Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057472
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Limpach 
Lindenast. 
zu Paris malte und worauf er Heinrich II. und Katharina von Medicis darstellte. Von 
seinen Oelgemälden kennt man nur die Unglaubigkeit des Thomas. Ein mit breiter, 
kühner und geistreicher Nadel von ihm gefertigter Kupferstich hat zum Gegenstand 
den Einzug Christi in Jerusalem. Er bezeichnete seine Arbeiten bald mit seinem   
Namen, bald mit den Initialen L L, bald mit beigesetztem Monogramme. Um das PLÜ 
Jahr 1575 starb er. m" 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  De Laborde, Notice des emnux du Louvre 
1, 1651i  Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Kugler, Beschreibung der Kunstschätze in 
Berlin. Zweiter Theil.  Waagen, Kunstwerke und Künstler in England. 
Limpach, Maximilian , Kupferstecher von Prag. Er hielt sich mit seinen Brüdern 
Jakob und Joseph in Rom auf und arbeitete daselbst für die Vatikanische Druckerei. 
Man hat von ihm einige Stücke nach S. Conca und ein schönes Titelblatt zu dem 
Werke: Picturae Dominici Zampieri 1762. Joseph radirte im Jahr 1'714 eine Samm- 
lung von Zeichnungen silberner Gefässe nach J. Giordini. 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Lin , Jan van, holländischer Maler und Kupferstecher, blühte um das Jahr 1664. 
Er hatte den Zunamen Stillheid, und erwarb sich einen Ruf durch seine Bilder von 
Pferden und Gefechten. Zu Braunschweig ist eine treifliche Schlacht von ihm. Er 
stach ein Blatt mit verschiedenen Thieren , und nach ihm stach C. F. Boetius einen 
Gasthof und eine Gesellschaft Trinker. Sein Zeichen ist: H V L. 
Literatur. Brulliot, Diotionnaire des Monogrammes.  Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon.  
Immerzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w. 
Linok, Konrad, Bildhauer, geboren zu Speyer im Jahr 1732. Er lernte die 
Anfangsgründe der Kunst bei seinem Vater, und bildete sich dann in Wien und 
Berlin weiter aus. Nachdem er bei der Fertigung mehrerer marmorner Statuen an 
der grossen Colonade zu Potsdam sich betheiligt hatte, kehrte er nach Speyer zurück. 
Gleich hernach wurde er Hofbildhauer zu Mannheim , Professor und Mitglied der 
dortigen kurfürstlichen Zeichenakademie. Wir nennen von seinen weiteren Arbeiten: 
das Monument der Gräfin von Erbach im Garten zu Dürckheirn; die Bildsäule des 
Kurfürsten von der Pfalz auf der Brücke zu Heidelberg. Um das Jahr 1802 starb er. 
Literatur. Eigene Notiz en.  Fü ssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Meus el, Teutsches Künstler- 
lexikon. Erster Tlieil. 
Lindau, Dietrich Wilhelm, Maler, geboren zu Dresden im Jahr 1799. Er ist 
ein Schüler Hartmann's, besuchte als königlicher Pensionär Italien und hat sich 
seit 1821 in Rom niedergelassen. Seine Scenen aus dem italienischen Volksleben, 
naturgetreu, voll Heiterkeit und Frische, werden mit verdientem Beifall aufgenom- 
men. Wir nennen von denselben: Thorwaldsen mit seinen Schülern in dem Innern 
einer Osteria, wo eine Römerin den Saltarello tanzt; ein römischer Zahnbrecher; 
eine Alballeserill; italienische Landleute mit Tamburinen von der Ernte heimkehrend, 
auf dem Rosenstein bei Stuttgart, 
Literatur. Couversatißllßlexikon von Meyer.  C0tta'sches Kunstblatt:1846, S. 15.  
Eigene Notizen.  Raczyßski, Geschichte der neueren deutschen Kunst 3, 361111 
Lindemann-Frommel, Karl, Lithograph und Zeichner der Gegenwart, geboren 
in Karlsruhe. Er ist ein Schüler Rgttmanns und seines Oheims , des Gallerie- 
direktors Frommel daselbst. AlS Ausbeute seines Aufenthalts in Italien 1844 biS 
1849 veröffentlichte er 1851 11'. Skizzen aus Rom und seiner Umgebung in litho- 
graphischen Kreidezeichnungen. Ferner nennen wir von seinen Arbeiten: ein Ge- 
witter in einer öden Flachlandschaft; Ansichten aus Potsdam in SePia, frisch und 
genial gegeben, nur etwas zu römisch gehalten. 
giglrlatur. Deutsches Kunstblatt 1853, S. 198. 1858, S. 25.  Kugler, Kleine Schriften. Dritte, 
Lindenast, Sebastian, Kupferschmied, arbeitete in Nürnberg 1462-1520. Er 
war ein Freund des Adam Kraft, und trieb zu dem für die Frauenkirche daselbst 
bestimmten Uhrwerke das sogenannte Männleinlaufen aus Kupfer in etwa dritthalb 
Schuh hohen Figuren. Mehrere derselben wurden verkauft, und durch hölzerne mit 
Blei überzogene ersetzt; von seinem Fabrikat sind nur noch Kaiser Karl IV. und sein 
Herold übrig. Kaiser Maximilian I. gab ihm das Vorrecht, seine Kupferwerke zu 
vergolden und zu versilbern. 
Literltllr. Rettberg, Nürnbergs Knnstlebrn.
        

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