Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056724
Kramer 
Kraus , Georg Melchior. 
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Kramer, Franz, Maler, geboren im Jahr 1797. Seine Hauptstücke sind: Hagar 
mit Ismael in der Wüste; Abraham führt den jungen Isaak auf den Hügel Moria. 
Er starb zu Wien im Jahr 1834.  
Literatur. Ru czynski, Geschichte der neueren deutschen Kunst 2, 611. 
Kramm, Christiaan, Maler und Baumeister, geboren zu Utrecht im Jahr 1797. 
In seinem 18., Jahre erst hatte er das Glück, von dem Maler P. C. Wonder auf- 
genommen zu werden , wo er rasche Fortschritte machte. Er malte Anfangs Porträts 
und Genrestiicke, später aber historische Bilder mit Architekturen , was ihn endlich 
darauf führte, die Baukunst selbst zu studiren. Auch hierin kam er schnell vor- 
wärts, und bildete sich durch Reisen nach England, Frankreich, Deutschland und 
Belgien noch weiter aus. Eine beträchtliche Zahl Bauten wurde neu durch ihn aus- 
geführt. Darunter nennen wir: das Irrenhaus und den Gerichtshof zu Utrecht; die 
Kirchen zu Harmelen, Sösterberg. Hamersveld und Enschede; das Schloss Bever- 
waard. Im Jahr 1826 wurde er zum Direktor der Akademie für Baukunde zu Utrecht 
ernannt und forderte als solcher die Verbreitung eines bessern Baustyls. Im Jahr 
1829 erhielt er die zwei von der Gesellschaft zu Aufmunterung in der Baukunst aus- 
gesetzten Preise. Später gab er eine praktische Perspektive nach dem Französischen 
heraus. Er ist Mitglied der Malergesellschaft Arti Sacrum zu Rotterdam , der Aka- 
demie zu Amsterdam und des niederländischen Instituts. 
Literatur. I mmerzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w., welcher 
auch sein Bildniss gibt. 
Kramolin, Joseph, Maler, geboren zu Nimburg in Böhmen im Jahr 1730. Im 
Jahr 1758 wurde er Jesuitenlaienbruder und machte sich durch Schmückung vieler 
Kirchen und Kollegien seines Ordens um denselben verdient. Nach dessen Auf- 
hebung begab er sich in das Cisterzienserstift Ossegg, wo er gleichfalls Mehreres 
malte, und zuletzt nach Karlsbad. Wir nennen von seinen Arbeiten: die Kirche zu 
Hohenbruck; eine heil. Barbara in der Pfarrkirche zu Lestiborz; das Bildniss des 
Abt Wenzel Joseph Mayer zu Strahow. Zu Anfang dieses Jahrhunderts starb er in 
Karlsbad. Sein jüngerer Bruder Wenzel übte dieselbe Kunst und hielt sich blei- 
bend in seinem Geburtsort Nimburg auf. Im Jahr 1771 malte er das Frontispiz der 
Prager Metropolitankirche, wie er denn grösstentheils biblische Geschichten fertigte. 
Er starb im Jahr 1799 zu Nimweg. 
Literatur. Dlabacz, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Kranner, Baumeister und Steinmetzmeister der Gegenwart in Prag. Er fertigte 
das Denkmal Kaisers Franz I. daselbst mit Anschluss an gothisehe Formen;"' das 
Monument zu Temeswar zur Erinnerung an die tapfere Vertheidigung der Stadt im 
Jahr 1849 , und ist nunmehr bei dem Bau der Votivkirche in Wien thätig.  
Literatur. Deutsches Kunstblatt 1852, S. 404. 1855, S. 462. 1857, S, 94. 
Kratz, Mathias, Edelsteinschneider. Er lebte im Jahr 1594 am Hofe Kaisers 
Rudolf II. zu Prag, wo er viele Beschäftigung hatte. i 
Literatur. Dlabacz , Allgemeines Künstlerlexikon. 
Kraus , Georg Melchior, Zeichner und Kupferstecher, geboren zu Frankfurt a.M. 
im Jahr 1737. Er lernte bei Johann Heinrich Tischbein, und bildete sich 
während eines fünfjährigen Aufenthalts zu Paris unter Greuze weiter aus. Im Jahr 
1768 wurde er Mitglied der Kunstakademie zu Wien und später der zu Berlin, war 
im Jahr 1772 in der Schweiz und im Jahr 1774 mit Göthe und Lavater im Bade zu 
Ems. Im Jahr 1776 kam er an den Hof des Herzogs von Weimar, und wurde im 
Jahr 1778 Rath und Direktor der Zeichen- und Kunstakademie daselbst. Wir nennen 
von Seinen Arbeiten; verschiedene Ansichten von Weimar; das herzogliche Jagd- aus 
schloss Wilhelmsghal bei Eisenach; 18 Aussichten des Landhauses und Gartens bei q 
Wörliz, gestochen von Kohl, Z oller und Conti. Das deutsche Publikum kenntglwg 
ihn auch durch das mit, Bertuch herausgegebene Journal des Luxus und der Modeng A416 
seit 1786 u. s.f. Er bediente sich theils der Initialen G. M. K., theils beigesetzter (S151? 
Monogramme. Im Jahr 1806 starb er. 
Literatur. Brulliot, Dictiqnnaiyß des Monogrammes.  Fiissli, Allgemeines Kiinstlerlexikon.  
Hub er, Handbuch für Kunstliebhaber. Zweiter Theil.  Hüs gen , Artistisches Magazin, 
Abgebildet in den Denkmälern der Kunst. 
Atlas zu Kuglers Handb. der Kunstgesch. Tatijii, Fig. 4.
        

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