Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057560
Lischka. 
Liscewsky, Christoph Friedrich Reinhold. 
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zurück. Er liebte heitere Steife, wie Feste, Bauerngesellschaften, Maskenbälle, 
badende Nymphen, und zeigte sich geistreich in der Composition, correqt in der 
Zeichnung und herrlich im Colorit. Hauptbilder von ihm sind: der heilnHieronymus 
in der Wüste, in der Kirche ai Tolentini zu Venedig; der Fall von Phaäton; Adam 
und Eva bei Abels Leiche. Er starb im Jahr 1629 zu Venedig. 
Literatur. Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Deutschland und den Niederlanden.  
H0 ub rak en, De groote schonburgh der neder-lantsche Konstschilders. Amsterdam 1718.  Immer- 
1931, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w. 
Lischka (Lisska), Johann Christoph, Maler, ein Sprössling der mährischen 
Ritter Lischka von Rottenwald. Er lernte zu Leubuss bei seinem Stiefvater Michael 
Willmann, und machte sich seit dem Jahr 1660 in Böhmen und Schlesien vortheil- 
haft bekannt. Wir nennen von seinen Arbeiten: die Decke der Kreuzherrnkirche 
an der Brücke zu Prag, vollendet von Wenzel Reiner; eine heil. Magdalena für 
das Stift Plass in Böhmen; Achilles überreicht dem Julius Cäsar das Haupt des Pom- 
pejus in der Gallerie zu Dresden. Nach ihm stach Jakob Andreas Friedrich von 
Augsburg verschiedene Heilige. Im Jahr 1697 lebte er noch. 
hiterntur. Dlabacz, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Liscewsky (Liscewska), Anna. DOIOÜIGQ, Malerin. geboren zu Berlin im Jahr 
1722. Den ersten Unterricht in der Kunst erhielt sie von ihrem Vater Georg, 
dessen jüngere Tochter sie war. Im Jahr 1761 ging sie mit Einwilligung ihres 
Gatten Therbusch auf Veranlassung eines württembergischen Generals, welcher 
in preussische Gefangenschaft gerathen war, nach Stuttgart, wo sie bald sehr viele 
Bestellungen zu Bildnissen erhielt. Kurz darauf wurde sie zum Ehrenmitglied des 
Instituts zu Bologna ernannt. In Stuttgart hielt sie sich einige Jahre auf, wurde 
sofort Hofmalerin zu Mannheim und kehrte alsdann nach Berlin zurück, wo sie nun 
auch historische Vorwürfe in Angriff nahm. Im Jahr 1765 ging sie zum zweitenmal 
nach Stuttgart. Im Jahr 1766 reiste sie nach Paris, und wurde im folgenden 
Jahre Mitglied der Akademie. Um diese Zeit erhielt sie auch das Diplom eines 
Mitglieds der k. k. Akademie zu Wien. Nun begab sie sich nach Brüssel und im 
Jahr 1770 kehrte sie nach Haus zurück. Hier arbeitete sie viel für den Hof, bis 
zuletzt ihr Ruf durch einen fremden angehenden Künstler verdrängt wurde. Wir 
nennen von ihren Arbeiten: Ariadne auf Naxos für Herzog Karl Engen von Württem- 
berg; Dianafs Rückkehr von der Jagd für König Friedrich den Grossen; ihr eigenes 
Bildniss, in welchem Natur und Geschmack auf's schönste vereinigt ist. Sie starb 
im Jahr 1782. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikcn. 
Liscewsky (Liscewska), Anna Rosine, Malerin, geboren zu Berlin im Jahr 
1716. Sie war die ältere Tochter und Schülerin des Georg. In ihrem 14- Jahre 
malte sie das Bildniss der Fürstin von Anhalt-Zerbst zu Stettin, wohin sie ihren 
Vater begleitet hatte, und genoss von dieser Zeit an der vorzüglichen Gunst der 
erwähnten Dame. Im Jahr 1741 heirathete sie den Maler Mathieu, welcher im 
Jahr 1755 Sta-Tb, worauf sie in Zerbst für den Salon des beautes 40 der schönsten 
Frauen malte. Im Jahr 1760 trat sie in die zweite Ehe mit dem Herrn von Gase, 
Assessor und Rath zu Berlin. Im Jahr 1764 wurde sie mit einer ansehnlichen Pension 
nach Braunschweig berufen. Im Jahr 1766 bereiste sie Holland und im Jahr 1769 
erhielt sie das Diplom eines Mitglieds" der Akademie zu Dresden. Wir nennen von 
ihren Arbeiten ferner: Monime in dem Augenblick, WO sie sich das königliche Diadem 
abreisst, fjr den letzten Herzog von Braunschweig; eine Artemisia, gestochen von 
J. V. Kauperz. Auch J. E. Gerike und J. J. Hayd haben nach ihr gestochen. 
Sie starb im Jahr 1783.  i  
Literatur. Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon.  H: 5; 
Iliscewsky, Christoph Friedrich Reinhold, Maler, geboren zu Berlin im Jahr 
1725. Er war ein Sohn, vermuthlich auch Schüler des Georg. Im Jahr 1'752 
kam er als Hofmaler nach Dessau, hielt sich im Jahr 1768 in Dresden auf, ging 
im Jahr 1772 nach Berlin und wurde im Jahr 1779 von dem Herzog zu Mecklenburg- 
Schwerin als Hofporträtmaler nach Ludwigslust berufen. Besonders geschickt war 
er in Bildnissen mit Nachtlicht, und malte Seine Porträte überhaupt mit grossem
        

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