Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057058
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Langlois, de Chevreville 
Lankrink. 
Langlois, de Chevreville, Lucien Theophile Auge Sosthene, Maler, geboren 
zu Mortin (Manche) im Jahr 1803. Er war ein Schüler von Gros, hielt Sich längere 
Zeit in Rom , Pompeji und Genf auf und liess sich dann in Rouen nieder, wo er ein 
Atelier für Malerei und Perspektive eröffnete. Später wurde er Conservator des 
Museums von Cherbourg und Professor des Zeichnens am Collegium zu Paris. Ausser 
mehreren treiflichen Copien und Porträten lieferte er grosse historische Stücke, be- 
sonders aus der heil. Geschichte, z. B.: der Engel, welcher den Dämon stürzt; eine 
Erscheinung der Maria in der S. Patricekirche zu Rouen. Im Jahr 1845 starb er 
zu Paris. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer. 
Langlois, Eustache Hyacinthe, Zeichner, Kupferstecher und Alterthumsforscher, 
geboren zu Pont de l'Arche in der Normandie im Jahr 1777. Im Jahr 1793 trat er 
bei David ein, und in der Folge in die Kriegsschule. Im Jahr 1816 nahm er seinen 
bleibenden Aufenthalt in Bauen, wo er, wie in seiner Vaterstadt, stets mit Nahrungs- 
sorgen zu kämpfen hatte, bis seine Lage durch Vermittlung der Herzogin von Berry, 
welcher er einmal als Cicerone diente, dadurch verbessert wurde, dass er die Stelle 
eines Professors im Zeichnen an der Stadtschule erhielt, auch empfing er im Jahr 
1824 das Diplom eines Mitglieds der Akademie zu Rouen, und im Jahr 1835 wurde 
ihm das Kreuz der Ehrenlegion zu Theil. Besonders that er sich in phantastischen 
Sceuen hervor, z. B. bei Darstellung von unheimlichen alten Kirchen , Teufeln, 
Hexen, und zeigte dabei eine correcte Zeichnung, auch liebte er die Allegorien, 
so z. B. malte er die Conscription unter dem Bilde eines allverzeluenden Ungeheuers, 
welches durch den kaiserlichen Adler stets neue Nahrung erhält. Als Kupferstecher 
arbeitete er viel namentlich für Werke, die sich auf die Normandie beziehen, auch 
hat man viele archäologische Schriften von ihm. Im Jahr 1837 st-arb er als Direktor 
der Malerakademie zu Rouen. 
Literatur. Biographie universelle, supplement.  Cottafsches Kunstblatt 1837, S. 419. 
Langlois, Jcröme Martin, Maler, geboren zu Paris im Jahr 1779. Er war ein 
Schüler von David und erhielt im Jahr 1805 für den Tod des Demosthenes den 
zweiten Preis, im Jahr 1809 für Priamus zu den Füssen des Achilles den ersten Preis. 
Von Rom aus, wohin er sich nun begab, sandte er die Kassandra, welche grosses 
Aufsehen machte. Im Jahr 1815 kehrte er zurück, erhielt im Jahr 1819 für das 
Stück, Alexander gibt die Gampaspe dem Apelles, die grosse goldene Medaille, und 
im Jahr 1822 für Diana und Endymion das Kreuz der Ehrenlegion. 1838 wurde er 
Mitglied des Instituts und starb in demselben Jahr in tiefer Bekümmerniss über die 
Folgen davon, dass er die Manier seines Lehrers verlassen hatte. 
Literatur, Villot, Notice des tableanx du Musee du Louvre. Dritter Theil. 
Lanini , Bernardino, Maler zu Vercelli, geboren um das Jahr 1510. Er machte 
sich seit 1546 bekannt und war ein Schüler des Gaudenzio Ferrari. Längere 
Zeit ündet man bei ihm Wahre Energie in Formen und Farben , später wurde er sehr 
manierirt. Zu Vercelli sieht man von seiner Hand in S. Cristoforo: die Vermählung 
Mariafs von mehr alterthümlicher peruginesker Auffassung; eine durch frische, heitere 
Lebendigkeit ausgezeichnete Trauung eines vornehmen , betagten Paares; eine treff- 
liche Madonna mit Heiligen; in S. Giuliano eine andere. Die Madonna mit Heiligen 
im Museum zu Berlin ist zwar nicht kräftig und sonderlich charaktervoll, doch auch 
nicht ohne den Ausdruck eines schlichten und milden Gefühls. Um das Jahr 1578 
starb er. 
Literatur. Burckhardt, Der Cicerone, S. 870.  Cotttsches Kunstblatt 1838, S. 272. -Füssli, 
Allgemeines Künstlerlexikon.  Kugler, Beschreibung der Kunstschätze in Berlin. Erster Theil.  
Kugler, Handbuch der Geschichte der Malerei. 
Lankrink, Prosper Henricus , Maler, geboren zu AntwerPen im Jahr 1628. 
Er lernte auf der Akademie daselbst und liess sich später in England nieder. Seine 
Landschaften stellen meist wilde Naturscenen dar, sind hübsch componirt und har- 
monisch, haben auch ein schönes Colorit. Die Figuren darauf sind in Tizian's 
Manier behandelt. Peter Lely liess durch ihn in seine besten Bilder die Hinter- 
gründe ausstafiiren. Im Jahr 1692 starb er in England- 
Illierulur. Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Grossbritannien.  lmmerzeel, De 
Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w.
        

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