Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056756
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Kreiter 
Kresilas. 
Brüsseler Ausstellung von 1839 eine silberne Medaille erhielt. Er hat auch mehrere 
gute Lithographien nach Leys und de Keyser geliefert. Im Jahr 1830 wurde er 
in Brüssel erster Graveur beim Kriegsdepot. 
Literatur. Immerzeel, De Levens an Werken der Holland. en Vlarvn. Kunstschilders u. s. w., welcher 
auch sein Bildniss gibt. 
Kreiter (Kreuter), Alois, Maler, geboren zu Weilheim in Oberbayern, blühte 
um das Jahr 1619. Er machte seine Studien zu München unter Christoph Schwarz. 
Man sieht in der Kirche zu Polling Altarblätter in seiner Weise. Auch in Weilheim 
und in Kirchen der umliegenden Dörfer finden sich Bilder von ihm. Er scheint sich 
der Initialen A K bedient zu haben. Sein Bruder Elias übte die gleiche Kunst auf 
dieselbe Weise, und liess sich in seinem Geburtsort Weilheim nieder. Im Nonnen- 
kloster am Anger zu München waren Gemälde und in der Kirche der ehemaligen 
Abtei Andechs sind zwei Altarblätter, die Taufe Christi und der Erzengel Michael, 
von seiner Hand. 
Literatur. Lipowsky, Bayrisches Kiinstlerlexikon.  Nagler, Die Monogrammisten. 
Kreling, August, Maler und Bildhauer, geboren zu Osnabrück im Jahr 1818. 
Er machte seine Studien in Hannover und begab sich im Jahr 1841 zu seiner weiteren 
Ausbildung nach München, wo er unter Schwanthaler einige Jahre die Bildhauerei 
mit glücklichem Erfolg übte. Doch findet man nur Modelle von ihm, worunter die 
Humpen und Becher mit Figuren und Arabesken im altdeutschen Style zu den 
schönsten und reichsten Werken dieser Art gehören. Später widmete er sich unter 
Cornelius ausschliesslich der Malerei. Wir nennen von seinen Gemälden: die Aus- 
schmückung des Theaters in Hannover. Als Muster seiner Kunst im Fache der 
Dekoration gilt ein von ihm selbst auf Stein gezeichnetes Blatt, der Prinz Karneval. 
Unter seiner und W. v. Kaulbach's Leitung erschien das Dürer-Album. Er ist vor- 
züglich für eine innigere Vereinigung von Kunst und Industrie thätig. Seit 1853 ist 
er als Direktor der Kunstschule in Nürnberg angestellt. Im Jahr 1858 ernannte ihn 
die Akademie in München zu ihrem Ehrenmitglied. Er bedient sich beigesetzter 
Mouogramme.  
Literatur. Allgemeine Zeitung 1858, Nro. 332.  Deutsches Kunstblatt 1853, S. 272. 1856, 
S. 3581!. 1858, -S. 193.  Nngler, Die Monogrammisten.  Rettberg, Nürnbergs Kunstleben. 
Kremer, Petrus, Genremaler, geboren zu Antwerpen im Jahr 1801. Schon zum 
Handel bestimmt, zeichnete er einmal seinen Lehrer in'der Schule an die Wand, 
welcher hieran des Knaben Talent entdeckte und die Mutter desselben veranlasste, 
ihn der Kunst zu widmen. Er wurde der Leitung von Herreyns und Bree anver- 
traut und machte so rasche Fortschritte, dass er schon nach einem Jahre die Medaille 
und später alle ersten Preise erhielt. Nachdem er sich an Rubens und van D yck 
weiter gebildet, bereiste er Deutschland, Italien und Frankreich, und studirte nament- 
lich im Louvre die grossen Niederländer. Man rühmt an ihm eine gewandte Pinsel- 
führung  Naturwahrheit und ein angenehmes Colorit. Wir nennen von seinen Ar- 
beiten: Peter der Grosse zu Zaandam; Daniel Seghers in seiner Werkstatt; Jakob 
Clement, wie er sich auf die Ermordung Heinrich's III. vorbereitet. Die Akademie von 
Antwerpen und Amsterdam, sowie verschiedene Gesellschaften des In- und Auslandes 
zählen ihn zu ihrem Mitglied.  
Literatur. Cottrfsehes Kunstblatt 1840, S. 361.  Deutsches Kunstblß-M 1355. 5-140.  
I mmerzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstscbilders. u. s. w., welcher auch 
sein Bildniss gibt. 
Krepp, Ignaz, Kupferstecher, geboren zu Wien im Jahr 1801. Er lernte die 
Kunst bei B. Höfel. Die meisten seiner Blätter sind treiflichmnd rein behandelt. 
Hieher gehören: der Bogen schnitzende Amor nach Parmegißlllllß; Isabella d'Este 
nach Tizian; die heil. Magdalena nach Reni; Ludwig, ETZheTZOg von Oesterreich, 
nach L. Fischer, einfach und natürlich aufgefasst. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer.  Cottaßsches Kunstblatt 1842, S. 318. 
Kresilas (unrichtig Ktesilas oder Ktesilaos), Bildhauer. Er war ein Schüler des 
M yro n und erhielt in dem Wettstreit zu Ephesos um die Fertigung der schönsten Ama- 
zone den dritten Preis. Man glaubt dieselbe in der verwundeten Amazone des kapi- 
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