Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056730
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Kraus , Johann Jakob 
Krauss , Fräulein von. 
Kraus, Johann Jakob, Baumeister in Augsburg, geboren daselbst im Jahr 1611. 
Er War zuerst Schreiner, lernte aber dann bei Elias Holl die Baukunst. Nach 
seinen Zeichnungen und unter seiner Leitung wurde die heil. Kreuzkirche in Augs- 
burg gebaut, auch fertigte er eine Ansicht, wie sie vor dem dreissigjährigen Kriege 
war. Im Jahr 1672 starb er. 
Literatur. Liy c ws ky , Bayrisches Kiinstlerlexikon. 
Kraus, Johann Ulrich, Kupferstecher und Zeichner, geboren zu Augsburg im 
Jahr 1655. Er war ein Schüler und Tochtermann des Melchior Küsel und Vetter 
des Johann Jakob Kraus. Es scheint, dass er sich den Sebastian le Clerc 
zum Meister gewählt habe. Im Jahr 1696 stach er in Prag ein Titelblatt zu Holz- 
bechers Olea armata Habsburgico-Austria-Hispanica sehr sauber. Wir nennen von 
seinen übrigen Werken: dreizehn vorzügliche Prospekte der Stadt Nürnberg nach 56 
J. Andr. Graf; Ansicht der S. Peterskirche zu Rom, mit ausserordentlichem Fleisse Kg, 
gestochen; eine historische Kinderbibel mit 188 Kupferstichen. Beigesetzter Mono-  
gramme bediente er sich. Im Jahr 1719 starb er zu Augsburg. IJ. .50- 
liitcratur. Brulliot, Dicticnnaire des Monogrammes.  Dlabacz, Allgemeines Kiinstlerlexikon.  
Huber, Handbuch für Knnstliebhaber. Zweiter Tlieil.  Lipowsky, Bayrisches Küustlerlexikou. 
Kraus, Simon Andreas , Maler, geboren zu Grafenhaag im Jahr 1760. Er bildete 
sich grösstentheils nach der Natur. Seine Landschaften mit Thieren und Figuren, 
kunstreich zu Gruppen vereinigt, gründeten seinen Ruf. Nicht minder trefflich sind 
seine häuslichen Sceneil. Seine Zeichnung ist gleichfalls correct und seine Licht- 
eifekte sind pikant. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer. 
Krause, Franz, der ältere , Maler zu Frankenstein in Schlesien. Er war einer 
der besten Künstler des vorigen Jahrhunderts, beiiiess sich einer correcten Zeich- 
nung, und besass auch in Behandlung der Farben grosse Einsicht. Sein Colorit ist 
gefällig und warm in den Fleischtixiten. Besonders gerühmt wird von ihm eine Niag- 
dalena und Potiphars Frau. Er starb ziemlich bejahrt im Jahr 1803. Sein Schüler 
und Neffe, Franz, der jüngere, geboren zu Frankenstein im Jahr 1773, bildete 
sich unter Füger und Maurer in Wien weiter aus , und liess sich in Breslau nieder. 
Man hat von ihm Historien und Bildnisse in Oel, auch Copien nach Raphael u. s. w. 
Literatur. Gonversationslexikon von Meyer.  
Krause, Robert, Maler der Gegenwart in Düsseldorf. Wir nennen von seinen 
Arbeiten: eine Aussicht aus dem Albanergebirg (1855), mit frischer Farbe und lobens- 
werther Durchführung des Laubwalds, wobei nur dem Vorgrund grössere Sorgfalt 
und Detaillirung zu wünschen wäre; ein Waldbildchen (1856), ein feines Stück; 
eine Landschaft bei Rom (1858). 
Literatur. Deutsches Kunstblatt 1855, S. 394. 4856, S. 408.  Eigene Notizen. 
Krause, Wilhelm, Marinemaler,  geboren zu Dessau im Jahr 1803. Sein Lehrer 
im Zeichnen war Karl Wilhelm Kolbe daselbst, worauf er 1821-1824 in DreSdßn 
und von da. unter Wach zu Berlin sich weiter ausbildete. Hier war er zugleich als 
Sänger am Königsstädter Theater fünf Jahre lang angestellt. Im Jahr 1830 machte 
er eine Reise nach Rügen, aus welcher Veranlassung er sich für die Ma-Yinemalßrei 
entschied, im Jahr 1831 nach Norwegen, im Jahr 1834 nach Holland, im Jahr 1836 
nach Paris und in die Normandie. Er weiss die Färbung des Himmels und das Farben- 
spiel im Wasser höchst poetisch aufzufassen, in warmem Ton Zll geben. und die 
Statfage treflich auszubilden, auch anerkennen selbst solche, welche an seinem 
Wasser und Luft  eine stets wiederkehrende Monotonie tadeln und darin einen roth- 
violettlichen Lokalton finden, eine strenge und correcte Zeichnung an. Zu seinen 
besten Arbeiten zählt die Darstellung des Strandes von Scheveningen; die Seine- 
mündung; eine Ansicht von Arcona; Heimkehr des FiSßheTS- Krause ist auch seitvß 
1834 Mitglied der Akademie zu Berlin. Er bedient sich beigesetzten Monogramms. in 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Cunversationslexikon von Meyer.  
Consrsches Kunstblat-t1840, S. 264. 1842, s. 1031i.  Deutsches Kunstblatt 1852, S. 400.- 
Kugler, Kleine Schriüen: 
Krauss , Fräulein von, Bildhauerin der Gegenwart in Venedig. Sie erhielt meh-
        

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