Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057397
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Leygebe , Paul Karl 
Liaüo. 
terem Jahre unter Kurfürst Friedrich Wilhelm dem Grcssen nach Berlin berufen. Ur- 
sprünglich ein Schwertfeger, ward er durch kunstreich geschnittene Verzierungen 
von Wlafenstücken und durch die Anfertigung von Stempeln für Münzen und Medaillen 
dahin gebracht, das Eisen wie weichen Stoff zu schneiden. In den Kunstkammern 
zu Berlin, Dresden, München u. s. w. finden sich Werke seiner Hand. Wir nennen 
von denen in Berlin: eine Gruppe, den grosscn Kurfürsten zu Pferd, wie er die 
Hydra erlegt, vcrstellend, zwar schwerfällig, aber im Einzelnen ungemein fein, 
sauber und sorgfältig; ein Degenknopf, worauf man den Kampf des Herkules mit 
dem Centauren sieht, eine reiche, lebensrolle Composition; das Profilbildniss des 
Kurfürsten in Lebensgrösse in Bronzerelief. Im Jahr 1660 radirte er sein eigenes 
Bildniss. Bei einem Versuche in der Schabkunst zeigte er sich sehr unbeholfen. Er 
bezeichnete seine Arbeiten theils mit seinem Namen, theils mit den Initialen G L, 
theils mit beigesetztem Monogramm. Im Jahr 1682 oder 1683 starb er zu Berlin. 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogren-unes.  Kugler, Beschreibung der Kunstschätze in 
 Berlin. Zweiter Theil.  Rettberg, Nürnbergs Kunstleben. 
Leygebe, Paul Karl, Maler, geboren zu Nürnberg im Jahr 1664. Er war ein 
Sohn des Gottfried und wurde Professor an der Kunstakademie zu Berlin. Ini 
Malen von Pferden, Schlachten und Jagden leistete er Tüchtiges. Wir nennen von 
seinen Arbeiten: Peter! der Grosse auf dem Pferde, welches er in der Schlacht von 
Pultawa ritt.  Nach dem Jahr 1730 starb er. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon. 
Leys, Hendrik, Maler, geboren zu Antwerpen im Jahr 1815. Zum Lehrer hatte 
er seinen Schwager Braekeleer. Zuerst malte er Gefechte, Aufstände u. s. w. aus 
dem Mittelalter mit genauerem Eingehen auf das damalige Costüme, auch warmem 
und kräftigem Colorit, in neuerer Zeit fertigt er Genrebilder, Watfensäle, Studir- 
zimmer im alten Styl mit entsprechenden Personen, und weiss dabei Licht und Schatten 
trefflich anzubringen. Seine Sceneric isr reicher und bedeutender als die der alten 
Niederländer, während er ihnen in der Kraft und Treue des Farbentons gleichkommt. 
TVir nennen von seinen Arbeiten: der Wlaüenschmied; die Wirthshausscene; das 
Neujahr in Flandern; Faust's Spaziergang. Im Jahr 1846 erhielt er die Medaille 
der dritten, im Jahr 1855 die der ersten Klasse, auch ist er Offizier des Leopoldordens. 
Literatur. Catalogue de Yexposition des beaux arts. Paris 1855.  Oottzfsches Kunstblatg 
1840, S. 351. 1848, S. 1491i  Deutsches Kunstblatt 1857, S. 140.  Immerzeel, De Leveus 
en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstsehilders u. s. w.  Springer, Geschichte der bildenden 
Künste im 19. Jahrhundert. S. 190 ff. 
Leyto , Andres , Maler, blühte zu Madrid um das Jahr 1680. Im Malen von 
Wirthsstuben und dergl. übertrafen ihn wenige Künstler in Spanien. 
Literatur, B ermudez, Diccionarin historico de los mas illustres professores de las bellas artes en Espnüa. 
Leyva, Fr. Diego de, Maler, geboren zu Itaro in der Rioja im Jahr 1580. Er 
hielt sich einige Jahre in Italien auf und kehrte dann nach Burgos zurück. Nachdem 
er Wittwer geworden, trat er im Jahr 1634 in das Karthäuserkloster von Milailores 
und schmückte dasselbe mit vielen Gemälden, z. B. 15 Stücken aus dem Leben des 
heil. Bruno und 11 Märtyrerbildern des Ordens. Von seinen früheren Arbeiten nennen 
wir: die Bildnisse des D. Cristobal Vela und des Kardinals Zapafa. Sein Colorit ist 
immer angemessen , obgleich zuweilen weniger frisch und glänzend , seine Zeichnung 
correct und die Composition verständig. Im Jahr 1637 starb er. 
Literatur. Bermudez, Diccionario lristorico de los mas illustres profcssorcs de las bellas artes en 
Espaila.  Biographie universelle, supplement. 
Llläriß, E, französischer Kupferstecher der Gegenwart, seit einigen Jahren in 
Antwerpen ansässig. Auf der Brüsseler Ausstellung vom Jahr 1836 war ein Stich 
in Schwarzkunstmanier von ihm nach dem Bilde von Wappers, die Aufopferung des 
Bürgermeisters von Leyden, wofür er eine silberne, und von dem König von Preussen 
eine goldene Medaille erhielt. Die polytechnische Gesellschaft von Paris ernannte 
ihn in demselben Jahre zu ihrem Mitglied. 
Literatur. Immex-zeal, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstsclrilders u. s. w. 
Liaio, Felipe de, Maler und Radirer, geboren zu Madrid im Jahr 1556. Er 
hatte den Beinamen el Pequeno, d. i. der kleine Titian, und war ein Schüler des 
Alonso Sanchez Coello. Man glaubt, er sei auch in Italien gewesen und habe
        

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