Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057270
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Lenker 
Lens , Bernhard. 
RaphaeFs, Correggids und Anderer zu Vorbildern nahm und Copien davon 
machte. Nach seiner Rückkehr wurde er Professor an der Akademie zu Berlin. Wir 
nennen von seinen Arbeiten: eine Kreuzabnahme für die Jakobskirche zu Stettin, 
während seines zweiten Aufenthalts in Rom gemalt; eine Grablegung für die Kirche 
von Demmin. Schönheit der Form, Correctheit und harmonische Färbung sind die 3d, 
Vorzüge dieses Künstlers. Beigesetzten Monogramms bedient er sich. 
Literatur. Brnlliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Conversationslexikon von Meyer.  
K u gl er , Kleine Schriften. Erster Theil.  R BC zynski , Geschichte der neueren deutschen Kunst 3, 66. 
Lenker (Lenkare), Hans, der jüngere, Goldschmied in Nürnberg. Er fertigte 
den Deckel eines auf der königlichen Hof- und Staatsbibliothek zu München befind- 
lichen Gebetbuchs, welcher mit schönen Arabesken verziert ist, und beistehendes N 
Monogramm nebst der Jahrszahl 1573 trägt, auch hat man von einer seiner Arbeiten Eh  
einen Abguss in Gyps, die Steinigung des Stephanus, wo er selbst die Art des Zeuges 
an dem Kleide des Heiligen sehr natürlich auszudrücken wusste. Die Stadt Augs- 
burg wählte ihn zu ihrem Bürgermeister. Hans der ältere, vermuthlich der Vater 
des obigen, liess im Jahr 1616 einen Traktat über die Optik drucken. Christoph, 
ein Bruder Hans des jüngern, geboren im Jahr 1573, schuf für die Kirche zum 
heil. Kreuz in Augsburg einen Altar von Silber mit schätzbarem Blumenwerkuvon 
getriebeuer Arbeit. Er starb im Jahr 1613. 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Lennep, Katharina Julia ROCÜETS van, Stilllebenmalerin, geboren zu Almelo 
in der Provinz Oberyssel im Jahre 1813. Sie ist die Ehefrau des Advokaten Jero- 
nimo de Vries. Im Zeichnen unterrichtete sie A. Weiss, im Malen war die Natur 
ihre Führerin. Eines ihrer besten Bilder ist ein Blumen- und Früchtestück, welches 
im Jahr 1842 von der Gesellschaft Felix Me1'itis mit der silbernen Ehrenmedaille 
gekrönt wurde. Die Werke dieser Künstlerin, welche Mitglied der königlichen 
Akademie der bildenden Künste zu Amsterdam ist, empfehlen sich durch sorgfältige 
Behandlung, angenehmes Colorit und geschmackvolle Zusammenstellung. 5 
Literatur. lmm erzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlanm. Kunstschilders u. s. w. 
Lenoir, Nicolas, Baumeister in Paris, geboren daselbst im Jahr 1'726. Er war 
ein Schüler von Blondel und begab sich in Folge des erhaltenen ersten Preises nach 
Rom, wo er die alterthümlichen Monumente so ileissig studirte, dass ihn'seine Ge- 
nossen le Romiain nannten. Nach seiner Rückkehr baute er das Schloss Voltaire's 
zu Ferney und das Theater de la Porte de St. Martin; auch rührt von ihm der 
Viktualienmarkt des Faubourg St. Antoine, Beauveau genannt, her und eine dahin 
führende Strasse trägt seinen Namen. Im Jahr 1810 starb er zu Paris. 
Literatur. Biographie universelle. 
LGIIS, Andreas ÜOInGIiS. Maler, geboren zu Antwerpen im Jahre 1739. Seine 
Lehrer waren Eyckens und Beschey. Schon in seinem 16. Jahre erhielt er den 
ersten Preis an der Akademie. Im Jahr 1764 reiste er nach Italien, wo er die alten 
Meister und Raphael studirte. Nach seiner Rückkehr ward er zum Lehrer an der 
Zeichenakademie ernannt, in welcher Stellung er das Gedeihen der Kunst in Belgien 
wesentlich förderte. Auf seinen Antrag entfesselte die österreichische Regierung im 
Jahr 1773 die Kunst von allen Hemmnissen des Handwerks. Im Jahr 1781 IiGSS 
er sich zu Brüssel nieder und lieferte zahlreiche Bilder für Paläste und KirChell, 
welche zwar nicht ganz von den Mängeln seiner Zeit  der Kälte des Cßlüfits und 
 der conventionellen Grazie  frei waren , jedoch eine ernste Richtung und gewandte 
Zeichnung zeigten. Zu seinen Hauptwerken gehören: die früher im Schlosse Laeken 
aufgestellt gewesenen, später nach Wien gebrachten mythologischen Bilder; die 
Verkündigung Mariä in der Michaeliskirche zu Gent; die Magdalenenbilder in der 
Magdalenenkirche zu Lille. Auch schrieb er: Essai sur 16 11011 goüt en peinture; 
Traite sur les costumes des peuples anciens. Er war Ritter dßS niederländischen 
Löwenordons, Mitglied des königlichen niederländischen InSiitütS, der Gesellschaft der 
schönen Künste zu Gent u. s. w., und starb im Jahr 1822 zu Brüssel. 
Literatur. lmmerzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w.  
Schnaase, Niederländische Briefe, S. 301 E. 
Lens, Bernhard, der jüngere, Zeichner, Maler und Kupferstecher, geboren
        

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