Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057674
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Lomi , Aurelio 
Londonio. 
Bischofs von Lüttich, welcher ihn in der Absicht unterstützt hatte, dass er einst 
seinen Palast mit Gemälden verzieren möchte, kehrte er im Jahr 1539 nach Lüttich 
zurück und führte daselbst einen geschmackvolleren Styl in der Malerei und Baukunst 
ein. Seine Zeichnung ist wohl verstanden, selbst grossartig, die Charaktere sind 
edel und ausdrucksvoll, die Farbe klar, auch findet sich bei ihm Zartheit und Anmuth, 
wogegen ihm einige Steifheit von früher her blieb. Unter seine Schüler zählt man 
Franz Floris, Wilhelm Key, J. Rameye, P. de Four, H. Goltzius und Dom. 
Lampsonius. Zu seinen besten Gemälden gehört; der Leichnam Christi im Schcosse 
der Maria in der Pinakothek zu München; der Märtyrertod der heil. Barbara; das 
Abendmahl. Lambert Suavius, Cock und Andere haben nach ihm gestochen. 
Von seinen Bauten nennen wir das Portal von S. Jacques zu Lüttich. Er war auch 
Gelehrter. Um das Jahr 1566 starb er. 
Literatur. Immerzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Knnstschilders n. s. w.  
Karel van Mnnder, Het Schilder Boeck. T'Amsterdam 1618.  Waagen, Kunstwerke und Künstler  
in England und Frankreich.  Ausführliches über ihn finde: sich in seiner Biographie von Dominicns 
Lampsonius, wo auch sein Bildniss gegeben ist, und in der Schrift: Etnde sur Larnbert Lombard, 
peintre liegois. Liege 1858. 
Lomi, Aurelio, Maler von Pisa,. Er lernte bei seinem Vater J. Baptist oder 
bei Bronzino, nachher bei Ludwig Cardi, genannt Cigoli. Man hielt ihn für 
das Haupt der Schule von Pisa. Er strebte nach angenehmer Färbung, prächtigen 
Drapperien und anderem Schmuck, wesshalb er zu Florenz, Rom und besonders zu 
Genua gefiel, wo er Unterricht gab, und dem Sorri vorgezogen wurde. Wir nennen 
von seinen Arbeiten: ein S. Hieronymus im Campo santo zu Pisa, mit den Anfangs- 
buchstaben seines Namens und der Jahreszahl 1595 bezeichnet; ein S. Anton bei den 
Franciscanern zu Genua, graziös, reich und gemässigt in den Tinten; das jüngste 
Gericht bei S. Maria di Carignano, grässlich und von äusserst lebhaftem Colorit. Im 
Jahr 1622 starb er, nach Einigen 66, nach Andern 50 Jahre alt. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon. 
Lomi, Gentileschi Orazio, Maler, geboren zu Pisa, im Jahr 1562. Er lernte 
bei seinem Bruder oder Stiefbrüder Aurelio Lomi und seinem Oheim Baccio, und 
begab sich im 17. Jahre nach Rom, wo seine zarte Manier bei Fürsten und Päpsten 
beliebt war. 1621-4623 verweilte er in Genua, Savoyen und Frankreich, worauf 
er nach London ging. Im Auftrage Karls I. zierte er einige Paläste, namentlich zu 
Greenwich, mit Deckengemälden, und fertigte für den Herzog Villiers von Bucking- 
ham zu Yorkhouse auch ein solches, die neun Musen darstellend. Eine für genannten 
Karl I. geschaffene Ruhe der heil. Familie ist im Louvre zu Paris. Im Jahr 1646 
starb er zu London. Seine Tochter Artemisia that es ihm in manchen Fächern, 
namentlich im Porträt zuvor, ihre Sitten waren aber nicht rein. Sie starb zu Neapel 
im Jahr 1642. 
Literatur. Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Grossbritannien.  Fioruo, Geschichte 
der zeichneuden Künste in Italien.  Füssii, Allgemeines Künstlerlexikon.  Villot, Notice 119! 
tnblenux du Musäe du Louvre. Erster Theil.  
Lommessem, Johann, Baumeister in Köln. Das Domkapital vertraute ihm die 
Beaufsichtigung und Instandsetzung des Doms an. Er war im Jahr 1616 noch thätig 
und starb im Jahr 1619. 
Literatur. Merlo, Nachrichten von dem Leben und den Werken külnischer Künstler. 
Londerseel, Assuerus van, Maler, Holzschneider, Kupferstecher und Kunst- 
händler, geboren zu Amsterdam im Jahr 1548. Seine Holzschnitte sind Sehr t 2 
sicher und meist fein behandelt. Wir nennen von denselben die zu dem Werke, _-i 
les navigations peregrinations et voyages faits en 1a Turquie par Nicolas m: X1 
Nicolay, Antwerpen 1576 , gelieferten, worunter sich insbesondere Männer 
und Frauen in verschiedenen Trachten befinden; Christus am Kreuz mit Mafia.  Äqa 
Johannes und Magdalena; von seinen Kupferstichen: eine Folge von seinen 
Goldschmiedsornamenten, als Musterblätter für Frauengeschmeidß, im Ge- H1, mm; 
Schmack der deutschen Kleinmeister. Er war auch Kunsthändler. Beige- 
setzter Monogramme bediente er sich. Nach 1599 starb er. AT 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Nagler, Die Mßllßgrammisten. Erster Buli- 
Londonio, Franceseo , Maler und Kupferätzer, geboren zu Mailand im Jahr 1723.
        

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