Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1052169
[Fischer , Karl 
Fischer von Erlach, Johann Bernhard. 
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Müllerstrasse, sowie die Faeade des allgemeinen Krankenhauses, der Palast des 
Prinzen Karl am Eingange des englischen Gartens zu München u. s. w. beweisen. 
Sein Hauptwerk ist das Münchner Theater (eingeweiht 1818), das zwar 1823 nieder- 
brannte, aber grösstentheils nach demselben Plane wieder aufgebaut wurde; nur 
erhielt es beim Wiederaufbau noch einen vaeiteren, den zweiten oberen Giebel. 
Fischer, Karl, ein zu Berlin thätiger rühmlichst bekannter Lithograph, zu dessen 
besten Blättern man zählt: das Bildniss Dante's in jüngeren Jahren, nach einem 
Frescobild Giottos, in der Kapelle des vormaligen Palastes des Podesta zu Florenz; 
das Porträt Beethovens, nach A. v. Klöber; die Auferstehung Christi, nach Begas; 
das Bildniss des Prinzen von Preussen , nach Krüger, und das der Prinzessin von 
Preussen, nach Winterhalter; Grossvaters Liebling, nach Meyerheim; 
Fischer, Marie Anna, Kupferstecherin, die Schwester des Malers Joseph 
Fi s ch er, stach nach eigenen Zeichnungen und nach fremden Meistern, Landschaften 
und Viehstücke, und bediente sich zuweilen nebenstehenden Monogramms zur Be- 
zeichuung derselben. 
Fischer, Reinhard Ferdinand Heinrich , Major und Oberbaudirektor, geb. 1746 
zu Stuttgart, gest. daselbst 1813, erhielt seine erste künstlerische Ausbildung in 
der von Herzog Karl von Württemberg 1761 gegründeten "Academie des arts", 
wurde sodann bei dem Bau des von demselben Regenten errichteten Residenzschlosses 
zu Stuttgart verwendet, und trat später definitiv in herzogliche Dienste. In dieser 
Stellung, in welcher er sich immer mehr in des Herzogs Gunst befestigte, wurde 
er vielfach für die glänzende fürstliche Hofhaltung- sowohl mit Entwürfen von weit- 
läufigen Gartenanlagen, als von Gebäuden auf der Solitude und in Stuttgart beschäf- 
tigt. So entstanden unter seiner Leitung und nach seinen Plänen eine Kirche und ein 
grosser Stall auf der Solitude, die später, jene als katholische Kirche, dieser als 
Marstall in veränderter (jedoch nicht verbesserter) Gestalt nach Stuttgart versetzt 
wurden; mehrere Säle für die Karlsakademie zu Stuttgart (in denen sich jetzt der 
Leibstall und die königl. Handbibliothek befinden); die grossen und prachtvollen Park- 
anlagen mit vielen Gebäuden zu Hohenheim; das Schlösschen und die Gartenanlagen 
zu Scharnhausen; die Alleen und Anlagen in der nächsten Umgebung des Residenz- 
schlosses zu Stuttgart; das 1802 abgebrannte kleinere Theater ebendaselbst; ferner 
eine Menge bedeutender Einrichtungen und Aenderungen in schon bestehenden Hof- 
und Staatsgebäuden in und ausserhalb Stuttgarts, in den herzoglichen Schlössern 
zu Ludwigsburg, Göppingen, Kirchheim, Winnenthal und Grafeneck; endlich viele 
Gebäude für Privaten in Stuttgart. 
FiSOhEI V01! Ellaßh, Johann Bernhard, ein seiner Zeit sehr berühmter Bau- 
meister, geb. 1650 zu Prag, gest. 1724 zu Wien, zeigte schon früh ein bedeutendes 
Talent für die Baukunst, das er in Rom Gelegenheit fand, gehörig auszubilden. Der 
schlechte Geschmack der Zeit beherrschte aber leider auch ihn, und, während er 
unter besseren Verhältnissen etwas Ausgezeichnetes hätte leisten können, wusste er  
nichts Besseres zu thun , als die ausschweifende Barockbauweise des Borromini sich 
anzueignen, die damals überall ungemein gehe]. Fischer machte daher auch, da 
ßr sich in jene Manier mit vielem Glück hineingearbeitet hatte, bei seiner Rück- 
kehr nach Wien durch seine Entwürfe ausserordentliches Glück. Kaiser Josephl. 
beauftragte ihn, ihm einen Sommerpalastfzu hauen, und so entstand das Schloss zu 
Schönbrunn, von dem aber nur der Grundplan und die ältesten Theile von ihm her- 
rühren. Dasselbe zeigt, g-mssartige Linien, eine sehr einfache Anordnung und Mannig- 
faltigkeit der Massen ohne allzugrosse Unregelmässigkeiten; es ist mehr im Styl des 
Bernini als in dem des Borromini erbaut. Nur die Fenstergesimse erinnern an 
den Geschmack des letzteren Baumeisters. Diese Arbeit sowohl, als auch seine 
sonstigen Pläne und Ausführungen fanden volle Anerkennung; er wurde in den Adel- 
Stand Erhoben , zum Oberlandbaumeister ernannt und bald entstand fast kein einziges 
Gebäude von Bedeutung, sowohl in Wien als in Oesterreich mehr, Wozu nicht er 
auf Entwürfe gemacht oder das nicht unter seiner Leitung ausgeführt worden wäre. 
Selne Bauten, die nicht ohne eine gewisse malerische Wirkung sind, verrathen ein 
lüller, xmuenmxta n, 5
        

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