehen von den Reliefs des L. delln. Robbia, 
immer als einer der reinsten Klänge aus dem XV. Jahrhundert Wir- 
ken. (Das Innere schwer sichtbar, de die Pazzi den einzigen Schlüssel 
besitzen.) 
c Als städtischer Zierbau ist die Halle des Findelhauses auf 
Piazza delP Annunziata (links, von der Kirche kommend) ein wahres 
Muster anspruchloser Schönheit. Es sollte keine Wachthalle und kein 
politischer Sammelort, sondern nur ein weiter, sonniger Warteraum 
sein, der nun mit seiner harmlosen Decoration (den Medaillons mit 
den Wickelkindern des Lizca della Rehbia) und seinem einfachen ohern 
Stockwerk die anmuthigste Wirkung macht. (Der Hof wohl nicht von 
Brunellesco, aber auch nicht viel später.)  Die Halle gegenüber eine 
Nachbildung von Antonio da. Sangallo d. ä.  Ursprünglich von Bru- 
dnellesco, aber mehrfach verändert: die Halle auf Piazza S. Maria. 
novella;  dieser und der vorigen wenigstens sehr ähnlich: die ver- 
cmauerte Halle an der Via. S. Galle, welche jetzt die Rückseite der 
Dogana bildet. 
iVon vollständigen Klosterhöfen glaube ich, nach Fantozzfs 
fVorgang, dem Brunellesco den zweiten Kreuzgang von Santa. Croce 
in Florenz _mit Sicherheit beilegen zu dürfen. Es ist einer der schön- 
sten der Renaissance, mit vollständig durchgeführten Bogenproülen 
und Gesimsen, die Füllungen mit Medaillons; das obere Stockwerk 
flach gedeckt auf Säulen mit trefflichen Oonsolen.  An Bauten die- 
ser Art gab Brunellesco den Säulen kein Gebälkstück, weil die dünnen 
und zarten Verhältnisse des Ganzen dadurch übertrieben worden wä- 
ren und weil die Höhe wohl eine gegebene war. 
WVie Brunellcseo, allerdings mit reichlichen Mitteln von dein 
grossen Cosimo ausgestattet, eine ländliche Chorherrnresidenz als 
gVilla gestaltete, zeigt die sog. Badia am Fuss des Berges von Fie- 
sole, eine halbe Stunde von Florenz. (Architekten, welche wenig
        

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