Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1072589
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Romanische Architektur. 
Kirchen von Lucca. 
Oampanili, sowohl die marmornen als die backsteinernen, ohne beson- 
dere Ausbildung. 
a S. Giovanni, XII. Jahrhundert; die Capitäle meist aus dem 
Mittelalter, doch gut den römischen nachgeahmt; an das linke Quer- 
schift" lehnt sich ein uraltes, zur gothischen Zeit nur umgebautes vier- 
eckiges Baptisterinm. Aussen einfach, von der Fassade nur die Thiir alt. 
h S. Maria forisportam, XII. Jahrhundert; eine der bessern, 
mit Querschiß und Kuppel; die Capitäle der Säulen hier meist antik; 
nach alter Weise etwa in der Mitte der Reihe ein Pfeiler statt einer 
Säule. 
c S. Pietro Somaldi, Fassade vom Jahr 1203; backsteinernes 
Campanile; das Innere modern. 
d Der Aussenbau von S. Micchele (Vgl. S. 86, d): die Chemische 
reich und gut, die Fassade dagegen (XIII. Jahrhundert) mit absicht- 
licher Übertreibung des pisanischen Princips stark über die Kirche 
vorragend, spielend reich; das ganze Erdgeschoss um eines vermeint- 
lich höhern Effectes willen nicht mit Wandpilastern, sondern mit vor- 
gelehnten Säulen bekleidet, die sich verjüngen und damit ilnförmlich 
hoch erscheinen. 
Kleinere Kirchen, zum Theil nur mit einzelnen alten Bestandthei- 
elen: S.Giusto, S. Giulia, S. Salvatore, S. Vincenzo etc. Der 
fÜbergang ins Gothische: Fassade von S. Francesco. 
g Über S. Frediano vgl. S. 86, c. "Was aus dem XII. Jahrhundert 
ist, scheint Nachbildung von älterm und weicht von dem pisaniscli- 
lucchesischen Styl ab. 
h Endlich die altern Theile des Domes: die Fassade, von Guidetto 
1204, empfinduzigslos reich; die Galerien auf einer dreibogigen Vorhalle 
ruhend, deren Inneres im Detail schon mehr gereinigt erscheint. Dann 
das Äussere des Chorbaues und Querschiffs, sehr edel und gemässigt 
(auch in der Incrustation); durch die Höhe des Querschiffes ein impo- 
santer Anbliek. Der Glookenthurm mit regelmiissig zunehmender Fen- 
sterzahl, wie der von Siena. 
In andern Städten Toscanzüs: 
Der Dom von Prato, angefangen im XII. 
Jahrhundert, hat aus
        

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