Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
M - Z
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl Seubert, A.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1058030
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1062075
Rueger  
 Rugendas, Georg Philipp. 
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"Familiengemälde aus der Umgegend von Rom". Seine Genrebilder erscheinen geist- 
reich aufgefasst und gut ausgeführt. 
Literatur. Raczynski , Geschichte der neueren deutschen Kunst.  
Rueger, Karl Gottlob, Miniaturmaler, geboren zu Anuaburg im Jahr 1761. Er 
malte für die Porzellainfabriken in Gera und Volkstädt, radirte und stach in Kupfer 
und zeichnete hübsche Landschaften nach der Natur. Im Jahr 1'789 gab er ein 
Taschenbuch für Maler und Zeichner, 1793 einen vollständigen Kursus der Zeichen- 
kunst, 1794 den Zeichenineister mit Kupfern heraus. Er starb im Jahr 1799 zu 
Camsdorf. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Küustlerlexikon. 
Ruel , Johann Baptist de, Maler, geboren zu Antwerpen im Jahr 1634. Er 
kam als Sänger an den Hof des Kurfürsten von Mainz, wurde dort durch Johann 
Thomas, genannt Ipenaer, zu einem tüchtigen Historien- und Porträtmaler aus- 
gebildet und liess sich in der Folge zu Würzburg nieder, wo er viele Altarbilder und 
Porträts malte. Er starb 1685, nach Andern 1715. 
Literatur. Brulliot, Dicticnnaire des Monogrammes 2.  Deutsches Kunstblatt 185i.  
Rueland , Marine. , geborene Dorfmeister, Kunststickerin , geboren zu Wien 
im Jahr 1733. Ein grosser Fleiss , Kunstgefühl und Geschmack hoben ihre Arbeiten 
bald zu wirklichen Kunstwerken. iSie arbeitete besonders Kirchengewänder für die 
griechische Gemeinde, so dass viele von ihren Arbeiten nach Russland gingen. Unter 
ihnen werden besonders gerühmt: die vier Evangelisten, der Apostel Andreas (auf  
Gewändern), die Geburt der Jungfrau (1779 auf einer Tapete). Sie war Lehrerin 
der Gemahlin Franz II. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Ruelle, Claude de 1a, Zeichner und Maler um 1611 zu Nancy. Er war Hofmaler 
der Herzoge von Lothringen und ist durch die Zeichnungen mit schön und geistreich 
gruppirten Figuren bekannt, die er zu den Kupferwerken über das Leichen- 63-83, 
begängniss des Herzogs Karl III. und die Huldigung Heinrichs II. lieferte, c 11W 
welch" letztere Fr. Brentel radirt hat. 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes 2.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  
Nagler , Die Monogrammisten. 
Ruif, H., Bildhauer der Gegenwart in München. Auf der Münchener Kunstaus- 
stellung 1853 waren von ihm: ein einen Blumenkorb tragender Kinderengel und die 
Statuetten des Dichters Halm, C. v. Binzers und eines Minnesängers, deren zierliche 
Modellirung und verständige Behandlung gerühxnt wurden.  
Literatur. D eutsches Kunstblatt 1853.  Grosse, Die Kunstausstellung zu München im Jahre 1858. 
Rugendas, Georg Philipp, Maler und Kupferstecher, geboren zu Augsburg im 
Jahr 1660. Sein Vater, ein geschickter Uhrmacher, wollte ihn Anfangs in seiner 
Kunst heranbilden, da er aber die ausgesprochene Neigung des Sohnes für die Kunst 
sah, gab er ihn bei dem Maler Fischer in die Lehre. Nach fünf Jahren componirte 
er bereits selbst; Bourgignon, Lembke und Tempesta waren seine Vorbilder. 
Am Gebrauch seiner rechten Hand durch einen mechanischen Fehler gehindert, übte 
er sich mit der linken, doch gelangte er durch die Kraft der Natur wieder zum Ge- 
brauch der ersteren. Im Jahr 1692 ging er nach Venedig, wo sich Molinaro seiner 
annahrn, und sodann nach Rom, wo er bis zum Tode seines Vaters eifrig studirte. 
Nach seiner Rückkehr liess er sich zu Augsburg nieder und malte und stach hier 
zahlreiche Bilder, ohne einen entsprechenden Lohn dafür zu finden. Die Belagerung 
von Augsburg gab ihm Gelegenheit, die verschiedenen Gefechtsmomente in der Nähe 
zu sehen, und er setzte sich wirklich behufs des Studiums den grössten Gefahren 
aus. Er starb im Jahr 1742.  Unter den Schlachtenmalern nimmt er einen ehren- 
vollen Platz ein; seine Zeichnung ist fest und correct, seine Composition reich, voll 
Feuer und Leben, und doch wohl geordnet, dabei von ernster, oft grossartiger Hal- 
tung, sein Colorit anmuthig. Man unterschied drei Perioden bei ihm; in der ersten  
wiegt das Colorit, in der zweiten die Zeichnung vor, in der dritten sind beide har-  
monisch verbunden. In der Schwarzkunst hat er gleichfalls Tüchtiges geleistetKEPR 
namentlich sind es Jagd- und Schlachtenstiicke , die er stach, und in denen sich sein QÜÄ 
langjähriges Studium der Natur glänzend kundgibt. Seine drei Söhne: Georg "o3
        

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