Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
M - Z
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl Seubert, A.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1058030
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067154
Winter, J ohann Wilhelm  
 Winterhalter, Franz Xaver. 
881" 
lernte er die Kunst bei Müller und Engelhard in München und malte hier und 
in Augsburg schöne Porträts von Patriziern. 1744 wurde er Hofmaler des Kaisers 
Karl VIL; später führte er Fresken auf dem Lustschlosse des Kurfürsten von Köln 
in der Nähe von Bonn aus und starb 1770. 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Winter oder Windter, Johann Wilhelm, Kupferstecher, geboren zu Nürnberg 
um 1696. Er ist nicht nach Verdienst geschätzt und hat wirklich einige schöne Bild- 
nisse gestochen. Wir nennen: Maria Ebnerin nach Kleinert, Sophie Elisabeth 
Gräfin von Reuss-Plauen nach Müller, Jakob Wilhelm v. Imhoif nach Decker, 
Joh. Bapt. Homann nach Kenkel, Friedrich Ernst Finkler nach Hirschmann etc. 
Er starb 1765. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Winter, Joseph Georg, Maler und Radirer, geboren zu München 1730 (n. A. 
1720). Er war der Sohn und Schüler Johann Georgs und malte Anfangs Cartons 
für die Münchener Teppichfabrik, warf sich aber bald auf die Kupferstecherkunst, 
Wßbei 61' Ridinger und Hollar zum Muster nahm. Besonders gelangen ihm Tusch- 
zeichnungen und Radirungen von Jagdthieren, wesshalb er auch 1734 Hof- und 
Jagdkupferstecher wurde. Zu seinen besten Blättern werden gerechnet: das  l 
Aufsetzen und das Wachsthum der Hirschgeweihe, 6 grosse Hirsche mit sel- 
tenen Geweihen, Hirschgarten und Schleisheimer Hirschplan. Er starb 1789. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Winter, Raphael, Maler und Radirer, geboren zu München im Jahr 1784. Da 
sein Vater Joseph Georg frühzeitig starb, führte ihn sein Stiefvater Metten- 
leiter in die Kunst ein. Er malte und radirte hauptsächlich Thiere , bereiste Italien, 
richtete in Rom eine lithographische Anstalt ein und wurde in der Folge Inspektor 
der königl. bayrischen Lithographischen Anstalt. Später bereiste er Italien zum 
zweitenmal. Seine Radirungen und Lithographien sind sehr geschätzt. Wir nennen: 
12 Blätter Thierstudien, wilde und zahme Thiere in Landschaften (6  Schafe 
und Ziegen in Landschaften (6  Anleitung zum Thierzeichnen (12 Bl. Litho- 
graphien). 
Literatur. Brulliot, Dictionnuire des Monogrammes 1.  Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon.  
Wintergerst, Joseph, Maler, geboren zu Eliwangen (n. A. zu Wallerstein). Er 
war Anfangs Zeichenlehrer an der Kantonalschule zu Aarau , dann Professor in Ell- 
wangen. Von dem edeln Streben beseelt, der wahren Kunst gegenüber dem thea- 
tralischen Wesen der zu Anfang des Jahrhunderts herrschenden französischen Schule 
Eingang zu verschaffen, componirte er biblische und romantische Bilder, worunter 
besonders das Scheiden der Ritterzeit und die Versöhnung Ludwigs des Bayern mit 
Friedrich dem Schönen als wahrhaft poetische Leistungen anerkannt wurden. In der 
Folge wurde er Professor zu Düsseldorf und schuf noch mehrere Bilder im Styl der 
älteren italienischen Meister, wie auch Genrestücke romantischer Art. Er war In- 
spektor der Düsseldorfer Gallerie. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Winterhalter, Franz Xaver, Lithograph und Maler der Gegenwart in Paris, 
geboren zu St. Blasien im Schwarzwald im Jahr 1803. Seine erste künstlerische Aus- 
bildung erhielt er in München, studirte dann unter Stieler das Porträt, sah sich 
aber des Broderwerbs wegen gezwungen zu lithographiren. Seine Arbeiten nach 
Tilborgh, Maratti, Overbeck zeigten Uebereinstimmung mit dem Original, feste 
Zeichnung und physiognomischen Ausdruck. Nach seiner Uebersiedlung nach Karls- 
ruhe (1832) hatte er das Glück, den Grossherzog Leopold malen zu dürfen, wübei 
sich sein Talent für die Porträtirung unverkennbar offenbarte. Er wurde nun badi-  
scher Hofmaler und durfte sich in Paris und Italien weiter ausbilden. Der Aufent- 
halt in dem letzteren Lande veranlasste ihn zu einer Reihe Genrebilder , in welchen 
sich südliche Gluth, Reiz der Beleuchtung und Färbung, Amnuth und Geschmack 
kuudgibt. Eines seiner ersten Bilder in diesem Genre war (1835) das Mädchen von 
Ariccia, dann folgte das Dolce farniente"', eine Fischerfamilie in der Mittagsgluth, 
" Abgebildet in den Denkmälern der Kunst. Atlas zu Kuglers Handb. der Kunstgesch. 'l'af.128, Fig 4. 
Müller, Künstler-Lexikon. m. 56
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.