Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1072714
Oberitalische Kirchen. 
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indem ihr Raum noch zu den Seitenschiffen gehört; hohe Oryptn. auf 
Säulen mit romanischen Capitälen; ihr Eingang ein Lettuer von ge- 
raden Steinplatten auf Saulchen, deren vordere Reihe auf Stützfiguren 
(Zwerge auf Löwen) ruht. Hinten drei Tribunen. Der Oberbau neuer. 
Das Detail durchgängig befangen, doch nicht roh. 
Der Dom von Crem 011a, XII. Jahrhundert. a 
Der Dom von Piacenza, begonnen 1122, erhielt im XIII. Jahr-b 
hundert eine Erhöhung, welche sich schon von aussen durch den Back- 
stein im Gegensatz zum Marmor des Unterbaues kundgiebt. Innen 
macht jetzt das Hauptschiif den Eindruck einer französischen Kirche 
des Übergangsstylcs; man hatte für nöthig gefunden, die alten (Säulen 
oder) Pfeiler zu schweren Rimdsäizlen zu verstärken; je zweien ihrer 
Intervalle entspricht nun eine Abtheilung des hohen Kreuzgewölbes. 
Die Lösung der Kuppelfrage ist hier viel weniger gelungen als in Pisa; 
die Kuppel entspricht  sehr unharrnonisch  zweien Schiffen des 
dreischifiigen Querbaues, welcher übrigens mit dem pisanischen die 
halbrunden Abschlüsse gemein hat. Unter dem Chor eine weitlauiige 
fünfschülige Grypta mit dreischifiigcm Querbau; die Kreuzung ist durch 
eine Lücke markirt, die vier Säulen entsprechen würde. 
Der Dom von Parm a, ein Bau des XII. Jahrhunderts, mit ge- c 
gliederten Pfeilern, einschifügem Querbau (der in Nischen schliesst), 
und hoher weiter Crypta, erhielt, wie es scheint, im XIII. Jahrhun- 
dert einen höhern Oberbau wie der Dom von Piacenza, doch ohne 
dabei seine innere Galerie einzubüssen wie dieser. Das Detail der 
alten Bestandtheile erscheint durchgängig, zumal in der Crypta, noch 
sehr unentwickelt. Der Anblick von der hintern Seite vorzüglich he- 
deutend. 
Am Dom von Ferrara gehören dem Urbau von 1135 nur nochd 
der untere Theil der Fassade und die beiden Seitenfasgaden am Die 
letztern sind vorherrschend (die nördliche fast ganz) von Backstein; 
eine obere Galerie, mit birnförmigen Gicbelehen über den je vier und 
vier zusammengehörendcn Bogen entspricht zwar nicht der weiter un- 
feu angebrachten, WO je drei Bogen von einem grössern Bogen einge- 
fasst sind, ist aber doch wohl ebenfalls aus dem XII. Jahrlumdert.  
Chor und Thurm Renaissance; das Innere vollständig (und zwar nicht 
schlecht) modernisirt. Der Oberbau der Hauptfassade ist eine wun-
        

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