Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1072338
Römische Basiliken des IX. bis XIII. Jahrhunderts. 
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legene, jetzt fast unterirdische Pfeilerhalle soll vom heil. Sylvester zur 
Zeit Constantixis als Kirche erbaut sein, Woran zu zweifeln ist. 
S. S aba (wahrscheinlich IX. Jahrhundert) mit räthselhaften An- a 
bauten und doppelter Vorhalle. 
S. Prassede (IX. Jahrhundert), ein merkwürdiger Versuch, inb 
das Organische einzulenken; grosse Backsteinbögen überspannen das 
Mittelschiff; dazwischen je drei Intervalle und zwei Säulen mit gera- 
dem Gebälk. Der Vorbau, sehr entstellt, hat doch noch seinen klei- 
nen Aussenporticus. 
S. Nic col ö in Cnrcere, aus unbekannterZeit; merkwürdig durchc 
die hineinverbauten Reste dreier Tempel. (Neuerlich fast von Grund 
aus restaurirt.)  S. Bartolommeo auf der Tibcrinsel (um 1000) d 
hat fast nichts Ursprüngliches mehr als die Siiirlen. 
S. Clemente, in seiner jetzigen Gestalt aus dem XII. Jahrhun- e 
dert, ist als Basilica. unbedeutend, aber durch die vollständige Erhal- 
tung der Vorhalle und der Anordnung des Innern (Chorus, Lesepulte, 
Altar und Schmuck der Nische) von classischem Werthe. Das Ran- 
kenwerk der Apsis, hier auf Goldgrund, ist indess nur ein Nachklang 
des unten zu erwähnendcn, in der Vorhalle des lateranischen Bapti- 
steriums. 
S. Maria in Trastevere (XII. Jahrhundert) mit geradem Ge-f 
bälk auf migleichen Säulen (vgl. S. 27) und mit erhöhtem Querschiü; 
mit historisches Architekturbild von grosser Wirkung, zumal im Nach- 
als tagslicht. 
S. Cris o g on o (XII. Jahrhundert), dessgleichen mit geradem Ge- g 
biilk; trotz starker Erneuerungen ein- edler Raum, der den Basilikßn- 
hau von der guten Seite zeigt. 
Der Neubau von S. Lorenzo fuori le mnra (Anfang desh 
XIII. Jahrhunderts), welchem der alte Bau als Chor dient;  eben- 
falls gerades Gebälk; bedeutende Dimensionen; ohne Zweifel ein Werk 
der iiussersten Anstrengung, weil es sich um eine der Patrierchalkir- 
chen handelte, und somit maassgebeud für die römische Kunst unmit- 
telbar nach Innocenz III.  Die Vorhalle sehr geräumig und für star- 
ken Besuch berechnet.  
Wie Wenig man sich aber zu helfen wusste, wenn keineßiiulen 
mehr vorräthig Waren, zeigt die gleichzeitige Kirche SS. Vincenzoi 
6er
        

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