Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1072412
Spätere Baptisterien. 
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nahe dabei stand, gewöhnlich zu Grunde. Es mögen hier noch einige 
der spätern und spätesten genannt werden: 
Dasjenige am Dom von Torcello (1008), einfaches Octogoxra 
(Der Dom selbst eine schlichte Basilica.)  
Vor dem Dom von Novara ein Baptisterium, das wie so mancheb 
Bauten dieser Gegend wohl mit Unrecht in die alte Langobartlenzeit 
versetzt wird; unten, wenn ich mich recht entsinne, Nischen ringsum. 
Eines beim Dom von Asti, mit engem Mittclbau und breitem c 
Umgang. (XI. Jahrhundert.) 
Neben der Hauptkirche von Chiavenna ein für uralt geltendes,d 
iiberweisstes Achteck. 
Ein Baptisterium war auch die Rundkirche mit Umgang, welche e 
jetzt zu S. Stefano in Bologna gehört. Der Complex von sieben 
IKirchen, welche hier in verschiedenen Zeiten zusammen gebaut wor- 
den sind, bietet dem Alterthumsforscher ein so angenehmes Problem, 
dass Wir demselben die Freude der eigenen Entdeckung in Betreff der 
Baufolge nicht stören wollen. Irgend einen besondern architektonischen 
oder auch malerischen YVerth haben diese geringfügigen Gebäude nicht. 
Dem ersten Jahrtausend gehört nur das besagte Baptisterimn an; das- 
selbe erhielt aber im XII. Jahrhundert durch ein eingebautes heiliges 
Grab eine neue Bestimmung, musste im Verlauf der Zeit durch Back- 
steinsiiulen (die man neben die alten Marmorsäiulen stellte) gestützt 
werden, und verlor vor etwa 50 Jahren die lezten Reste seiner alten 
innern Kuppelbemalung. Ein oberer Umgang ist längst vermauert und 
unsichtbar.  Ein kleiner anstossender Klosterhof ist nur durch die 
Formwidrigkeit seiner untern Stützen interessant. 
Das Baptisterium von Padua, runder Oberbau auf viereckigemf 
Untersatz; XII. Jahrhundert, von hübscher Wirkung. 
Das Baptisterium von Oremona (1167). g 
Während bei den bisher genannten die Eiussere Decoration höch- 
stens aus den einfachen WVandstreifen und Bogenfriesen des romani- 
schen Styles besteht, so macht das achtcckige Baptisterium von Parma. h 
(XII. und XIII. Jahrhundert) einen Übergang in die plastische De- 
taillirungsweise toscaniseher Wandflächen. Nur ist der Versuch  
mit Waudbogen am untern Stockwerk und fünf Reihen Wandsäulchen 
darüber  nüchtern und spielend zugleich ausgefallen. Das Innere
        

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