Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057937
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Lutterell 
Luycx. 
Janus, des altern. Man hat von ihm mehrere mit der Goldsohmiedspunze ge- 
stochene Porträte, z. B. sein eigenes und das seines Vaters. Er nannte diese Arbeiten 
opus Mallei. Gleichfalls radirte er sein und seines Vaters Porträt geistreich im 
Geschmack von Rembrandt. Bei einigen römischen Ruinen, die er stach, ver- 
einigte er die Nadel mit der schwarzen Kunst auf glückliche VYeise. Hieher gehört 
eine grosse Fontaine nebst Statuen und der t-rajauischen Säule. Endlich trieb er eine 
schöne Schaumünze auf den Admiral Tromp und eine dessgleichen auf das Gedächtniss 
seines Vaters in Silber. Im Jahr 1685 starb er zu Amsterdam. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon.  Huber, Handbuch für Kunstliebhaber. Sechster 
Theil.  lmmerzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w. 
Lutterell, Henry, Zeichner und Schwarzkunststecher, geboren zu Dublin um 
das Jahr 1650. Er widmete sich zuerst der Jurisprudenz, ging aber dann zur Kunst 
über. Anfangs fertigte er Zeichnungen in Crayon, und später lernte er bei Edmund 
Ashfield die Pastellmalerei, worin er solche Fortschritte machte, dass er seinen 
Lehrer übertraf, indem er seinen Köpfen so viel Leben und Ausdruck, wie Holbein, 
gegeben haben soll. Auch erfand er die Kunst, mit Pastellstiften auf Kupfer un- 
gemein kräftig zu malen, und es wird behauptet, seine Pastellmalereien habe man 
für Bilder in Oel halten können. Van Somer weihte ihn in das Geheimniss der 
Schwarzkunst ein, auch war er mit Becket befreundet und arbeitete mit diesem 
zusammen. Wir nennen von seinen Bildnissen: das mit der Unterschrift Piper the 
painter; Ben Hamet; Robert Cony. Nach ihm stach Cooper das Bildniss der 
Duchesse de la Valliere; von Gunst das des Gilb. Burnet u. s. f. Er lebte mehrere 
Jahre in Dublin, wo man ihn zwar bewunderte, aber sparsam beschäftigte, wess- 
halb er nach London ging und hiedurch sich eine glänzendere Laufbahn eröffnete. 
Um das Jahr 1680 blühte er daselbst. 
Literatur. Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Grossbritannien.  Füssli, Allgemeines 
Kiinstlerlexikon.  Huber, Handbuch für Kunsvliebhaber. Neunter Theil. 
Iiutz, Hans, Baumeister von Schussenried, O.A. Waldsee in Württemberg. Er 
baute 1501-4519 den durchbrochenen Thurm der Pfarrkirche zu Botzen. 
Literatur. Kugler, Handbuch der Kunstgeschichte.  Tyrolisches Künstlerlexikon. 
Lutz, Peter, Maler und Kupferstecher, geboren zu München im Jahr 1799. Er 
ist ein Zögling der Akademie und Schüler von P. v. Langer. Vom Jahr 1821 an 
widmete er sich unter C. Hess ausschliesslich der Kupferstecherkunst, nachdem er 
bisher die Malerei geübt hatte. Wir nennen von seinen Stichen: der Triumph des 
Neuen Testaments nach Correggio; Madonna auf Wolken nach Bagnocavallo; 
die zwei Engel unter der Madonna di S. Sisto von Raphael. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer. 
LLIX, Meister, arbeitete im Jahr 1499 am Dom zu Colmar. 
Literatur. Otte, Handbuch der Kunstarchäologie, S. 171. 
Luxan Martinez, D. JOSGf, Maler, geboren zu Zaragoza aus edeligem Ge- 
schlechte im Jahre 1710. Im Hause der Pignatelli erzogen, wurde er von ihnen, 
da, er Neigung zur Malerei zeigte, nach Neapel geschickt, wo er unter Mastroleo 
seine Studien machte und die Werke der besten Meister copirte. In seine Vaterstadt 
zurückgekehrt, malte er im genannten Hause, bis ihn Philipp V. (1741) als Hof- 
maler nach Madrid berief. Später ging er nach Zaragoza zurück, wurde Gemälde- 
censor der Inquisition und wirkte nun namentlich zur Verbreitung der Kunst. Sein 
Haus war eine oifene Schule für alle junge Männer, die sich seinen Unterricht zu 
Nutzen machen wollten. Seine Bilder zeichnen sich durch Frische und Weichheit des 
Colorits aus. Er starb im Jahr 1785 zu Zaragoza. 
Literatur. Berxnud e z, Diceionario historicb de los musillustres professores de las bellas artes en Espaüa. 
Luycx, Julius Franz von Luxenstein, Maler, blühte zu Prag im Jahr 1719. 
Er war ein Verwandter oder Sohn des Franz und malte mit Ruhm. Wir nennen 
von seinen Arbeiten: die Fresken in der Kreuzkirche auf dem Berge Wrabina; das 
Altarblatt in der Pfarrkirche zu Weipernitz; das Altarblatt für die Pfarrkirche zu 
Czestitz. 
Lilßfäilll Dlßbßßz, Allgemeines Künstlerlexikon.
        

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