Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057408
Liard 
Liberi. 
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dort die mit Tend. Felipe de L. bezeichneten Kupferstiche gefertigt, es ist diess 
jedoch zweifelhaft. Er hesass ein grosses Talent, richtig zu treifen und zu zeichnen, 
auch Seinn Bilder sowohl in Oel als in Miniatur harmonisch auszuführen. Zn seinen 
besten Porträten gehört das des Don Alvara de Bazau, ersten hlarquis von Santa 
Cruz. welches er im Jahr 1584 für den Kaiser Rudolph fertigte und das von Lupe 
de Vega besungen wurde. Von seinen Radirungen, welche mit einem leichten und 
geistreichen Stichel gearbeitet sind, nennen wir: Johannes in der YVüste predigend; 
eine Folge von 12 Blättern mit Soldaten und Mauren. Er bezeichnete seine YVerke 
mit: F.; Felippo Lia. f.; Teodor Filippo deLiagno inu. et fecit.  Gio. Orlandi for. 
in Napoli. Im Jahr 1625 starb er zu Madrid. 
hitcrulur. Bartsch, Le Peintre Graveur 17, 1991i".  Bermudez, Diccionario historico de los mas 
illustres professores de las hellas nrtos en Espaim.  Fiorillo, Geschichte der zeichnendeu Künste 
in Spanien. 
Liard, Joseph, Ingenieur, geboren zu Rosiöres aux Salines in Lothringen im 
Jahr 1747. Sein Hauptwerk ist der Kanal, Welcher die Rhone mit dem Rhein ver- 
bindet und im Jahr 1832 vollendet wurde. im Jahr 1814 wurde er Commandant der 
Ehrenlegion und Chef der Genieabtheilung der Nationalgarde zu Paris mit dem Titel 
eines Brigadegenerals. Im Jahr 1832 starb er auf seinem Landgut in der Nähe von 
Besangon. 
Literatur. Biographie universelle, supplement. 
Liasen, Jean Jacques, Jans genannt, Tapetenfabrikant von Brügge. Er fer- 
tigte die ersten Haut- und Basselissetapeten, welche von der Manufaktur der Gobe- 
lins ausgingen, und brachte es mit le Feuvre in der Vervollkommnung dieser Kunst 
so weit, dass ihre schönen Teppiche von den ersten Kunstfreunden gesucht wurden. 
Literatur. Leuoir, jourual des artisies 1831.  
Liberale, Antonio da Verona, Maler, geboren zu Verona im Jahr 1451. Er 
war der Sohn des Magistri Jacobi a Blado von S. Joanne in Valle und Schüler des 
Veronesers Vincenzio di Stefano, ahmte aber die Weise des Jacopo Bellini 
und des Mantegna nach. Unter Anderem malte er im Dom zu Verona eine An- 
betung der Könige mit einer unendlichen Menge kleiner Pferde, Hunde und anderer 
Thiere und mit einer Gruppe Cherubim, wobei er die Köpfe mit einer Feinheit aus- 
führte, dass sie Miniaturen gleichen. Üeberhaupt liebte er es, kleine Dinge aus- 
zuführen. Durch den General der Mönche von Monte Oliveto nach Siena berufen, 
Vefzigrte er daselbst viele Bücher mit wirklichen Miniaturen. Seine Madonna auf 
dem Throne, mit Heiligen umgeben, und der heil. Sebastian im Museum zu Berlin 
sind hart und manierirt, ersteres Bild jedoch nicht ohne etwas Tüchtiges in den 
Köpfen. Im Jahr 1536 starb er. 
Literatur. Kugler, Beschreibung der Kunstschätze von Bennn Erste,- TneiL  vnsui, Leben der 
ausgezeichneisren Maler, Bildhauer und Baumeister 3b , Welcher auch sein Bildniss gibt. 
Liberale , GGIISiO (Gennesio ode1' Georgio) , Maler, geboren zu Udine. Er war 
ein Schüler Pellegrinos undwerstand besonders gut Fische zu malen. Um das 
Jahr 1560 arbeitete er mit Auszeichnung am Hofe des Erzherzog Ferdinand zu 
Innsbruck. 
liiteratnr. Florillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Italien.  Füssli , Allgemeines Künstler- 
lexikom  Vasari, Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister 3 h. 
Libergier (11 Bergler 7), Hugo, Baumeister. Er gründete im Jahr 1229 die 
jetzt zerstörte Sßhörle Kirche St. Nicaise zu Rhcims und starb im Jahr 1263. 
Literatur. BiUEWPlIiC universelle.  Kugler, Geschichte der Baukunst 3, G1. 
Liberi, Pietro, Maler, geboren zu Padua im Jahr 1605. Seine Studien in Rom 
nach den Antiken, 118'311 Michelangelo und Raphael, zu Parma nach Correggio 
und zu Venedig nach den grössten dortigen Meistern führten ihn zu einem Styl, der 
etwas von jeder dieser Schulen hat und sowohl in Italien als besonders in Deutsch- 
land überall gefiel, so dass er von diesem Lande als Graf, Ritter und reicher Mann 
zurückkehrte. Er pflegte zu Sagen, er habe zweierlei Pinsel, einen schnellen und 
freien, der nicht alles vollende, und einen ileissigen, wo man jedes Haar zählen 
könne, jenen für Kenner, diesen für Nichtkenner. Man kann auch seinen Styl in 
den grossartigen und leichten thßilell- In ersterem malte er seltener, z. B. zu 
Venedig den unschuldigen Kindcrmurd. Besonders liebte er im zweiten die nackte
        

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