Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057142
Laiariui 
Lazzarini, Giovanni Andrea. 
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der Natur und verfiel in eine etwas französische Manier,_z.B. bei dem Porträt, der 
Königin Charlotte, wogegen andere Werke aus dieser Zeit eine sehr feine Auf- 
fassung der Natur beurkunden, z. B. eine im Besitz der Herren Woodburn befindliche 
Stiftzeichnung einer jungen Engländerin, und des Wm. Lindley als Jünglings, In 
der zweiten Periode wurde er etwas manierirt. In der letzten ist er ganz vorzüglich. 
Man bewundert hier an ihm eine glänzende Technik und geistreiche Behandlung, 
auch eine eigenthümliche Grazie in der Darstellung weiblicher Porträts, besonders 
in der hohen Aristokratie. Wir nennen_ von seinen Bildnissen noch weiter: das des 
Pabst Pius VII.; des Kardinals Consalvi; Georgs IV. im Carltonpalast; des Lord 
Clanwilliam; der Mistriss Dottin.  Für historische Compositionen hatte er kein bel- 
deutendes Talent. Im Jahr 1830 starb er zu Londdn.     
Literatur. Cottafsches Kunstblatt 1832, S. 109  Kugler, Handbuch der Geschichte. d91-'Mn1e- 
rei.  Passavant, Kunstreise durch England und Belgien.  Raczynski , Geschichte der neueren 
deutschen Kunst 3, 534i?   ; 
Lazarini (Lazzarini) , Gregorio, lilaler in Venedig, geboren zu Villanuova, 
blühte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Er verliess nicht bloss selbst den 
dunkeln und gemeine-n, Styl seines Meisters Fr. Rosa, sondern verbannte ihn auch 
aus der venetianischen Schule, von Welcher er durch die Richtigkeit seiner Zeichnung 
gleichsam der Raphael ist. Sein Hauptwerk ist der Patriarch S. Lorenzo Giustiiiiani, 
welcher, auch_. sehr kräftiges Colorit hat, was man nichtimmer bei seinen Arbeiten 
findet. Nach ihm stach J. Wagner die Kindheit des Bacchus u. s. w. und Aug. 
a Via einen Triumph-der Galathea. Unter seinen Schülern A-ist Tiepolo zu nennen. 
Lazariniis Todesjahr fallt um 1'130;      
Literatur. Füssli; Allgemeines Künstlerfexikon.   -     
Lazerges, Jean Raimond Hippolyte, Maler der Gegenwart  geboren zu Nar- 
borine (Aude). Er ist ein Schüler von'F. Bouchet und erhielt im Jahr 1'843 die" 
Medaille-der dritten, im Jahr 1848. die der zweiten Klasse. Im Jahr 1859 stellte er 
in Paris unter Anderem aus: Jesus" embrassant la croix. 
 Literatur. Catalogue du Salon de 1859.  
Lazzari, Donato, genannt Brafnante, Baumeister und Maler, geboren zu Monte 
Asdrualdo im Gebiet von Urbino im Jahr 1444. Nachdem 'er bereits beide Künste 
erlernt hatte. ging er im Jahr 1476 in die Lombardei und von da im Jahr 1499 nach 
Rom. Hier erhielt er besonders durch Pabst. Julius Il. vielfacheiBeschäftigung, und 
zog auch seinen Verwandt-en und Landsmann, den berühmtenRaphael Sanzio 
dahin. Er ist der Gründer der römischen Hochrenaissance, deren Charakter edle 
Einfachheit, massvolle antikisirende Dekoration und ansprechendste Anmuth ist. Wir 
nennen von seinen Bauten in Rom: der Palast Giraud, jetzt Torlonia; der Hof des 
Palastes der (Iancellariai; der Klosterhofibei S. M. della Pace; die jedoch nur zum 
kleinsten Theil vollständig ausgeführte Anlage des vatikanischen Palastes; die Grund- 
anlage des Neubaus der S. Peterskirche; M von auswärtigen: die Kirche in Loretto 
mit Ausnahme der Kuppel;_ der Chor von S. Maria della Grazie in Mailand. Sein 
Ruhm dieser seiner Werke verdunkelte den seiner Gemälde und es ist von letzteren 
keines mehr mit Sicherheit nachzuweisen. Im Jahr 1514 starb er. 
nun-nun, Burckhardt, Der Cicerone, S. 303ff.  Vasari, Leben der nusgezeichnetsten Maler, 
Bndhauer und Baumeister von Gimabue bis zum Jahr 1567, dritter Band, welcher auch sein Bildniss gibt. 
Lazzarjni, FIBJICGSGO , Bildhauer zu Carrara. Er bildete sich in Rom und wurde 
einer der vorziiglichsten Künstler _seiner Vaterstadt. Sein Hauptwerk ist dießtatue 
Franklins für Philadelphia. Im Jahr 1808 starb er.  1 
hiterntnr. Conversationslexikon von Meyer.  . 
LaZZarini, GiOVQIIIII Alld-Tea, Maler, Dichter und Kunstschriftsteller, geboren 
zu Pesaro im Jahr 1'711. Gerühmte Werke von ihm sind: Cincinnatus zum Dictator 
berufen und Archimedes, beide zierlich, gefällig und edel behandelt; H_eiligen- und 
Marienbilder. Von Seinen Schriften nennen wir: Dissertatione sull'arte della pittura. 
Im Jahr 1801 starb er als Kanonikus von Pesaro.  
Literatur. Conversationslexikon von Meyer.-- Füssli , Allgemeines Künstlerlexikon.  
" Beide abgebildet in den Denkmälern der Kunst. 
Taf. 71, Fig. 1 und 2.   
 Ebondaselbst. Taf. 87, Fig. 1-4. 
Atlas zu Kuglers Handbuch der Kunstgeschichte.
        

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