Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1072998
Kirchen nördlich vom Po. 
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Wirkung. In Bologna: S. Francesco (innen neuerlich gothisch re-a 
staurirt, mit einem der schönsten Backsteinthürme des gothischen Sty- 
les);  S. Domenico (sehr lang, innen modernisirt);  S. Martinob 
maggiore (Carmeliterkirche von 1313);  Servi (vom Jahr 1383, mitc 
einem Porticus vorn und an der linken Seite, der sich durch unge- 
meine Dünnheit und Weite Stellung der Säulen auszeichnet; der Bau- 
meister War der General des Servitenordens Fra Andrea Man fredi 
von Faenza, der damals auch die Aufsicht über den Bau von S. Pe- 
tronio führte);  S. Giacomo maggiore (Eremitanerkirche vom Enden! 
des XIII. Jahrhunderts, Wovon der hintere Theil und die Fassade 
noch erhalten). Beiläufig ist hier auch das Chorherienstift S. Giovannie 
in monte zu nennen, als eine der ältesten spitzbogigen Kirchen Italiens 
(1221? Kuppel, Chor mid Fassade neuer).  In Modena: S. Frau-f 
cesco.  In Piacenza: S. Francesco (eine der mächtigsten Kircheng 
dieser Classe, mit dem bedeutendsten und bestgebildeten äussern Strche- n 
Werk von Backstein);  S. Antonio (mit eigenthümlicher Vorhalle,i 
die eine schöne Innenthiir enthält);  il Carmine etc. 
Nördlich vom Po folgen eine Anzahl von Ordenskirchen und 
auch einzelne Pfarrkirchen und Cathedralen eher demjenigen Typus, 
welchen Niccolö Pisano in den Frari zu Venedig aufgestellt hatte: 
mit weitgestellten Rundsiiulen oder Pfeilern, sodass grosse mittlere 
Quadrate und in den Seitenschißen oblonge Räume entstehen; über 
den grossen Bogen ein nur ganz mässiges Oberschiif; der Chor ohne 
Umgang; der Querbau mit zwei bis vier Capellen an der Hinterwand. 
Eigenthiimlich ist: die Vermeidung der Seitenfenster. 
Ein schönes und frühes Beispiel gewährt S. Lorenzo in Vi-k 
cenza; auch die Fassade gut und schon desshalb beachtenswerth, 
weil sie zeigt, wie man sich ungefähr diejenige von S. Giovanni e 
Peolo zu Venedig nach der ursprünglichen Absicht vollendet zu den- 
ken hat. (sonderbare schiefe Wölbung der Seitenschiffe, wahrschein- 
lich um die kleinen R-undfenster möglichst hoch oben anbringen zu 
können, etwa mit Rücksicht auf gegenüberstehende, lichtraubende Ge- 
bäude?)  S. Oorona in Vicenza, von ähnlicher Anlage, nur alter-l
        

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