Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1057017
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Landseer, John 
Lanfrani. 
ist, unwillkührlich das Mitleid in Anspruch nimmt. Seine Bilder aus Schottland geben 
die genaueste Kenntniss des dortigen Lebens und Treibens. Auch hat er Antheil 
an den Frescobildern in Bukingham-House, welche Darstellungen aus englischen 
Dichtern, besonders aus Milton, enthalten. Ch. Lewis ätzte nach seiner Feder- 
zeichnung eine Reihe von Blättern, the mothers, saugende Thiermütter vorstellend. 
Seine Arbeiten sind sehr häufig gestochen worden. Er selbst radirte 17 Blätter mit 
allerlei Thieren. Im Jahr 1831 wurde er Mitglied der Londoner und im Jahr 1846 
der Brüsseler Akademie, auch im Jahr 1850 Ritter. 
Literatur. Conversationslexikon von Brockhaus.  Conversationslexikon von Meyer.  
Passavant, Kuustreise durch England und Belgien.  Waagen, Kunstwerke und Künstler in England. 
Landseer, John, Zeichner und Kupferstecher, geboren zu London um das Jahr 
1770, wo er auch seine Studien machte. Sein Atelier wurde für die Illustrationen 
von Reisebesohreibungen eine Modestätte, woraus sich die grosse Zahl seiner Kupfer- 
und Stahlstiche erklärt. Als Hauptwerke gelten seine Blätter für Thornton's 
Tempel der Flora und die zu dem Hauptgalleriewerke des Marquis von Stafford; 
ferner Bildnisse und Thierstücke nach Wiest und Edwin Landseer. Auch schrieb 
er über die Kupferstecher- und Malerkunst. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer. I, 
Landseer, Thomas, Kupferstecher der Gegenwart in London. Im Jahr 185542) 
stellte er zu Paris nach E. Landseer aus: der König des Thales; die Nacht; der Maß 
Morgen; Zug von Damhirschen. Auf seiner Sammlung von Aifenkarrikaturen vomyzä 
Jahr 1827 finden sich die Zeichen Tho. L. und beigesetzte Monogramme. 
Literatur. Brulliot, Dicticnnaire des Monogrammes.  Catalogue de Pexposition des beanx 
nrts. Paris 1855. 
Laue, Richard, Kupferstecher und Lithograph der Gegenwart in England. Er 
ist seit 1833 Mitglied der Akademie der Künste in London. Seine lithographischen 
Nachbildungen von Gemälden neuerer englischer Meister sind mit grosser Geschick- 
lichkeit ausgeführt, ebenso vorzüglich ist sein Werk, the rivals nach LesIie. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer. 
Lanfranco, Giovanni, Maler und Kupferstecher, geboren zu Parma im Jahr 
1580. Von Marchese Scotti, dessen Page er eine Zeitlang war, wurde er der 
Schule des Agostino Caracci übergeben, studirte aber zugleich vorzüglich die 
Werke. des Gorreggio. Für Pabst Urban VIII. schmückte er die Peterskirche mit 
Gemälden und erhielt dafür das Ritterkreuz des Christusordens. Mit Dominichino 
entzweite er sich wegen der Bemalung der Kirche des heil. Andreas della Valle, wo 
er nach dessen Tode die Kuppel malte. Im Jahr 1631 malte er die Kuppel der 
Jesuitenkirche in Neapel, deren Bau aber für diesen Zweck weniger günstig war. 
Ferner nennen wir von seinen Gemälden: der heil. Ludwig, die Armen speisend, in 
der Akademie zu Venedig; die Befreiung Petri in der Gallerie Colonna zu Rom; die 
Himmelfahrt Mariä für die Dominikanerkirche in Augsburg. Uebrigens gelang ihm 
auch Vieles nicht, z. B. die heil. Cäcilia im Palast Barberini, und man tadelt an 
ihm vernachlässigtes Studium der Natur, sowie handwerkmässiges Streben, durch 
Geschicklichkeit und leichte Mittel Etlekt zu machen. In Verbindung mit Sisto 
Badalocchi stach er 54 theils von ihm selbst, theils von diesem gefertigte Copien 
aller Geschichten des alten Testaments nach den Raphaehschen Ideen in den Vati- 
kanischen Loggien. Er bediente sich der Zeichen L. F.; L" F; Giü- In; Gio. La.; 
Gio. La. fo.; Gioua 1a; Giouanni la; Giouanni L. E; Jo. Lanfr. Inu.; Je: Lanfr. 
Parm. In. Im Jahr 1647 starb er.  
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Mouogrammes.  Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste 
in Italien.  Kugler, Handbuch der Geschichte der Malerei.  Waagen: Klllläiwerke und Künstler  
in Deutschland 2, 41. 
Lanfrancns war Baumeister des Doms zu Modena, dessen Gründung in das Jahr 
1099 fallt. 
Literatur. Kugler, Geschichte der Baukunst 2, 69. 
Lanfrani, Bildhauer und Baumeister in Venedig. Sein Lehrer soll Giovanni 
Pisano gewesen sein. Er baute S. Francesco in Imola und fertigte im Jahr 1343 
die Reliefs an dem Hauptportal daran. Ferner. rührt von ihm her das Grabmal des
        

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