Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057436
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Liechtenreiter 
Lienard. 
Joseph Schopf, von der Gesellschaft patriotischer Kunstfreunde in Prag die gol- 
dene Medaille von 10 Dukaten. 
Literatur. Dlabaez, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Liechtenreiter, Franz, gewöhnlich Francesco genannt, Maler, geboren zu 
Passau im Jahr 1700. Nachdem er daselbst die Anfangsgründe der Kunst erlernt 
hatte, bildete er sich in Venedig unter Vincentini weiter aus, und fertigte Zeich- 
nungen von den besten Gemälden, welche er dort antraf. Sofort liess er sich in Prag- 
häuslich nieder und wurde im Jahr 1741 zum Oberältesten der Neustädter Maler- 
konfraternität gewählt. Wir nennen von seinen Arbeiten: Peter und Paul in dem 
Strahower Pfarrgebäude (1803); die vier berühmten Räuber und Mörder, unter 
denen auch Cartouche sich befand; Porträte mehrerer Aebte in dem Stift Strahow. 
im Jahr 1775 starb er in kummervollen Umständen, obgleich er es an Fleiss nicht 
hatte fehlen lassen. 
Literatur. Dlabacz, Allgemeines Künstlerlexikon. _ 
Lieder, Maler und Lithograph dieses Jahrhunderts zu Wien. Er war schon im 
Jahr 1820 bekannt. .Man rühmt seine Miniaturgemälde als wahre Biographien voll 
Leben und Wahrheit. Auch seine lithographischen Bildnisse sind gelungen. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer. 
Liefrinck,  Maler und Zeichner, blühte um 1620-1640 vermuthlieh in rv 
Amsterdam. Man kennt nach ihm einen Zug von Büchsenschiitzen, Lanzenträgern KL 
und anderem Militär mit Bagagewägen , ein reiches Bild in Friesform; eine Schlacht- ([7 
scene, ein gut radirtes Blatt. Beigesetzter Monogramme bediente er sich.  
Literatur. Nagler, Die Monogrammisten 2, 326. 
Liefrink, Hans, Maler, Kupferstecher und Formschneider aus Leyden , lebte zu 
Antwerpen 1540-1580. Man zählt ihn zu den sogenannten kleinen Meistern, ob- 
gleich man einige ziemlich grosse Blätter von ihm hat. Sein Styl ist fein, aber 
etwas trocken. Mehrere Friese von ihm stellen Blätterwerk, Jagden, Vögel und 
Kinder zum Gebrauch für Bildhauer und Goldschmiede vor, und sind mit seinem 
Namen oder beigesetzt-cm Monogramm versehen. Auch bediente er sich der Initialen PL 
H. L.; H. L. F. ' Das Leben des 'I'äufers stach er nach F. Floris in zehn Blättern. 
Ferner kennt man von ihm mehrere Bildnisse, besonders vom königlichen Hause in 
Frankreich aus seiner Zeit, und einen höckerigten Scheerenschleifer, in Holz ge- 
schnitten. Die im Cottafschen Kunstblatt 1833, S. 35 aufgeworfene Frage, ob er 
nicht etwa der Meister des mit dem Monogramm H. L. und der Jahrszahl 1526 ver- 
sehenen kunstreichen Altars im Münster zu Breisach sein könnte, ist zu verneinen, 
da weder sein Aufenthaltsort, noch die Zeit, in der er wirkte, hiemit übereinstimmt. 
Literatur. Brullint, Dictionnaire des Monngrammes.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  
Heller, Geschichte der Holzschneideknnst, S. 173.  Vasari, Leben der ausgezeichnetsten Maler, 
Bildhauer und Bannaeister 3 b. 
Liemaeker, Nicolaas, genannt ROSE, Maler, geboren zu Gent im Jahre 1575. 
Er verdankte die erste Anleitung dem Marcus Geerards und lernte später mit 
Ruben s bei O. van Veen. In der Folge erhielt er einen Ruf an den Hof des Fürsten 
von Paderborn, fand daselbst viel Beifall, konnte aber das Klima nicht ertragen, 
wesshalb er nach Gent zurückkehrte, wo er bis zu seinem 1646 erfolgten Tode blieb, 
Er zeigt kühne Zeichnung, besonders im Nackten, kolossale Compositionen, eine 
gewandte Hand; aber es fehlt ihm an Lebensfülle und Frische, an geistvollem Aus- I 
druck und auch am Colorit, indem er oft in blaue und gelbliche Töne fällt. Sein 
Hauptbild ist der Fall der empörten Engel in der S. Nikolauskirche zu Gent. In 
Antwerpen sieht man von ihm historische oder mythologische Scenen. 
Literatur. Immerzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlanm. Kunstschilders. u. s. w.  
Schnaase, Niederländische Briefe, S. 300 und 308. 
Lienard, Johann Baptist, Kupferstecher, geboren zu Lille 11m das Jahr 1750. 
Er gehörte zu den guten Schülern von Ph. le Bas, war Vßrzüglich stark im Fach 
der Landschaften und zeichnete sich unter den Stechern für St. Neu's Voyages de 
Sicile et de Naples, sowie unter denen der Voyage pitfßresllue de 1a Suisse aus. Auch 
kennt man einzelne schöne Blätter von ihm. z. B.: Däliceß de rate nach le Prince; 
Vue des principaux Monumens de Rome nach Robert. Nach dem Jahr 1807 starb er, 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon.
        

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