Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057319
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Leopardo 
Leprince. 
Leopardo, Alessandro, Baumeister, Bildhauer und Erzgiesser von Venedig, ge- 
boren daselbst um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Er war das Haupt einer beträcht- 
lichen eigenen Werkstatt. Ihm wird vor Allem das schönste der Dogengräber bei- 
gelegt, nämlich das des Andrea Vendramiu 1' 1478 , welches in S. Giovanni e Paolo 
sich befindet. Ausser der an Feinheit und Sorgfalt mit antiken Gemmen verglichenen 
Ausführung werden besonders die schönen, seelenvollen Köpfe daran gepriesenf 
Ausserdem sind von ihm die drei Flaggenhalter auf dem Marcusplatze, deren Figür- 
liches gleichfalls die Benützung antiker Vorbilder mit grossem natürlichem Schön- 
heitssinn verbunden offenbart. Ferner rührt von ihm her der Bronzeguss der Reiter- 
statue des Bartolomeo Colleoni und die Erfindung des Piedest-als desselben. "l Als 
Baumeister fertigte er das Modell zu der Schule della Misericordia, welche im Jahr 
1508 angefangen wurde. Im Jahr 1510 starb er. 
Literatur. Biographie universelle.  Burckhardt, Der Cicerone, S. 6241i".  Füssli, Allge- 
meines Künstlerlexikcn. 
Lepautre (LEPOÜIG), Antoine, Baumeister, geboren zu Paris im Jahr 1614. Er 
war erster Architekt des Königs und von Monsieur, Bruder Ludwigs XIV. , auch Mit- 
glied der Akademie , baute die zwei Flügel des Schlosses St. Cloud, und nach seinem 
Entwürfe wurde die Kirche von Port Royal aufgeführt. Für Verzierung der Gebäude 
hatte er entschiedenes Talent, sein Styl ist zwar etwas schwer-fällig, aber grossartig 
und solid. Er schrieb Les Oeuvres darchitechture d'Antoine Lepautre. Im Jahr 
1691 starb er aus Verdruss darüber, dass sein Plan zum Bau des Schlosses Clugny 
verworfen wurde. 
Literatur. Biographie universelle. 
L8 Pere , Baumeister in Paris. Er führte mit seinem Schwiegersohn Jakob 
Ignaz Hittorf 1824-4844 den Bau der Kirche S. Vincent de Paul zu Paris aus. 
Literatur. Eigene Notiz eu. 
L6 Pere, Alfred Adolphe Edouard, Maler und Bildhauer der Gegenwart, ge- 
boren zu Paris. Er ist ein Schüler von Ramey, A. Dumont und Toussaint. Im 
Jahr 1852 erhielt er den ersten grossen Preis von Rom. Im Jahr 1859 stellte er zu 
Paris aus: Lyssia, Gattin des Königs Kandaules; eine Bacchantin, beides Statuen, 
und das Gemälde, Bathseba. 
Literatur. Catalogue du Salon de 1859. 
Lepicie, Nicolas Bernard, Maler. geboren zu Paris im Jahr 1735. Er war 
ein Sohn des Bern ar d, welcher im Jahr 1755 ebendaselbst als Kupferstecher, Seere- 
taire perpetuel et Historiographe de PAcademie et Professeur d'Histoire des lilleves 
proteges starb , und Schüler des Carle Vanlo o. In der Folge wurde er Maler des 
Königs und Professor an der Akademie. Seinen Arbeiten ist die jetzige Kritik nicht 
günstig. Wir nennen von denselben: Muth der Porcia; Regulus von seiner Familie 
sich verabschiedend. Levasseur und Andere haben nach ihm gestochen. Im Jahr 
1784 starb er.  
Literatur. Biographie universelle. 
Le Poittevin, Eugene Modeste Edmund, Maler der Gegenwart in Paris, ge- 
boren daselbst im Jahr 1806. Er ist ein Schüler von Hersent, und erhielt ini Jahr 
1855 die Medaille der dritten, im Jahr 1831 und 1848 die der zweiten, im Jahr 1836 
die der ersten Klasse, auch im Jahr 1843 das Kreuz der Ehrenlegion. Der Vorzug 
seiner Arbeiten ist Feinheit des malerischen Tons. 1m Jahr 1836 stellte er zu Paris 
aus: Untergang des Schiffes le vengeur; im Jahr 1855 unter Anderem: der Winter 
in Holland; im Jahr 1859: eine normannische Hütte. Er bedient sich theils der g, 
Initialen E P , theils beigesetzten Monogramms.  
Literatur. Brulliot, Dictiunnaire des Monogrammes.  Catalogue da Pexposition des beaux 
arts. Paris 1855.  Catalogue du Salon de 1859.  Kugler, Kleine Schriften 3, 685.  
Raczynski, Geschichte der neueren deutschen Kunst 2, 3701i".  Sllfillger, Geschichte der 
bildenden Künste im 19. Jahrhundert, s. 334. ' 
Leprince, Jean Baptiste, Maler und Kupferstecher, geboren zu Metz im Jahr 
1'733. Die Anfangsgründe der Kunst lernte er in seiner Vaterstadt, und kam dann 
zu Boucher in Paris, ohne jedoch denselben zum Muster zu nehmen. In der Folge 
Abgebildet in den Denkmälern der Kn: 
Ebendaselbst. Taf. 66, Fig. 2. 
1st. 
Atlas zu Kuglers Handb. 
der Kunstgesch,
        

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