Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057800
Lossow , Carl 
Loth, Johänu Ulrich. 
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wahre liebende Mutter aufgefasst und höchst zart gehalten ist; das Standbild Canova's 
nach einem Modell von Widmann in Rom ausgeführt; das Standbild Thorwaldsen's 
nach einem von diesem selbst herriibrenden Modell gleichfalls in Rom ausgeführt; 
das Standbild Schwanthalers nach dem Modell von Friedrich Brugger; das Stand- 
bild Gibson's nach dem Modell von demselben. Letztere vier Werke befinden sich 
in der Glyptothek. Man sieht auch in der Ruhmeshalle und in der Walhalla preis- 
würdige Arbeiten von ihm. 
Literatur. Allgemeine Zeitung 1859, S. 1862.  Deutsches Kunstblatt 1857, S. 434.  
Handschriftliche Nachrichten.  Dr. Söltl, Die bildende Kunst in München. 
LOSSOW, Carl, Maler der Gegenwart aus München. In Folge einer Reise "nach 
Italien im Jahr 1856 lernte ihn der Erbprinz Georg zu Sachsen-Meiningen kennen 
und veranlasste ihn zur Uebersiedelung nach Meiningen, welche bald darauf erfolgte. 
In der dem Erbprinzen gehörigen Villa Carlotta am Comersee zeigte er die Stelle des 
Gedichtes Gudrnn, in welcher Horand um König Hagens Tochter Hilde für den 
Dänenkönig Hettel mit Gesang wirbt, in geistvoller Abbildung, und gab noch zwei 
andere Parthien aus demselben weniger bekannten Seitenstücke des Nibelungenliedes, Q4 
wie Hagen von dem Greif entführt wird und wie er mit dem alten Greife den Kampf 
besteht. Ferner schuf er für genannte Villa drei Cartons, deren Stolfe der Kapelle 
von Uhland, dem Königskind von H. Heine und einem Jägerlied gleichfalls der Neu- i; 
zeit entnommen sind. Seine neueste Arbeit ist die Eroberung der Stadt der Mallier 
durch Alexander den Grossen, ein Carton voll Leben und Energie, gleichfalls für die   
Villa Carlotta bestimmt. Beigesetzter Monogramme bediente er sich. ü! 
Literatur. Deutsches Kunstblatt 1857, S. 264, 296.  Eigene Notizen.  Nagler, Die 
Monogrammisten 2, Nro. 311. 
Lote, Stepheu, Maurer und Bildhauer in England. Mit Henry Yevele führte 
er für König Richard II. (regierte 1377-1399) das Grabmal der Gemahlin desselben 
um 400 Pfund aus. 
Literatur. Fiorillo , Gßäßllißhte der zeichnenden Künste in Grossbritannien. 
1.017811, Jan, Landschaftsmaler, geboren in Holland. Unter Karl II. ging er nach 
England. Seine Lieblingsgegenstände waren schroffe, nackte Felsen, dunkle Eichen- 
Wälder, reissende Ströme und schauerliche Einöden. Es ist zu bedauern, dass seine 
Gemälde bei all' ihrer Wahrheit und Treue in einen schwarzen Ton fallen. Im 
Museum zu Berlin ist von ihm eine grosse Landschaft mit seinem Namen und der 
Jahrszahl 1659, welche eine verwandte Richtung mit den Gemälden Everdingems 
zeigt und durch ihre glossartigen Formen, Sowie die ernste nordische Stimmung. der 
Luft einen eigenthümlich bedeutsamen Eindruck macht. Im Jahr 1680 starb er 
in London. 
Literatur. Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Grossbritannien.  1mm erzeel, De 
Levens en Werken der Holland. en Vlnam. Kunstschilders u. s. w.  Kugler, Beschreibung der Kunst- 
schätze von Berlin. Erster Theil. 
Loth, Johann Oarl, genannt Carlotto, auch Carlo 14017121, Zeichner und Historien- 
maler, geboren zu München im Jahr 1632. Er war der Schüler seines Vaters Johann 
Ulrich und kam in frühen Jahren nach Italien, wo man ihn zu den vier Haupt- 
meistern seiner Zeit rechnete, wie er denn auch auf seinem Grabsteine in Venedig 
Apelles suorum temporum genannt wird. S0 hoch ist er aber nicht zu stellen. Zwar 
fehlt es ihm nicht an einer gewissen Grossheit und auch als Techniker hat er wenige 
seines Gleichen, aber das Licht ist bei ihm nicht so concentrirt, wie bei Caravaggio, 
dessen Richtung er folgte , und die Bilder dieser Art gehen bekanntlich in das _ 
Finstere. Beigesetzten Monogramms bediente er sich. Im Jahr 1698 starb er zum 
Venedig. 
Literatur. Nagler, Die Mßllßgremmisten 2, m. 26a. 
Loth, Johann Ulrich, Maler, geboren zu München um das Jahr 1590. Er war 
zuerst Schüler seines Vaters, eines Glasmalers, dann des P. Candito , und bildete 
sich 1610-1613 in Venedig, vermuthlich unter Carlo Saraceno , weiter aus. Von 
da zurückgekehrt, wurde er um das Jahr 1620 Hofmaler des Kurfürsten Maximilian, 
und verheirathete sich mit Livia, der schönen Tochter des Hans Krump er. 
Im Jahr 1633 ging er heimlich nach Wien, wo damals sein Bruder Georg lebte,
        

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