Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
M - Z
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl Seubert, A.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1058030
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1063666
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Seyffer  
 Sharp , William. 
Seyifer, August, Zeichner, Maler und Kupferstecher, geboren zu Lauifen am 
Neckar im Jahr 1774. Er erhielt seine erste Ausbildung in Stuttgart, ging dann 
aber nach Wien, wo er sich durch eine Folge von sechs radirten Landschaften einen 
Namen machte. Später stach er einige grosse und reiche Landschaften aus der Um- 
gebung von Stuttgart und Tübingen in Woolletts Manier mit grosser Sicherheit, 
wurde Hofkupferstecher und Inspektor der Kupferstichsammlung in Stuttgart. In 
den dreissiger Jahren sah man von ihm ileissig ausgeführte Aquarelllandschaften von 
grosser Naturwahrheit und malerischer Behandlung auf den Stuttgarter Aus- ß f 
stellungen (1s3o_1s39). Er am. 1845. - - JE, 
Literatur. Cottabches Knnstblatt 1830-1839.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Seyifert, Heinrich, Maler der Gegenwart in Berlin. Er malt vorzügliche Minia- 
tur- und Oelporträts , besonders fürstlicher Personen und sonstiger Notabilitäten. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlorlexikon. 
Seyffert, Johann Gotthold, Kupferstecher, geboren zu Dresden im Jahr 1760. 
Im Zeichnen war Casanova, im Kupferstich der ältere Stölzel sein Lehrer. Für 
Casanovafs Kunstvorlesungen, die leider nie in Druck erschienen, hatte er viele 
Platten gestochen. Später bediente sich Hofrath Becker seiner vorzüglich bei der 
Herausgabe des Augusteums, wo unter den 153 Kupfertafeln, die dieses Schöne 
Werk umfasst, das schönste Kupfer, der Athlet, und sämmt-liche Basreliefs, Werke 
seines kräftigen Grabstichels sind. Besonders schätzenswerth war er als Lehrer. E1- 
war nämlich Professor, Unterlehrer und Inspektor der Akademie und der akademi- 
sehen Säle zu Dresden. Seit er im Jahre 1814 die Verwaltung dieses Lehrer- und 
Aufseheramts erhielt, musste er auf die Kupferstecherkunst ganz verzichten und eine 
grosse Platte, die in Paris bei den Herausgebern der „vie de Napoleon" in Kupfern 
gewiss einer guten Aufnahme sich erfreut haben würde, blieb seitdem unvollendet. 
Er starb im Jahr 1824. 
Literatur. Neuer Nekrolog der Deutschen. 
Seymour, James, Pferdemaler, geboren 1702 in London. Er war der Sohn eines 
Londoner Banquiers, welch' letzterer die Malerei zu seinem Vergnügen trieb. E1- 
malte die berühmtesten Renner meisterhaft, indem er ihr Feuer und das Charak- 
teristische ihrer Bewegungen aufdas Täuschendste darzustellen wusste. Er starb l752_ 
Literatur. Fiorillo, Geschichte der zeichnendeu Künste.  
Sezenius, Valentin, Kupferstecher des 17. Jahrhunderts- Man kennt von ihm 
einige sehr fein gearbeitete Blätter mit den Jahrszahlen 1620 und 1626. Er scheint 
eher Deutscher als Italiener gewesen zu sein. 
Literatur. Brulliot, Dictionnairo des Monogrammes 2.  Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon, 
Sharp, T., Bildhauer der Gegenwart in London. Er fertigt besonders sehr ähn- 
liche Büsten. Unter seinen übrigen Werken sind hervorzuheben: der erste Spiegel 
(Marmorstatuette) , Flora, Bacchantin (Marmorbüsten) . Tänzerin (Gipsstatuette), 
Non Angli sed Angeli (Gypsgruppe) und besonders der durch eine Eidechse er- 
schreckte Knabe (Marmor), der, obschon der Knabe hässlich ist, durch die Wahr- 
heit in der Bewegung und die Naivetät im Umriss auf der Pariser Ausstellung von 
1855 alle Blicke auf sich zog. 
Literatur. Revue des deux mondes 1855. 
Sharp, William, Kupferstecher, geboren zu London im Jahr 1749 (n. A. 1746). 
Er erlernte die Kunst Anfangs bei Barak Longmate und stach auf Zinngeschirr. 
Sein erster Versuch im höheren Genre war der Stich des alten Löwen Hektor im 
Tower, dann stach er nach Stothards Zeichnungen für das Novellisten-Magazin. 
Hier machte er sich bald als ein ausgezeichneter Künstler und würdiger Nachfolger 
Wo olletts bemerkbar. Nach Andern soll er durch West im Zeichnen und Barto- 
lozzi im Stechen mit dem Grabstichel unterrichtet worden sein. Jedenfalls folgte er 
diesen Künstlern nicht, sondern ging seinen eigenen Weg, den des Genies. Er hielt 
sich nicht an die bisherige regelmässige Methode, sondern suchte den Pinselstrich. 
überall genau nachzuahmen. Hiedurch erreichte er grosse Erfolge, wich aber auch 
zuweilen von der Natur ab. Was den Ausdruck der Köpfe anbelangt, so hat es ihm 
Niemand zuvorgethan; in der Gewandung war er geringer. Englischer Akademiker
        

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