Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
M - Z
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl Seubert, A.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1058030
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1064650
Suc  
 Sueur, Jacques Philippe le. 
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S110, Bildhauer der Gegenwart in Nantes. Im Jahr 1842 machte er sich zuerst 
durch die Bronzestatue des Reisenden Caillie bekannt. Hierauf folgte (1843) die 
Melancholie in Gestalt einer nackten Frau, welcher man allgemeine Uncorrectheit 
verwarf, wogegen seine später gefertigte Statue der Unschuld ein entschiedenes Ta- 
lent zeigte. Er ist ein Schüler von Hubac. 
Literatur. Cottnfsches Kunstblatt 1842.  Revue des deux mondes 1844. 
Süss, Gustav, Zeichner und Maler der Gegenwart in Düsseldorf. Dieser ge- 
schickte Künstler ist besonders durch seine artigen Zeichnungen für Kinderbücher 
bekannt; wie die zu: Swinegels Reiseabenteuer 1852 , Frühlingsbilder 1858, Hann- 
chen und die Küchlein 1859, Kinderhimmel 1853. Als Maler hat er Hühner, Störche, 
Enten in komischer Weise dargestellt. 
Literatur. Dio_skuren 1860.  Nagler, Die Monogrammisten S. 
Süssmaier, Maler der Gegenwart. Er begann 1847 im Dom zu Speyer das Fresco- 
malen und zeigte dabei gute Talente. Im Jahr 1849 beschloss er seine dortigen 
Arbeiten. Von ihm ist namentlich der heil. Stephan vor dem hohen Rathe nach dem 
Carton von Cl. Schraudolph im südlichen Seitenchor und die Vision des heil. Bern- 
hard im nördlichen (die zwei Hauptfiguren von J. Schraudolph). 
Literatur. Der Kaiserdom und seine Gemälde. 
Sueur, Eustache le, Maler, geboren zu Paris im Jahr 1617. Sein Vater, ein 
Dreher, leitete den ersten Unterricht Eustache's, worauf er in die Schule des 
Simon Vouet kam, in welcher er rasche Fortschritte machte. Doch waren es vor- 
züglich die Meisterwerke der Italiener in Paris, besonders RaphaePs, die ihn zum 
grossen Maler heranbildeten, obschon er Italien selbst nicht besuchte. Anfangs der 
Bruderschaft der Malermeister angehörig, trat er bei Gründung der Akademie (im 
Jahr 1648) in diese. Unter Anderem malte er um diese Zeit sein berühmtes Mar- 
tyrium des heil. Lorenz. Etwas später schmückte er den Palast Lamberts von 
Thorigny mit Darstellungen aus dem Leben Amors (jetzt im Louvre), die zwar etwas 
unbedeutend in der Composition, aber von seltener Anmuth und Einfachheit in den 
Motiven, warm und klar in der Färbung und weich und zart in der Malerei sind. 
Dazwischen malte er für das Louvre, das Haus Fieubet, besonders aber (1645) für 
das Karthäuserkloster zu Paris; für das letztere das Leben des heil. Bruno in 22 
Bildern (jetzt im Louvre), die durchaus correct gezeichnet und von einem wahren 
und tiefen Gefühl belebt sind, während der Ausdruck bei mehreren ergreifend, Öle 
Färbung zwar etwas schwach aber weich und harmonisch, die Haltung würdig er- 
scheint, bei andern dagegen zu wünschen übrig lässt. Im Allgemeinen sind Seine 
Werke mehr edel, warm und fein als energisch, mehr einfach und wahr als drama- 
tisch. Lesuenr hatte viel durch Neider zu leiden und starb schon 1655 zu Paris. 
Der grösste Theil seiner Bilder wurde von den bedeutendsten Stechern Frankreichs 
verewigt. Ausser den obgenannten befinden sich noch folgende Hauptbilder von ihm 
 im Louvre: der englische Gruss, die Messe, die Erscheinung der heil. Scholastica, 
die Predigt Pauli, Christus mit dem Kreuz, die Kreuzabnahme etc. Andere sind in 
Marseille, Lyon, Rennes, Bordeaux, Nimes, Berlin, St. Petersburg (7) , Brügge], 
München. Seine drei Brüder: Pierre (geb. 1608), Antoine (geb. 1612) und Phi- 
lippe (geb. 1612) waren gleichfalls Maler, jedoch nur gewöhnliche Nachahmer 
Eustaches Er selbst hat ein Blatt radirt; aber eine unglaubliche Menge Zeich- 
nungen und Studien hinterlassen. 
Literatur. Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Frankreich.  Hub", Handbuch für 
Kimstllebhaber 7.  Lejeune, Guide de Yamateur.  Villot, Notice des tablaaux du Musee du 
Louvre.  Waagen, Kunstwerke und Künstler in Paris. 
Sueur, Hubert le, Bildhauer des 17. Jahrhunderts. Er fertigte viele Bronzegüsse 
für König Karl I. von England, namentlich die Reiterstatue dieses Königs, eine 
Büste desselben und eine Statue des Herzogs Philipp von Pembroke. Die letzteren 
befinden sich jetzt in der Gemäldegallerie der Universität Oxf61-d_ 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Kruse, Kunstgeographie, 
51131113 Jacques Philipps le, Bildhauer, geboren zu Paris im Jahr 1759. Er er- 
lernte die Kunst an der dortigen Akademie, gewann 1780 den grossen Preis und
        

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