Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1052187
Fladager 
Flundin. 
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lich für das Münchner Galleriewerk, z. B. die heil; Barbara, nach B. Holb ein; Wil- 
helm Wolfgang, Herzog von Neuburg, mit der grossen Dogge, nach van Dyck; 
die fälschlich so genannten "Ulrich Hatten" und" "Franz von Sickingen" (bekanntlich 
Bildnisse von zwei Brüdern aus der Patrizierfamilie Baumgärtner), nach A-lbr. Dürer 
u. s. w. einen geachteten Namen erworben.  
Fladager, Ole, ein norwegischer Bildschnitzer, von dem man im Jahr 1854 auf 
der Herrentrinkstube, dem Lokale der permanenten Ausstellungen des Albrecht 
Dürervereins zu Nürnberg  ein ziemlich umfangreiches aus Buchsbaumholz geschnitz- 
tes Porträtmedaillon Thorwaldsems, ein Werk von hoher Vollendung, sah. 
Flamen, Albert, ein Maler und Kupferätzer, der um 1620, nach Einigen in 
Flandern, wesshalb er sich Flamen geschrieben haben soll, nach Anderen zu Paris 
geboren wurde, jedenfalls aber in den Jahren 1648-4664 in letzterer Stadt arbeitete. 
Einen Namen hat er sich indessen nur durch seine Blätter, bestehend in Landschaften, 
Figuren, Vögel und Fischen, die er nach eigenen Zeichnungen radirte, erworben. Seine 
Figuren sind indessen nicht correkt gezeichnet, auch ging ihm das Talent ab, sie 
gut zu gruppiren. Besser sind seine Landschaften , doch sind auch hier die Formen 
der Bä-ume und die Abstufungen von Schatten und Licht zu tadeln. Besser gelangen 
ihm die Vögel, die er charakteristisch nachzubilden wusste, mit dem grössten Erfolg 
aber, mit einer Naturwahrheit und einer Sorgfalt, die nichts zu wünschen übrig lässt, 
stellte er alle Gattungen von Fischen dar, und diese Blätter sind daher auch seine 
gesuchtesten. Seine mit feiner, netter und leichter Nadel radirten Arbeiten voll- 
endete er mit der kalten Nadel und dem Stiche] in der Art und Weise des W. Hollar. 
Zu seinen besten Blättern, deren man nach Robert Dumesnil und Weigel's 
Nachtrag zu Bartsch's Peintre graveur 601 zählt, und auf denen man zuweilen neben- 
stehende Monogramme findet, rechnet man: eine Reihenfolge von 36 Blättern Meer- 
fische; 24 Blätter Fische im stillen Wasser; 12 Blätter verschiedene Vögel, unter 
dem Titel: Livre d'Oyseaux; 13 Blätter verschiedene Vögel mit dem Titel: Diuersae 
Auium Species u. s. w. (1659); die Aufstellung der Miliz von Paris (1660 und 1662),  
Sämmtliche Blätter mit seinem Namen bezeichnet. .31. 
Literatur. Bartsch, Le peintre graveur.  Robert- Dumesnil, Le peintre graveur frangais. 
Flamenco, Juan, ein Maler, der in den Jahren 1496-1499 für zwei Altäre des 
Chors der Karthause zu Miraflores mehrere Darstellungen aus dem Leben Johannes 
des Täufers, für welche er die Summe von 53545 Maravedis erhielt, ausführte. 
Pass avant (die christliche Kunst in Spanien) glaubt dieselben in drei Tafeln: die 
Geburt des Johannes, die Taufe Christi und die Enthauptung des Täufers darstellend, 
im Museum zu Berlin zu erkennen. Waagen (Deutsches Kunstblatt, Jahrg. 1854 
Nro. 7) schreibt diese Bilder dagegen mit Gründen dem Rogier von der Weyden, 
dem älteren, zu.  Ein Maler Ju an de Flandes, der im Jahr 1509 das Hauptaltar- 
gemälde in der Kathedrale zu Palencia für den Preis von 500 Golddukaten malte, 
ist wahrscheinlich identisch mit Juan Flamenco. 
Flamenco, Miguel el, siehe Amberes, Miguel de. 
Flamm, Albert, ein troiflicher Landschaftsmaler aus Köln, der sich auf der Aka- 
demie zu Düsseldorf und von 1853 an in Italien gebildet. Seine Gemälde Zeißil-Ilßll 
Sich durch die anmut-hige Stimmung und herrliche Auffassung, Charakteristik, har- 
monische Färbung und einen feinen Sinn für correkte Zeichnung aus. 
Flandes, Arnao de, siehe Arnao. 
Flandes, Juan de, siehe Flamenco. 
Flandin, Eugene, ein treiflicher Landschaftsmaler und Zeichner, der Sich be- 
sonders durch seine Zeichnungen zu den grossen Prachtwerken über Persien und 
die _noch vorhandenen Ruinen der vorziiglichst-en Paläste und Heiligthümer des alten 
Ninive, bekannt unter den Titeln: LNQyage en Perse de Eugene Flandin, peintre 
et Pascal Coste, architecte, Pendant les annees 1840P-1841" (6 V01.) und "Monu- 
mfllt de Ninive decouvert et decrit par P. E Botta, mesure et dessine par E. Flan- 
(lln-u (Paris 1849-1850. 5 V01), einen berühmten Namen erworben. Er ist der Sohn 
französischer Eltern, wurde aber in Neapel geboren, machte sich frühzeitig durch
        

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