Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051964
Fielding, Thomas 
Fiesole , Beato Fra Giovanni Angelico da. 
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Vortheile, welche der Malerei durch entschiedene Gegensätze von Licht und Schatten 
oder durch zarte Uebergänge zu Gebot stehen, macht er mit sicherer Meisterschaft 
geltend, um die frappantesten Wirkungen hervorzubringen. Was dabei seine Werke- 
noch besonders auszeichnet, ist die Klarheit, das Licht seiner Töne, der eigenthüm- 
liche Reiz des Tones in Luft und Wasser. 
Fielding hat schon eine ausserordentlich grosse Anzahl von Bildern geliefert, 
von denen die meisten in den Sammlungen seiner Landsleute verwahrt werden. 
Fielding, Thomas, ein Kupferstecher zu London, der um 1758 geboren wurde 
und sich unter W. Ryland, besonders aber nach Bartolozzi in der Punktirmanier 
ausbildete, Unter die besseren seiner nicht sehr zahlreichen Blätter zählt man: die 
Findung Mosis (1786) und Jakob und Rahel, beide nach Stothard; Theseus, 
der das Schwert und die Sandalen seines Vaters findet (1784), nach Angelica 
Kaufmann. 
Fielgraf, Karl, Porträt-, Genre- und Historienmaler aus Berlin, bildete sich zu- 
nächst unter W. Wach zu Berlin, dann bei W. Schadow zu Düsseldorf zu einem 
tüchtigen Künstler in seinem Fache. Seine heil. Elisabeth von Thüringen, bei einem 
Klausner Zuflucht suchend; seine kranke Rittersfrau; sein Luther, die Thesen an- 
schlagend, sind gut componirte, glücklich gruppirte und treffend charakterisirte, 
hübsch gezeichnete und ileissig gemalte Bilder. 
Fiesole, Andrea da, siehe Ferrucci, Andrea. 
FlESOlB, Fra Benedetto, Dominikancrprior in Fiesole, und Miniaturmaler, deri 
Bruder des Beato Fra Giovanni Angelico da Fiesole, gest. 1448 im Kloster 
S. Marco zu Florenz, soll der erste Lehrer des Letzteren gewesen sein. Vonrihm sind 
sämmtliche Chorbiicher des genannten Klosters (mit Ausnahme von wenigen, die nach 
seinem Tode von einem andern Maler vollendet wurden), nämlich „14Volumina gra- 
dualium et Antiphonariorum," ferner „2 Psalterii" und „1 Liber Invitatorium" im 
Auftrag von Cosmus von Medicis von 1443 an geschrieben und gemalt. Man ver- 
muthet, dass diese Arbeiten nicht ohne die Mitwirkung des Fra Giovanni entstanden- 
Fiesole, Beato Fra Giovanni Angelico da, Dominikanermönch, ausgezeichneter 
Kirchenmaler, einer der berühmtesten unter den Wiederherstellern der Kunst in 
Italien, geb. 1387 bei Vicchio, einem festen Kastell zwischen Dicomano und Borgo 
a S. Lorenzo in der fruchtbaren Provinz Mu ello nahe bei Ves i nano dem Geburts- 
orte Giotto's), gest. 1455 zu Rom, bei mit seinem weltllighen lNgameil Guido 
oder Guidolino di Pietro Santi Tosini, nach seinem Vater. Ueber seine erste 
Ausbildung in der Malerei ist nicht-s Näheres bekannt, und die Angabe, dass 
Gherardo Starnina sein Lehrer gewesen, entbehrt allen und jeden Grundes. Mehr 
Wahrscheinlichkeit- hat die Annahme für sich, dass er die Kunst bei seinem Bruder 
Benedetto, einem vortrefflichen ltliniatilrnialer, gelernt; jedenfalls scheint aber- 
der Camaldolese Don Lorenzo, genannt Monaco, einen nicht unbedeutenden Ein- 
fluss auf ihn geübt zu haben, wie nicht nur aus der geistigen Verwandtschaft Beider- 
111 ihren Bestrebungen in der Kunst, sondern auch aus der Uebereinstimmung in der 
SOrg-fältigen Bereitungnin dem Vortrag und Schmelz, ja in der Zusammenstellung 
d" Farben unzweideutig hervorgeht. Gewisse Eigenthümlichkeiten der Technik 
lassen indessen mit grosser Wahrscheinlichkeit auch eine unmittelbare Einwirkung 
der sinesischen Schule, wie sich solche unter den Meistern in der zweiten Hälfte des 
14. und zu Anfang des 15. Jahrhunderts ausgebildet, vermuthen. 
Sicher ist, dass Fiesole frühzeitig nach Florenz kam, aber schon in seinem 
20- Jahre mit seinem Bruder Benedetto, im Jahr 1407, um die Aufnahme in 
das neugegründete Dominikanerkloster zu Fiesole nachsuchte. Beide wurden für 
das Noviziat nach Cortona gesandt und kehrten erst nach Vollbringung desselben 
äach Fiesole zurück, wo Guido den Namen Giovanni erhielt. Von der damals 
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