Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1052388
Fonxäßü 
Foppa. Vincenziovdvr Minare- 
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stände- aus der heil. Schrift darstellend, bekannt, die mit den Buchstaben V. F. be- 
zeichnet sind und wohl von ihrer Hand herrühren könnten. Sie befinden sich in 
einer alten lateinischen Bibel. 
Fontebasso , Francesco, ein Maler aus Venedig, geb. 1709, gest. 1769, war ein 
Schüler von Se b. Ricci, und, trotz mancher Härte in seinen Bildern, doch zu seiner 
Zeit in seiner Vaterstadt und den benachbarten Städten berühmt.  
Fontebuoni, Anastagio, Maler, geb. zu Florenz, aber meistens zu Rom thätig, 
woselbst er auch unter dem Pontificat Paul V. (reg. von 1605-1621) jung starb, 
war ein Schüler von Passignano. Eines seiner belobtesten Werke sind zwei Scenen 
aus dem Leben Maria in S. Giovanni zu Florenz.  Er hatte einen Bruder 33142010111.- 
meo, der auch Maler war, sich aber später, in den Jesuitenorden einkleiden liess, 
mit einer Mission nach Goa reiste und in Bengalen starb. 
Fontenay, Alexis de, ein der Gegenwart angehöriger Landschaftsmaler zu Paris, 
ein Schüler von Watelet und Hersent, der sich durch seine Bilder von geistvoller 
Auffassung, grosser Naturwahrheit und meisterhafter Technik einen Namen erworben. 
Fontenay, Jean Baptiste Blein de, ein trelflicher Blumenmaler, geb. 1654 zu 
Caen, gest. 1715 zu Paris, bildete sich unter Monnoyer zu einem so tüchtigen 
Künstler in seinem Fache aus, dass Ludwig XIV. alle königl. Zimmer, die Paläste 
von Versailles, Marly, Compiegne und Fontainebleau durch ihn mit Blumen- und 
Fruehtgemälden, Guirlanden u. s. w. schmücken liess. 
Fontenay, Louis Henri de, Genre- und Porträt-maler, geb. 1800 zu Amsterdam 
als der Sohn eines französischen Emigrirten, lernte bei J. Smies. Er malt treifliche 
Scenen aus dem häuslichen Leben und sehr ähnliche Miniaturbildnisse. Im Jahr 1823 
malte er zu Haag den König und mehrere andere Mitglieder des königl Hauses, und 
seine Bildnisse fanden so grossen Beifall, dass er 1824 zum Hofmaler ernannt wurde. 
Fontyn, Pieter, Maler, geb 1773 zu Dordrecbt, gest. 1839 ebendaselbst, erlernte 
die Malerei bei P Hofmaxi und Willem van Leen, und erwarb sich durch Seine 
Bildnisse in Oel und en miniature, sowie durch einige hübsche Darstellungen aus dem 
häuslichen Leben in seiner Vaterstadt und Umgegend einen nicht unbedeutenden Ruf. 
Foppe, Ambrogio , genannt Garradosso, ein Bildhauer, Goldschmied und Medail- 
leur aus Pavia, der um 1500 arbeitete, theils in seiner Vaterstadt, theils zu Rom 
thätig und wegen Seiner getriebenen Arbeiten seiner Zeit sehr gerühmt wurde. Auch 
seine Medaillen, worunter man vorzüglich einer auf den Baumeister Lazzari gedenkt, 
wurden geschätzt. 
Foppa, Vincenzio, der Aeltere, ein Maler aus Brescia, der in der zweiten 
Hälfte des 15. Jahrhunderts zu Mailand blühte und für den Gründer der älteren 
ÖOTÜEQ" Malerschllle gehalten wird. Er wird schon in der ersten Ausgabe des 
LGXikOIYS VQII Ambrßgiß Calepino vom Jahr 1505 unter dem Namen Vincentius 
Brixianlls nßbßt Gio Bellini und Leonardo da. Vinci als einer der ausgezeich- 
netsten Maler gepriesen und muss seiner Grabschrift in_ der Kirche S.Barnßba Zll 
Brescia zufolge: EXCELLENTIS. AC. EXIMII. PICTORIS. M. VINCENTII. DE. 
FOPPIS. CI. BR. MCCCCLXXXXIII um 1493 (nach Lanzi steht auf jener Gmb- 
schrift die Jahrszahl 1492) gestorben sein. Das Jahr seiner Geburt ist nicht bekannt. 
Als eines seiner frühesten Gemälde wird ein kleineres Temperabild erwähnt. dßS 
Christus am Kreuz zwischen den beiden Schächern darstellt und mit vieler Liebe und 
einem für die damalige Zeit wahrhaft seltenem Studium der Verkürznngen gemalt 
sein soll. Es befindet sich in der Akademie Carrara zu Bergamo und ist bezeichnet: 
MCCCCLVL. (beschädigt) mensis Aprilis Vicencius Brixiensis fecit. Das 
schon von Lomazzo erwähnte Frescobild eines heil. Sebastian und dreier nach ihm 
schiessenden Schützen, ehemals in der Marienkirche der Brera. zu Mailand, befindet 
ßlnh noch wohl erhalten in der Pinakothek dieses Gebäudes. Es zeigt sich darin ein 
Sfßeligen nach naturgetreuer Darstellung und wichtigen Verkürzung-eh; die Verhält- 
msse des Körpers sind richtig beobachtet, die Köpfe nicht ohne Wahrheit des Aus- 
ÄnWkS. allein es Behbt dem Künstler doch noch an Schärfe der Zeichnung, an gründ- 
licher Kenntniss des Modellirens, Seine Gestalten sind noch steif in den Bevsregwlngen,
        

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