Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1052125
Fiorentiuo , Domenico 
Fioroni. 
61 
beiden Erzengel Michael und'Gabriel vorstellend, mit der Inschrift „142l. 23. Novem- 
brio Jacobellus de Flore pinxit." Eine Madonna von ihm mit der Jahrszahl 
1434, ein übrigens an sich nicht bedeutendes Bild, ist in der Gallerie Manfrini zu 
Venedig. Auch im Museum von Berlin sieht man ein Gemälde von ihm: "den Erz- 
engelMichael, der mit der Lanze das Haupt des Drachen durchbohrt. Jacobello war 
der Lehrer des Carlo Crivelli. 
Fiorentino, Domenico, siehe Barbieri. 
Fiorentino, Luca, wird ein alter, zu Anfang des 16. Jahrhunderts lebender 
Kupferstecher genannt, der in der Manier des Robetta arbeitete und dessen (sehr 
seltene) Blätter mit nebenstehendem Monogramm bezeichnet sind. Die ihm zuge- 
schriebenen Blätter stellen vor: Herodias mit dem Haupte des Johannes auf der 
Schüssel; ein auf der Erde sitzendes Weib in reicher Kleidung und mit langen herab- 
hängenden Haaren, zwei nackte Kinder umarmend; einen Mann mit dem Bogen, 
rechts ein Baum und ein Felsen. Ein viertes, mit D A F bezeichnetes Blatt, das 
„Brulliot" (in seinem Dictionnaire des artistes) für eine der besten Arbeiten dieses 
Meisters hält, stellt Maria mit dem Kinde, von den h. h. Franz und Anton umgeben, _n_ 
dar. Auch das dem Marc Anton zugeschriebene Blatt mit der heil. Katharina und  
der heil. Lucia hält Brulliot für eine Arbeit dieses Künstlers. 
Fiorentino , J. E, ein florentinischer Kupferstecher, von dem Bartsch (in seinem 
„Peintre graveur" ein Blatt: die Hochzeit des Vertumnus und der Pomona mit der 
Inschrift: J. F. FIORENTIN. OREFI. F. MDXLII beschreibt. 
FiOti, Cesare, ein Maler zu Mailand, geb. 1636, gest. 1702, der sich in Carlo 
Cane's Schule bildete und meistens grossräumige WVerke ausführte. 
Fiori, Federico, siehe Baroccio.  
Fiori, Marco de', siehe Nuzzi. 
Fiorillo, Johann Dominik, Maler und Schriftsteller, geb. zu Hamburg 1748, 
gest. 1821, bildete sich seit 1759 auf der Akademie zu Baireuth, dann von 1761 
an zu Rom bei P. Battoni und von 1765-1769 in Bologna unter Vittorio Bigari 
Zum Maler aus. Im letzteren Jahre nach Deutschland zurückgekehrt, hielt er sich 
am braunschweigischen Hofe, wo sein Vater Kapellmeister war, als Historienmaler 
auf, kam aber 1781 nach Göttingen, wo er 1784 Zeichenlehrer und Aufseher der 
Kupferstichsammlung und 1799 Professor an der Universität wurde. Als Maler 
rühmt man von ihm ein Bild, die Auslieferung der Briseis, grössere Verdienste hat 
er sich aber durch seine schriftstellerischen Arbeiten erworben, obgleich auch diese 
nicht ohne Fehler und daher nur mit Vorsicht zu gebrauchen sind. Ausser kleineren 
Schriften und verschiedenen Aufsätzen in Zeitschriften u. s. w. hat man von ihm eine 
neue Ausgabe von Salvator Rosa's "Satira della. Pittura" mit Anmerkungen von 
ihm (Göttingen 1785); eine „Geschichte der zeichnenden Künste von ihrer Wieder- 
herstellung bis auf die neuesten Zeiten" (Göttingen 1798-1808), fünf Bände, von 
denen zwei die italienischen Schulen und je einer die Malerei in Frankreich , Spanien 
I'ma GW-Ssbfitanlliell in Sich fassen; ferner eine: "Geschichte der zeichnenden Künste 
111 Deutschland und den vereinigten Niederlanden" (Hannover 1815-1820) in 
vier Bänden. 
Fiorini, Giovanni Battista, ein Maler aus Bologna, der 1595 noch arbeitete. 
Er malte meistens gemeinschaftlich mit Cesare Aretusi, da, er zwar glücklich in 
der Erfindung, aber unbedeutend im Colorit, jener aber nicht stark in der Composition, 
dagegen ein vorzüglicher Colorist war. In Bologna sieht man noch mehrere solcher 
gemeinschaftlich ausgeführten Arbeiten. Unter den Gemälden der Sala regia im 
Vauka". welche Papst Pius IV. (reg. l559-l565) malen liess, ist eines der klei- 
 von der Hand des Fiorini. 
Fufmnli Adams, ein zu Mailand lebender Kupferstecher, der sich unter Longhi 
alfsblldete lfnd mehrere t-reifliche Blätter lieferte, unter denen man besonders Maria 
mit dem Kunde und Johannes, nach RaphaePs Gemälde im Belvedere zu Wien 
(1329l, und die Madonna mit dem Kinde, genannt 1a Madonna del Adjuto, nach 
B- I-uwo (1822). rühmt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.