Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057630
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Löscher 
Loggan. 
zuerst Ruf. Im Jahr 1833 verband er sich mit Ferd. Piloty zu Herausgabe der 
lithographirten Abbildungen aus der königl. Pinakothek zu München und der Ge- 
mäldegallerie zu Schleissheim. In Anerkennung seines Strebens nach Vervollkomm- 
nung der Lithographie verlieh ihm, der Herzog von Lucca im Jahr 1838 den St. Ludwigs 
Civilverdienstorden. Nach dem Tode Bodmer's setzte er die Herausgabe der Werke 
desselben mit genanntem Piloty fort. lm Jahr 1840 starb er als Direktor und Mit- 
eigenthümer der lithographischen Anstalt von Piloty und Löhle zu München. 
Literatur. Neuer Nekrolog der Deutschen 1840, S. 2051i 
Löscher, Andreas, Maler in Augsburg, geboren zu Scharfenstein in Sachsen im 
Jahr 1693. Er war ein beliebter Bildnissmaler, arbeitete in Venedig, Rom und 
an deutschen Höfen, namentlich dem Anspachischen, und setzte sich in Augsburg. 
J. J. Hayd, T. Laub und Andere haben nach ihm gestochen , ersterer die Bildnisse 
des Johann von Stetten und der Maria Krausin. Im Jahr 1762 starb er zu Augsburg. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Löwenstein, Heinrich, Maler, geboren zu Danzig im Jahr 1806. Die Anfänge 
der Kunst lernte er in seiner Vaterstadt, ging im Jahr 1815 auf die Akademie in 
Berlin und wurde von Hensel im Jahr 1832 in sein Atelier aufgenommen. Er fer- 
tigte theils Histcrien,etheils Genrebilder, theils Porträte. Seine Arbeiten haben 
meist einen elegischen Charakter, da sie der Spiegel seines durch äussere Umstände 
vielfach gedrückten Gemüthes sind. Wir nennen von denselben: eine Sibylle, welches 
Stück vielfach verbreitet wurde; der lehrende Grossvater, ein beliebtes Volksbild; 
Joseph deutet dem Oberschenk und Oberbäcker Pharads ihre Träume, rein und 
geschmackvoll gezeichnet. Im Jahr 1841 starb er in Berlin. 
Literatur. Kugier, Kleine Schriften 2, 193.  Neuer Nekrolog der Deutschen 1841, S. 167 E. 
ßLöwenstern, Christian Ludwig, Freiherr von, Rechtsgelehrter, Zeichner und 
Maler, geboren zu Darmstadt im Jahr 1702. Er besuchte die Universitäten Giessen 
und Strassburg, aber Musik, Zeichnen und Malen , welch' letzteres er ohne Meister 
erlernt hatte, waren seine Lieblingsbeschäftigungen. Sofort bildete er sich weiter 
auf Reisen aus. Nach seiner Rückkehr wurde er im Jahr 1725 als Regierungsassessor 
in Darmstadt und im Jahr 1727 als Hofjunker angestellt, zog sich aber nach dem 
Tode seines Vaters, welcher Geheimer Regierungsrath und Konsistorialrath war, 
von allen öffentlichen Geschäften zurück. Eine grosse Anzahl von Bataillen- und 
Pferdestücken ging nun aus seiner stillen Werkstatt hervor. Auch im Porträtmalen 
war er nicht unkundig und E. C. Heiss hat nach ihm das Bildniss der Prinzessin 
Magdalene Sibylle von Hessen, gebornen Herzogin von Württemberg, in Schwarz- 
kunst geschabt. Seine Zeichnungen sind treffend und kühn und die Stellungen vor- 
trefflich. Er malte sehr schnell und liebte genaue Vollendung nicht. Im Jahr 1754 
oder 1755 starb er.  
Literatur. Cottzfsches Kunstblatt 1827, S. 224.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Loft, Peter, Goldschmied und Zeichner zu Berlin. Er hatte von dem Hofe da- 
selbst 300 Rthlr. Gehalt und wurde im Jahr 1704 in die dortige Künstlerakademie 
aufgenommen. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Lofvers, Pieter, Marinemaler, geboren zu Gröningen im Jahr 1710. ET war 
Anfangs sein eigener Lehrer, Später machte ihn J. A. Wessenberg mit einigen 
technischen Vortheilen bekannt, auch erwarb er sich schon in seiner Jugend durch 
Reisen Kenntnisse im Fache der Marine. Seine Arbeiten kamen nach England, Frank- 
reich und Hamburg. Im Jahr 1788 starb er. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer. 
Loggan, David, Zeichner und Kupferstecher, geboren zu Danzig um das Jahr 
1630. Er war ein Schüler von Simon de Paas, und bildete sich unter Hondius 
in Holland weiter aus. Von da. begab er sich nach England, Wo ihn die beiden 
Universitäten Oxford und Cambridge mit der Ausführung verschiedener Ansichten 
ihrer Bauten betrauten. In ersterer Stadt liess er sich häuslich nieder und veröffent- 
lichte im Jahr 1672 das Werk  Habitus Academicorum Oxoniae, a doctore ad Ser- 
vientem, und unterzeichnete sich darin: David Loggen, Gedanensis Universitatis 
Oxon. Chalcographus. Sein Styl hat viel Nettigkeit, aber auch das Rohe eines
        

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