Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057334
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Lescot 
Lessing. 
Lescot, Pierre , Baumeister, geboren zu Paris im Jahr 1510. Er war ein Spröss- 
ling der Familie d'Alissy, Abt von Clugny, Kanonikus der Kathedrale zu Paris und 
Rath der Könige Franz 1., Heinrich II., Karl IX. und Heinrich III. Sein Hauptwerk 
ist die im Jahr 1541 begonnene und 1548 vollendete Westliche Fagade des Hofes im 
Louvre, in welchem die moderne französische Architektur ihren Triumph feiert. " 
Aber auch das Haus Franz I. und die Fontaine des Innocents sind herrliche Denkmals 
des Renaissancestyls, welchen er sich zu eigen gemacht hatte. Um die plastische 
Ausschmückung seiner Werke machte sich Jean Gougon sehr verdient. Lescot 
starb im Jahr 1578.  
Literatur. Eigene Notizen.  Kugler, Handbuch der Kunstgeschichte.  Quatremere de 
Quincy, Histoire de la. vie et des ouvrages des plus cälebres architectes. 
Leslie, Charles Robert, Genremaler in London, geboren daselbst von amerika- 
nischen Eltern im Jahr 1'794. Im Alter von fünf Jahren kam er nach Amerika, lebte 
dann wieder in England l8l1e-1833 und kehrte im Jahr 1834 noch einmal nach 
Amerika zurück. Er war Mitglied der königlichen Societät der Künste. Seine Vor- 
Würfe nahm er meistentheils aus Dichtern, z. B. Shakespeare, Cervantes, Milton. 
Besonders waren es Scenen humoristischer Art, die er originell und geistreich darzu- 
stellen wusste. Wir nennen von seinen Arbeiten: die Zähmung der Widerspenstigen; i" 
eine Parthie aus den lustigen Weibern von Windsor; Onkel Toby, der zusieht, ob 
die Wittwe etwas im Auge hat. Uebrigens lieferte er auch Mittelmässiges. Im Jahr 
1859 starb er. 
Literatur. Allgemeine Zeitung"1859, S. 2270.  Passavaut, Kunstreise durch England und 
Belgien.  Raczynski, Geschichte der neueren deutschen Kunst 3, 609.  Waagen, Kunstwerke 
und Künstler in England.  
L6 Soeur, Hubert, Bildhauer und Erzgiesser, geboren in Frankreich. Er soll 
ein Schüler des Giovanni da Bologna gewesen sein und kam um das Jahr 1630 
nach England, wo er unter Karl I. der ausgezeichnetste Künstler in seinem Fach 
wurde. Die meisten seiner Arbeiten sind zerstört worden. Sein Hauptwerk, welches 
sich erhalten hat, ist die Ritterstatue des genannten Königs zu London auf dem 
Platze Charing-Crcss. 
Literatur. Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Grossbritannien.  Passavant, Kunst- 
reise durch England und Belgien.  
LESSGT, Alexander, Historienmaler in Warschau, geboren daselbst im Jahre 1814. 
Er besuchte die Akademie zu Dresden 1832-1835, und die in München unter 
J. Schnorr 1835-1846, ging dann nach Warschau zurück, wo er in den Aus- 
stellungen von 1840 und 1842 die grosse Preismedaille erhielt. Mit Vorliebe be- 
handelt er Gegenstände aus der einheimischen früheren Geschichte, und verbindet 
poetische Auffassung mit historischer Wahrheit. Wir nennen von seinen Arbeiten: 
der neunjährige Boleslaus III. bittet seinen königlichen Vater, in die Schlacht gegen 
die Mähren ziehen zu dürfen im Jahr 1095, lithogra-phirt- von Franz Hanfst-ängl 
in München; die Vertheidigung der Burg Trembowla gegen die Türken im Jahr 1675. 
lithographirt von Freimann in München; die Töchter des Cid auf dem Bosenstein i 
bei Stuttgart. Beigesezten Monogramms bedient er sich. 
Literatur. Handschriftliche Nachrichten.  Nagler, Die Monogrammisten. 
Lessing, Karl Friedrich, Landschaft-s- und Historienmaler in Karlsruhe, ge- 
boren zu WVartenberg in Schlesien im Jahr 1808. Er gehört zu den KoryPhäßll 
der Künstler der Gegenwart. Sein Grossoheim war Gotthold Ephfaim- Bei 
Rösel und Dähling genoss er in Berlin Zeichenunterricht und folgte im Jahr 1827 
Schadow nach Düsseldorf. Seine Landschaften zeugen von tiefpßetiisßller Natur- 
auffassung und sind meist von einem elegisc-hen Hauche durchdrungell- Wir nennen 
von denselben: eine abendliche Waldlandschaft;""' ein Klosterhof im Wlinter. Als 
Historienmaler beurkundet er das eingehendste Studium und meisterhafte Charak- 
teristik. Seine bedeutendsten Bilderdieser Art umfasseudiß EPOChe der deutschen 
Reformation, so die Hussitenpredigt, die übrigens verschieden beurtheilt wirdyi" 
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Abgebildet in den D enkmälern der Kuns z. Atlas zu Kuglers Handb. d. Kunstgesch. Taf. 87 A., Fig. 2. 
Ebeudaselbst. Taf. 132, Fig. 6. 
Ebendaselbst. Tuf.134, Fig. 2. 
Ebendaselbst. Taf. 123, Fig. 5.  
        

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