Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057528
Liotard, Johann Stephan 
Lippert. 
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von Benoit Audran. Nachdem er einige Zeit in Paris sich aufgehalten hatte, ging 
er im Jahr 1735 nach Venedig und führte daselbst mit vielem Verständniss, Fleiss 
und Genauigkeit zwei Werke aus, welche den Titel führen: Carl. Cignani Monochl-o. 
mata septem, Opus Seb. Ricci absolutissimum, beide vom Jahr 1743. Sofort begab 
er sich wieder nach Paris und kehrte von da. um das Jahr 1760 in sein Vaterland 
zurück. Nach 1788 starb er. 
giltiigttur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Huber, Handbuch für Knnstliebhaber. Zweiter 
Liotard, Johann Stephan, Maler und Kupferstecher, geboren zu Genf im Jahr 
1702. Er war anfänglich zur Handlung bestimmt, bildete sich aber nach den Werken 
des J. Petitot, und ging im Jahr 1725 nach Paris, wo er die Schule von Masse 
besuchte und sich bei dem Hofmaler le Moine beliebt zu machen wusste. Der 
Marquis von Puysieux nahm ihn mit sich nach Neapel, von wo er nach Rom ging, 
um dort den Pabst und die Familie Stuart zu malen. Im Jahr 1738 begleitete er den 
Lord Duncannon nach Constantinopel und malte daselbst, als Türke gekleidet, wäh- 
rend eines Aufenthalts von vier Jahren die Bildnisse der fremden Gesandten und 
Grossen des Reichs. Sofort arbeitete er zehn Monate bei dem Fürsten von Jassy, 
begab sich dann nach Wien, wo ihn Maria Theresia für seine Porträte der kaiser- 
lichen Familie reichlich belohnte, von da nach Frankreich und England. Als sein 
Hauptwerk, das er in London ausführte, gilt ein Bildniss der Prinzessin von Wales 
mit ihren Söhnen. Um das Jahr 1756 reiste er nach Holland, wo er Maria Fargues, 
die Tocliter eines Kaufmanns in Amsterdam, heirathete, und zwar nun seinen Bart 
abnehmen liess, die orientalische Tracht aber beibehielt. Im Jahr 1772 kam er zum 
zweitenmal nach England und brachte eine kostbare Sammlung von Gemälden be- 
rühmter Meister, sowie einige Glasmalereien von seiner Hand, die nur in einem 
dunkeln Zimmer besondern Effekt machten, zum Verkauf mit, welche Curiositäten 
von den dortigen Kunstliebhabern theuer bezahlt wurden. Zwei Jahre blieb er in 
London , während welcher Zeit er zahlreiche Porträte, namentlich in Pastell , malte. 
Er hielt sich in seinen Bildnissen so genau an die Natur, dass er selbst die Sommer- 
ilecken u. s. w. wiedergab. Von seinen Emaillemalereien kennt man Stücke , die über 
einen Fuss im Quadrat betragen. Wir nennen von seinen Malereien noch ferner: 
das schöne Wiener Stubenmädchen in der Gallerie zu Dresden. Nach ihm stachen 
Ardell, Balechou, Dupain und Andere. Er selbst stach z.B. sein eigenes Bilds 
niss und schrieb: Traite sur Part de la peinture et la maniere de la. juger. Nach 
dem Jahr 1788 starb er.  
Literatur. Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Deutschland und den Niederlanden.  
äixglgixllo, Geschichte der zeichnenden Künste in Grossbritannien.  Füsgli, Allgemeines Künstler- 
Lipparini, Ludwig, Maler, geboren zu Bologna im Jahr 1800. Er erhielt da.- 
selbst seine erste künstlerische Bildung und erregte schon als Jüngling von 15 Jahren 
durch sein Kunsttalent Aufmerksamkeit. Das Gemälde Erigone, welches er im Jahr 
1827 ausstellte, und durch zarte Umrisse der Gestalten, lebhaftes Colorit, sowie 
Ausdruck der Figuren hervorragte, begründete seinen Ruf. In den Jahren 1820 und 
1821 befand er sich in Rom und Neapel, in den Jahren 1822 und 1825 in Venedig. 
Im Jahr 1838 wurde er Professor an der Elementarschule der Akademie zu Venedig 
und im Jahr 1847 Professor der Malerei daselbst. Wir nennen ferner von seinen 
Arbeiten; Pisani im Belvedere zu Wien; der Schwur Byrons beim Grabe des Bozzaris; 
eine Himmelfahrt Mariä für den Graner Dom. Im Jahr 1856 starb er. 
hilcrnlur. Deutsches Knnstblatt 1856, S. 129 und 133. 
Lippert, Philipp Daniel, Zeichner und Bildformer, geboren zu Meissen im Jahr 
1702. Sein Vater, ein Beutler, bestimmte ihn zu gleichem Handwerke, und da er 
hiezu wenig Lust, bezeugte, kam er im Jahr 1719 nach Pirna zu einem Glaser; allein 
eine höhere Neigung führte ihn zu der Zeichenkunst , welcher er trotz vieler Hinder- 
nisse trell blieb. E1- fand in der Porzellanfabrik zu Meissen Arbeit und als Neben- 
beschäftigung übte er sich im Fßderleichnen. Hierauf erhielt er im Jahr 1738 beim 
Hauptzeughause, und im Jahr 1739 als Zeichenlehrer bei den königlichen Pagen 
eine Anstellung. Im Jahr 1765 wurde er Aufseher der Antiken bei der Akademie
        

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