Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057691
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Longhi , Luca de 
Lonsing.. 
Loughi, 141108 de , Maler, geboren zu Ravenna im Jahr 1507. Er führte in seiner 
Vaterstadt und ausserhalb viele Tafeln in Oel und schöne Bildnisse nach dem Leben 
aus. Sehr anmuthig sind zwei Tafeln, die er für die Kirche der Mönche von Classi 
malte. Für sehr gelungen hält man ferner: die Madonnen mit den Heiligen in 
S. Vital, S. Agatha. und S. Domenico. Auch zu Ferrara, Mantua u. s. f sind Altar- 
gemälde von ihm, meist im alten Style gedacht, und die spätem im neueren Ge- 
schmacke behandelt. Schade, dass er immer in Ravenna blieb, er wäre gewiss bei 
seinem grossen Fleiss und guten Gaben äusserst vorzüglich geworden. Im Jahr 1580 
starb er. 
Literatur. Conversntionslexikon von Meyer.  Vasari, Leben der ausgezeichnetsten Maler, 
Bildhauer und Baumeister 6, 20. 
Longhi, Pietro, Maler und Kupferstecher, geboren zu Venedig im Jahr 1702. 
Er lernte bei Anton Balestra und Joseph Maria Crespi. Von ihm besitzt die 
Akademie in Venedig eine Reihe von Genrebildern aus dem vornehmen Leben, welche 
zwar kalt und ohne ächten Natursinn gemalt, in der fein humoristischen Erfindung 
aber ungefähr m.t Parinfs berühmter Satyre zusammenzustellen sind. Eines der- 
selben stellt z. B. die Toilette einer grossen Dame höchst ergötzlich vpr. Nach ihm 
stachen Bartolozzi, Cattini, Faldoni und Andere. Er selbst stach zweijunge 
Bäuerinnen, welche tanzen, nebst einem jungen Bauern. Im Jahr 1762 oder nach 
1763 starb er. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  
Kugler, Handbuch der Geschichte der Malerei. 
Longo, Anton, Baumeister, Maler und Priester, geboren zu Varenna in Fleims. 
In einem Alter von 20 Jahren verlegte er sich mit Leidenschaft auf die Architektur 
und Malerei unter Anleitung des Franz Unterberger, obwohl er Priester und 
Prediger war. Später bekleidete er die Stelle eines k. k. Kapellans bei dem Convitto 
dell' anima zu Rom 22 Jahre lang, und war mit Mengs und Battoni bekannt, auch 
Hausfreund des Christoph Unterberger, Direktors der Akademie von S. Lucca, 
deren Mitglied er wurde. Er malte Vieles für Kardinäle und Andere, auch für 
Kirchen in der Romagna und in Tyrol. Besonders sind seine Cruciüxe geschätzt, für 
welche er ein eigenes akademisches Studium machte. Im Jahr 1799 musste er wegen 
des Einzuges der Franzosen Rom verlassen, und wurde Vicecurato in seiner Vater- 
stadt, setzte aber zugleich noch die Kunst fort. In Frescogemälden war er besonders 
glücklich. Ein Altarblatt in der Rosenkranzkapelle zu Varenna gibt von seiner Oel- 
malerei Zeugniss, und zwei schöne Thürme, einer zu Tesero, der andere auf dem 
Platze zu Cavalese, beurkunden seine architektonischen Kenntnisse. Im Jahr 1820 
starb er. 
Literatur. Tyrolisches Künstlerlexikon. 
Longueil, Joseph de, Kupferstecher, geboren zu Givet. Nachdem er den ersten 
Unterricht in Lille erhalten hatte, bildete er sich in Paris unter Aliamet weiter 
aus und wurde ein tüchtiger Künstler. Wir nennen von seinen Arbeiten: LeS 
Pecheurs nach Vernet; Le Cabaret fiamand nach Van Ostade; viele Vignetten 
zu den Contes de Lafontaine und der Henriade. Im Jahr 1792 starb er. 
Literatur. Biographie universelle. 
Lonsdale, Eduard und John, Porträtmaler der Gegenwart zu London. Ihre 
Werke gehören zu den Zierden ihres Fachs. Sie erfassen das Individuum von charak- 
teristischer Seite und sind auch Meister in der technischen Behandlung. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer. 
Lonsdale, R. T., Maler der Gegenwart in England. Er liefert trelfliche Still- 
leben, auch geistreiche Genrestücke und Porträlte, Sein Coiorit dagegen hat etwas 
Tintenartiges und auch die Umrisse sind nicht von Härte frei. 
Literatur. Conversatiouslexikon von Meyer. 
Lonsing, F. J., Maler und Kupferstecher, geboren zu Brüssel im Jahre 1743. 
Er war ein Zögling der Antwerper Akademie, an welcher er im Jahr 1759 den ersten 
Preis erhielt, und übte sich nachher in der Schule des Malers Geeraerts. Erz- 
herlog Karl setzte ihm einen Jahrgehalt aus , um in Italien weiter zu studiren. Dort 
arbeitete er unter Raphael Mengs, ging dannnach Lyon und im Jahr 1783 nach
        

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